Memorial Birdsongs

Interaktive Klanginstallation|widme einer geliebten Person einen Vogelgesang

Auf dem Bild ist ein Vogelhaus mit der Beschriftung "51" zu sehen, das an einem Baum befestigt ist. © Scott Hessels

Links im Bild hängt ein Vogelhaus in einem Baum, rechts davon ist eine Person zu sehen, die nachdenklich auf das Vogelhaus schaut © Scott Hessels

Am 17. September um 17 Uhr eröffnet die interaktive Installation Memorial Birdsongs von Scott Hessels die Veranstaltungsreihe Über den Tod sprechen (hat noch niemanden umgebracht) im Garten des Goethe-Instituts. Die Installation kann anschließend zehn Tage lang besucht und erlebt werden. 

Sie lädt dazu ein, über Erinnerung, Verlust und gemeinschaftliche Trauer nachzudenken: Wie erinnern wir uns an Menschen, die nicht mehr bei uns sind? Und wie können wir Trauer miteinander teilen?

Memorial Birdsongs lädt Besucher*innen dazu ein, eine persönliche Erinnerung hörbar zu machen. Über das Mobiltelefon wählen sie den Gesang eines Vogels und eine Zeichnung des Tieres für einen Menschen aus, an den sie denken. Die gewählte Vogelstimme erklingt anschließend über einen der mehr als 50 Lautsprecher, die im Garten verteilt sind, und wird Teil eines wachsenden Chors aus Vogelstimmen aus aller Welt.

So entsteht im Laufe der Veranstaltung ein gemeinschaftlicher Klangraum des Erinnerns: Jede Stimme steht für einen geliebten Menschen, jede Auswahl fügt dem Garten eine weitere Geschichte hinzu. Zwischen Bäumen, Vogelgesängen und handgefertigten Illustrationen eröffnet Memorial Birdsongs einen behutsamen und zugleich verbindenden Zugang zu den Themen Verlust, Erinnerung und Trost.

Das Projekt verbindet rund 200 handgefertigte Tusch- und Aquarellzeichnungen mit Naturaufnahmen von Vogelstimmen aus ihren Lebensräumen auf der ganzen Welt. Es schafft einen offenen, inklusiven Ort, an dem individuelles Gedenken zu einer gemeinsamen Erfahrung wird – und zeigt, wie Erinnerung Menschen miteinander verbinden kann.
Das Goethe-Institut organisiert die Veranstaltungsreihe Über den Tod sprechen (hat noch niemanden umgebracht, weil Fragen von Sterben, Tod und Trauer zum menschlichen Leben gehören und dennoch oft tabuisiert werden. In einer Zeit globaler Krisen kann die Auseinandersetzung mit Sterblichkeit Resilienz, Solidarität und neue Perspektiven fördern. Mit Filmen, Literatur, Gesprächen, Workshops und künstlerischen Beiträgen stärkt die Reihe den kulturellen Austausch, eine informierte und resiliente Zivilgesellschaft sowie den Austausch über grundlegende Fragen des menschlichen Lebens.

Der Künstler

Scott Hessels

Scott Hessels (künstlerischer Leiter) und sein Designstudio FugitiveColor schaffen öffentliche Kunstwerke, die Technologie nutzen, um eine intensivere gesellschaftliche Teilhabe zu fördern. Ihre Arbeiten umfassen interaktive Kooperationen und immersive Räume. Mit Standorten in Hongkong, den USA und Portugal realisiert das Studio Projekte in unterschiedlichen Medien, darunter Bewegtbild, Datenvisualisierung, kinetische Skulpturen und ortsspezifische Installationen. Die Werke von Scott Hessels und FugitiveColor wurden international in Ausstellungen präsentiert, die sich sowohl mit Technologie als auch mit Bildender Kunst befassen.