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18:00 Uhr

Ler com Goethe: Eva Menasse, Alleinruhelage

Lesung und Gespräch|Auf Entdeckungsreise durch die deutschsprachige Literatur

  • Goethe-Institut in Lissabon, Lissabon

  • Sprache Deutsch mit portugiesischer Übersetzung
  • Preis Freier Eintritt
  • Teil der Reihe: Ler com Goethe

Portätfoto von Eva Menasse Foto: © Lena Giovanazzi /laif

Portätfoto von Eva Menasse Foto: © Lena Giovanazzi /laif

Am 11. September um 18:00 Uhr findet eine besondere Sitzung von Ler com Goethe – Auf Entdeckungsreise durch die deutschsprachige Literatur statt, ein Treffpunkt für alle, die gerne lesen und ihre Eindrücke und Erfahrungen zu Büchern, Autor*innen, Ausgaben und Übersetzungen teilen möchten. Die Treffen, die alle zwei Monate jeweils Freitags um 18:00 Uhr in der Bibliothek des Goethe-Instituts stattfinden, werden von der Germanistin und literarischen Übersetzerin Gilda Lopes Encarnação kuratiert. Für die Lesung und das Gespräch im Herbst wurde das Werk Alleinruhelage (2026) von Eva Menasse ausgewählt. Die Autorin wird anwesend sein und Einblicke in ihr Werk sowie dessen zentrale Themen wie Neubeginn, Erinnerung und Identität geben.

Interessiert? Melden Sie sich per E-Mail an: biblioteca.lisboa@goethe.de

Über das Buch

Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.
Die nötige Hilfe ist quasi vom Himmel gefallen, Alla und Bolek aus Polen, zwei Kettenraucher, die alles können. Die Renovierungen und Rückschläge, die geplatzten Wasserleitungen und die Bosheiten der benachbarten Schrebergärtner lösen viele Erinnerungen und neue Erkenntnisse aus. Dann beschließt sie, das geliebte Haus zu verkaufen, um noch einmal aus- und aufzubrechen aus ihrer »stabilen Alleinruhelage«.

Eva Menasse hat einen vielschichtigen Roman über die Zwischenbilanz eines Lebens geschrieben, eine gewitzte Reflexion über Fremdheit und Heimat und das Abschiednehmen. Der Roman verbindet Nostalgie, Melancholie und Aufbruchsstimmung mit Humor und Tiefgang. Eine kluge, fein beobachtete Geschichte über Neuanfänge, Abschiede und die Frage, was von einem Leben bleibt.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Österreichischen Botschaft Lissabon.

Gäste

  • Gilda Lopes Encarnação

    Moderation

    Gilda Lopes Encarnação hat einen Abschluss in Modernen Sprachen und Literaturen an der Fakultät für Literaturwissenschaften der Universität Lissabon, einen Master in Germanistik an derselben Fakultät und einen Doktortitel in deutscher Literatur mit einer Arbeit über Paul Celan (Universidade Nova de Lisboa und Universität Salzburg, Österreich). Sie hat u. a. Jürgen Habermas, Karl Marx, Károly Kerényi, Byung Chul-Han, Paul Celan, Thomas Mann, Stefan Zweig, Franz Kafka, Joseph Roth und Marlen Haushofer übersetzt. Von 1997 bis 2003 war sie Lektorin für Portugiesische Sprache und Literatur an der Universität Salzburg. Literarische Übersetzungen sind ihre Leidenschaft.

  • Eva Menasse

    Eva Menasse, geboren in Wien, lebt seit über 25 Jahren in Berlin. Ihrem Debüt Vienna (2005) folgten Romane und Erzählungen (Lässliche Todsünden, Quasikristalle, Tiere für Fortgeschrittene), die vielfach ausgezeichnet und übersetzt wurden. Preise (Auswahl): Heinrich-Böll-Preis, Friedrich-Hölderlin-Preis, Österreichischer Buchpreis, Bruno-Kreisky-Preis, Jakob-Wassermann-Preis, Ludwig-Börne-Preis und das Villa-Massimo-Stipendium in Rom. Ihr Roman Dunkelblum (2021) war ein Bestseller und wurde in zehn Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien der Essay Alles und nichts sagen. Vom Zustand der Debatte in der Digitalmoderne (2023). Am 13. August erscheint ihr neuer Roman Alleinruhelage bei Kiepenheuer & Witsch. 2025 wurde sie mit dem Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln ausgezeichnet.