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19:00 Uhr

West-östlicher Divan

Gespräch|Mit João Barrento und Fabrizio Boscaglia

  • Goethe-Institut Lissabon, Lissabon

  • Sprache Portugiesisch
  • Preis Eintritt frei

Buchcover West-östlicher Divan Foto: © Edições do Sagão

Buchcover West-östlicher Divan Foto: © Edições do Saguão

Am 12. März um 19:00 Uhr findet in der Bibliothek des Goethe-Instituts in Lissabon die Vorstellung der portugiesischen Übersetzung des West-östlichen Divan von Johann Wolfgang von Goethe statt, die bei Edições do Saguão erschienen ist. João Barrento, der Übersetzer des Werkes, wird mit Fabrizio Boscaglia, Experte für islamische Spiritualität, ins Gespräch kommen, die Schauspieler*innen Rita Durão und Duarte Guimarães werden aus den Gedichten vorlesen. Der Eintritt ist frei.

Über das Werk

Johann Wolfgang von Goethes West‑östlicher Divan, erstmals 1819 veröffentlicht, gilt als eines der bedeutendsten lyrischen Werke seines Spätwerks. Inspiriert von der persischen Dichtung des Hafis entwirft Goethe einen literarischen Dialog zwischen Orient und Okzident, der auf wechselseitige Wertschätzung und kulturelle Annäherung abzielt. Der Divan dokumentiert Goethes intensives Interesse an den geistigen und religiösen Traditionen des Orients, zu denen auch seine Beschäftigung mit dem Koran zählt. Noch zweihundert Jahre nach seinem Erscheinen besitzt das Werk hohe Aktualität, da es für eine Haltung der Offenheit und des verantwortungsvollen Austauschs zwischen unterschiedlichen kulturellen Sphären steht.

Teilnehmende

  • João Barrento

    Essayist und Übersetzer. Emeritierter Professor für deutsche und vergleichende Literaturwissenschaft an der Fakultät für Sozial- und Geisteswissenschaften der Universidade Nova de Lisboa. Er veröffentlichte rund dreißig Bücher zu Essayistik, Literaturkritik, Chronik und Tagebuch und übersetzte deutschsprachige Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Mitarbeiter der Zeitung Público (1990–2006) und der meisten portugiesischen Literaturzeitschriften. Vizepräsident des portugiesischen PEN‑Clubs (1990–2006). Derzeit ist er Präsident des Direktoriums des Espaço Llansol – Associação de Estudos Llansolianos, verantwortlich für den Nachlass der Schriftstellerin Maria Gabriela Llansol. Er erhielt die wichtigsten Preise für Essayistik, Übersetzung und Chronik sowie den Prémio Vida Literária und den Prémio Camões. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Verdienstkreuz (1991) und der Goethe‑Medaille (1998).

  • Fabrizio Boscaglia

    Fabrizio Boscaglia (Turin, 1981) ist stellvertretender Direktor des Masterstudiengangs Religionswissenschaften an der Universidade Lusófona, wo er als Gast‑Assistenzprofessor lehrt und Mitglied des Forschungszentrums LusoGlobe ist. Er promovierte in Philosophie an der Universität Lissabon mit einer Dissertation über Fernando Pessoa und den Islam. Seine Forschungsgebiete sind drei: der Islam im zeitgenössischen portugiesischen Denken, in der Literatur und in der Kultur; Fernando Pessoa; der Sufismus (die islamische Mystik). Er ist Autor und Herausgeber von Büchern und Publikationen auf internationaler Ebene, darunter die Ausgabe der Anthologie von Fernando Pessoa O Sábio Árabe: escritos sobre a civilização arábico‑islâmica (2025) sowie die Bücher Um Desassossego Imaginário: breve ensaio sobre Fernando Pessoa e James Hillman (2025), Il Viaggio in Oriente nella Tradizione Letteraria Portoghese: dal Cinquecento ai giorni nostri (mit Catarina Nunes de Almeida, 2025) und Orpheu Filosófico: a Geração de Orpheu entre Artes e Filosofia (mit Paulo Borges und Pedro Vistas, 2022).