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19:00 Uhr

Debattieren wir anders? Meron Mendel über Antisemitismus in Deutschland

Gespräch und Diskussion mit dem Publikum|Mit Meron Mendel und Tiago Sigorelho

  • Goethe-Institut in Lissabon, Lissabon

  • Sprache Englisch
  • Preis Eintritt frei

Meron Mendel Post/Zeitgeist Design: © Gerador

Meron Mendel Post/Zeitgeist Design: © Gerador

Warum wird in Deutschland über Antisemitismus, Israel und den Krieg in Gaza oft anders gesprochen als in vielen anderen europäischen Ländern? Welche Rolle spielt die Erinnerung an den Holocaust für das deutsche Selbstverständnis, und wie beeinflusst sie aktuelle Debatten über Menschenrechte, Solidarität und gesellschaftliche Verantwortung?

Am 24. November 2026 um 19:00 Uhr ist der Historiker, Publizist und Bildungsaktivist Meron Mendel zu Gast im Goethe-Institut Lissabon. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen aktuelle Formen des Antisemitismus und die Frage, wie sie im Kontext des Nahostkonflikts diskutiert und verstanden werden. Als eine der profiliertesten Stimmen der deutschen Debatte über Antisemitismus und Erinnerungskultur setzt er sich seit vielen Jahren mit den Fragen auseinander, die das gesellschaftliche Zusammenleben in pluralen Demokratien prägen. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht der Antisemitismus und seine aktuellen Erscheinungsformen und die Frage, wie er im Kontext des Nahostkonflikts heute diskutiert und verstanden wird.

Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem darauffolgenden Krieg im Gazastreifen haben sich öffentliche Debatten vielerorts stark polarisiert. Diskutiert werden dabei die Grenzen zwischen legitimer Kritik an der israelischen Regierung, Solidarität mit den Betroffenen, Menschenrechtsfragen und antisemitischen Denkmustern.

Die Veranstaltung versteht sich als Einladung zum offenen Austausch. Nach einem einführenden Podcast-Gespräch mit Tiago Sigorelho, Chefredakteur von Gerador, ist das Publikum eingeladen, Fragen zu stellen und mit Meron Mendel ins Gespräch zu kommen. Eintritt frei, Anmeldung erforderlich.

Organisiert mit Unterstützung der Bartholomäus-Bruderschaft der Deutschen in Lissabon.

Teilnehmende

  • Meron Mendel

    Meron Mendel ist Professor für Soziale Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences und Direktor der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main. Als eine der profiliertesten Stimmen zu Erinnerungskultur, Antisemitismus und gesellschaftlichem Zusammenleben in Deutschland veröffentlicht er regelmäßig Bücher, Essays und Kommentare in führenden deutschsprachigen Medien. Zu seinen bekanntesten Publikationen zählen Über Israel reden. Eine deutsche Debatte (2023) sowie Kunst im Streit (2025), herausgegeben gemeinsam mit Heinz Bude. Seit 2021 schreibt er zusammen mit seiner Ehefrau Saba-Nur Cheema die FAZ-Kolumne Muslimisch-Jüdisches Abendbrot. Für sein Engagement für Demokratie, interreligiösen Dialog und gesellschaftliche Teilhabe wurde er unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz und der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet. Im September 2026 erscheint sein neues Buch mit Saba-Nur Cheema: Die Empörungsfalle. Wie wir wieder streiten lernen.

  • Tiago Sigorelho

    Präsident und Chefredakteurder Plattform Gerador, die hochwertigen Journalismus, Kultur und Bildung fördert. Mit einer 15‑jährigen Karriere im Telekommunikationssektor war er Markenstrategiedirektor der PT‑Gruppe und verantwortlich für nationale und internationale Marken sowie für Marktstudien. Seitdem der Gründung von Gerador unterrichtet er an Schulen und Universitäten und veröffentlicht regelmäßig seine Kolumne bei Gerador, in der er zentrale Themen der zeitgenössischen Gesellschaft behandelt.