|

19:00 Uhr

Worüber dürfen wir reden? Eva Menasse zur Meinungsfreiheit heute

Live-Podcast und Gespräch|Mit Eva Menasse und Tiago Sigorelho

  • Goethe-Institut Lissabon, Lissabon

  • Sprache Englisch (mit portugiesischer Simultanübersetzung)
  • Preis Eintritt frei

Eva Menasse Bild: © Lena Giovanazzi / Gerador

Eva Menasse Bild: © Lena Giovanazzi / Gerador

Am 10. September um 19:00 Uhr lädt das Goethe-Institut Lissabon gemeinsam mit der Österreichischen Botschaft in Lissabon zu einer weiteren Ausgabe der Reihe POST/ZEITGEIST, mit einem Live‑Podcast und anschließendem offenen Gespräch mit dem Publikum. Zu Gast ist die renommierte österreichische Schriftstellerin Eva Menasse, die gemeinsam mit Tiago Sigorelho, Präsident und Chefredakteur von Gerador, über aktuelle Fragen der Meinungsfreiheit diskutiert – die für sie auch bedeutet, widersprüchliche oder unbequeme Positionen auszuhalten.

Unter dem Titel „Worüber dürfen wir reden?“ richtet die Veranstaltung den Blick auf aktuelle Verschiebungen im öffentlichen Diskurs. Im Zentrum steht Eva Menasses Plädoyer für eine offene, streitbare Debattenkultur, in der unterschiedliche Positionen ausgehalten werden. Sie setzt sich in ihren Romanen, Essays und öffentlichen Beiträgen mit dem wachsendem Konformitätsdruck, den Grenzen des Sagbaren und zunehmender Polarisierung auseinander und äußert sich kritisch zu Entwicklungen wie wachsender Intoleranz und Identitätspolitik.

In einem Kontext, in dem Fragen der freien Rede und ihrer Grenzen zunehmend in den Mittelpunkt rücken, lädt die Veranstaltung zu einer offenen und auch kontroversen Auseinandersetzung ein. Eva Menasse gilt als eine ebenso scharfsinnige wie streitbare Gesprächspartnerin, die für eine Debattenkultur eintritt, in der auch unbequeme Positionen Platz haben. Das Publikum ist eingeladen, sich aktiv am Gespräch zu beteiligen.

Eintritt frei, mit Voranmeldung.

Organisiert mit Unterstützung der Bartholomäus-Brüderschaft der Deutschen in Lissabon.

Redner*innen

  • Eva Menasse

    Eva Menasse, geboren in Wien, lebt seit über 25 Jahren in Berlin. Ihrem Debüt Vienna (2005) folgten Romane und Erzählungen (Lässliche Todsünden, Quasikristalle, Tiere für Fortgeschrittene), die vielfach ausgezeichnet und übersetzt wurden. Preise (Auswahl): Heinrich-Böll-Preis, Friedrich-Hölderlin-Preis, Österreichischer Buchpreis, Bruno-Kreisky-Preis, Jakob-Wassermann-Preis, Ludwig-Börne-Preis und das Villa-Massimo-Stipendium in Rom. Ihr Roman Dunkelblum (2021) war ein Bestseller und wurde in zehn Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien der Essay Alles und nichts sagen. Vom Zustand der Debatte in der Digitalmoderne (2023). Am 13. August erscheint ihr neuer Roman Alleinruhelage bei Kiepenheuer & Witsch. 2025 wurde sie mit dem Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln ausgezeichnet.

  • Tiago Sigorelho

    Präsident und Chefredakteur der Plattform O Gerador, die hochwertigen Journalismus, Kultur und Bildung fördert. Mit einer 15‑jährigen Karriere im Telekommunikationssektor war er Markenstrategiedirektor der PT‑Gruppe und verantwortlich für nationale und internationale Marken sowie für Marktstudien. Seitdem der Gründung von O Gerador unterrichtet er an Schulen und Universitäten und veröffentlicht regelmäßig seine Kolumne bei Gerador, in der er zentrale Themen der zeitgenössischen Gesellschaft behandelt.