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18:30 Uhr

Death Café: Wie geht sterben?

Gesprächsrunde|Über den Tod sprechen

Banner ÜBER DEN TOD SPRECHEN hat noch niemanden umgebracht q Bild: © Michelle Tylicki

Banner FALAR SOBRE A MORTE nunca matou ninguém Bild: © Michelle Tylicki

Am 25. September um 18:30 Uhr findet im Goethe-Institut ein Death Café statt. Gemeinsam mit einer Doula do fim da vida (Begleiterin für Menschen am Lebensende), einer Palliativpflegefachkraft und einer Palliativmedizinerin entsteht ein Raum für offene Gespräche über Sterben, Tod und die Gestaltung des Lebensendes.

Was passiert eigentlich, wenn wir sterben? Welche Veränderungen durchläuft der Körper? Welche Möglichkeiten gibt es, das Lebensende vorzubereiten, und welche Entscheidungen können wir bereits zu Lebzeiten treffen? Ist es möglich, umweltbewusster zu sterben? Im Rahmen von Über den Tod sprechen (hat noch niemanden umgebracht) lädt dieses Death Café dazu ein, Fragen zu erkunden, die im öffentlichen Raum oft wenig Platz finden und doch alle Menschen betreffen.

In offener und informeller Atmosphäre können Themen wie Organspende, Patientenverfügung, Palliativversorgung sowie unterschiedliche Möglichkeiten und Entscheidungen am Lebensende gemeinsam besprochen werden. Dabei stehen nicht die Suche nach endgültigen Antworten, sondern der Austausch von Erfahrungen, Zuhören und gemeinsame Reflexion im Mittelpunkt.

Anmeldung durch einen freiwilligen Teilnahmebeitrag von 3–10 € via mbway und Zusendung des Zahlungsnachweises an die angegebene Telefonnumer.
Death Cafés sind Begegnungsformate, die einen offenen Austausch über Tod und Sterblichkeit fördern. Sie schaffen Räume für Zuhören, Reflexion und gegenseitige Unterstützung und tragen dazu bei, gesellschaftliche Tabus abzubauen. Nicht die Suche nach endgültigen Antworten steht dabei im Vordergrund, sondern die gemeinsame Auseinandersetzung mit der Endlichkeit als Teil des menschlichen Lebens – und die Frage, wie Gespräche über den Tod unser Verständnis vom Leben vertiefen können.
Das Goethe-Institut organisiert die Veranstaltungsreihe „Über den Tod sprechen (hat noch niemanden umgebracht)“, weil Fragen von Sterben, Tod und Trauer zum menschlichen Leben gehören und dennoch oft tabuisiert werden. In einer Zeit globaler Krisen kann die Auseinandersetzung mit Sterblichkeit Resilienz, Solidarität und neue Perspektiven fördern. Mit Filmen, Literatur, Gesprächen, Workshops und künstlerischen Beiträgen stärkt die Reihe den kulturellen Austausch, eine informierte und resiliente Zivilgesellschaft sowie den Austausch über grundlegende Fragen des menschlichen Lebens.

Gesprächsbegleitung

Ana Maria Valinho

Ana Maria ist End-of-Life-Doula, Pflegefachkraft sowie Klima- und Sozialaktivistin und bringt Erfahrungen aus verschiedenen Regionen der Welt mit. Die Arbeit mit benachteiligten Menschen in unterschiedlichen humanitären Kontexten, der Verlust ihres Babys sowie die Begleitung ihres Großvaters in seiner letzten Lebensphase zu Hause haben ihr die Vergänglichkeit allen Lebens eindrücklich vor Augen geführt. Fasziniert von der Frage nach der Qualität des Sterbens und des Sterbeprozesses organisiert sie seit 2023 in Lissabon Death Cafés und hat bislang mehr als 70 solcher Gesprächsrunden initiiert.