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18:30 Uhr

Ivo

Filmvorführung und Gespräch|FILM AND DEATH

Still von Film Ivo von Eva Trobisch Bild (Ausschnitt): © LOCO Films

Still von Film Ivo von Eva Trobisch Bild (Ausschnitt): © LOCO Films

Am 24. September um 18:30 Uhr wird der Film Ivo (2024, DE, 104 Min.) von Eva Trobisch in der Filmreihe des Forschungsprojekts FILM AND DEATH präsentiert. Die Reihe verbindet vier Filmvorführungen mit Gesprächen über Sterblichkeit, Trauer, Erinnerung und unseren Umgang mit Endlichkeit. Im Anschluss an die Vorführung findet ein Gespräch mit Forschenden und eingeladenen Gästen statt.

Zum Film

In Ivo (2024, DE, 104 Min.) von Eva Trobisch begleitet das Publikum eine ambulante Palliativpflegerin bei ihrer täglichen Arbeit mit schwerkranken und sterbenden Menschen. Gewohnt, mit Krankheit, Schmerz und Abschied umzugehen, versucht Ivo, die Balance zwischen professioneller Distanz und menschlicher Nähe zu wahren. Doch die besonders enge Beziehung zu ihrer Patientin Solveigh und deren Familie stellt die Grenzen zwischen Verantwortung, Freundschaft und persönlicher Beteiligung zunehmend infrage. 

Mit großer Sensibilität und dokumentarischer Genauigkeit richtet der Film seinen Blick auf die oft unsichtbare Arbeit der Palliativpflege und auf diejenigen, die Menschen in ihren letzten Lebensphasen begleiten. Dabei verhandelt er schwierige Fragen nach Autonomie, Fürsorge, emotionaler Belastung und Entscheidungen am Lebensende, ohne einfache Antworten anzubieten. 

Zwischen Alltag und der ständigen Nähe des Todes lädt Ivo dazu ein, über menschliche Verletzlichkeit, die Grenzen der Verantwortung für andere und die Bedeutung von Begleitung am Lebensende nachzudenken. 
FILM AND DEATH – Film-Philosophy as a Meditation on Death ist ein fünfjähriges Forschungsprojekt, das vom Europäischen Forschungsrat (ERC) gefördert wird und an der NOVA University Lisbon angesiedelt ist. Das Projekt verbindet Philosophie, Filmwissenschaft und Ästhetik und untersucht, wie das Kino seit seinen Anfängen bis heute unser Verständnis vom Tod geprägt hat. Neben der wissenschaftlichen Forschung organisiert das Projekt Ausstellungen, öffentliche Filmprogramme, künstlerische Kooperationen, Konferenzen und Publikationen, die philosophische Reflexionen über Sterblichkeit mit zeitgenössischer Kultur in Dialog bringen.
Das Goethe-Institut organisiert die Veranstaltungsreihe Über den Tod sprechen (hat noch niemanden umgebracht), weil Fragen von Sterben, Tod und Trauer zum menschlichen Leben gehören und dennoch oft tabuisiert werden. In einer Zeit globaler Krisen kann die Auseinandersetzung mit Sterblichkeit Resilienz, Solidarität und neue Perspektiven fördern. Mit Filmen, Literatur, Gesprächen, Workshops und künstlerischen Beiträgen stärkt die Reihe den kulturellen Austausch, eine informierte und resiliente Zivilgesellschaft sowie den Austausch über grundlegende Fragen des menschlichen Lebens.