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10:00–13:00 Uhr

Die Kunst der Vergänglichkeit

Workshop und Gespräch|Kunsttherapie und Gespräch mit Sterbebegleiterinnen

Pintura de Manuela Chedas Malerei (Ausschnitt): © Manuela Chedas

Pintura de Manuela Chedas Malerei (Ausschnitt): © Manuela Chedas

Am 3. Oktober von 10:00 bis 13:00 Uhr findet der Workshop Die Kunst der Vergänglichkeit statt, geleitet von Helena Pinto und Manuela Araújo, Kunsttherapeutinnen und Psychotherapeutinnen sowie Mitglieder der Portugiesischen Gesellschaft für Kunsttherapie (SPAT). Der Workshop lädt dazu ein, sich mithilfe von Kunsttherapie und kreativen Ausdrucksformen mit den Themen Vergänglichkeit, Wandel und Endlichkeit auseinanderzusetzen und zu erkunden, welche Rolle Kreativität bei der Bewältigung von Veränderungsprozessen spielen kann.

Mit Malerei, freiem Schreiben und Gruppenaustausch schafft der Workshop einen Raum, um sich auf persönliche Weise mit Vergänglichkeit auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt steht die Frage, was losgelassen werden möchte und was weiterhin einen Platz im eigenen Leben haben soll. Kreative Methoden dienen dabei als Mittel, Gedanken, Erinnerungen und Erfahrungen sichtbar und ausdrückbar zu machen.

Der Workshop versteht sich als offenes Angebot für alle Interessierten. Durch kreative Methoden eröffnet er einen Rahmen für die persönliche Auseinandersetzung mit Erfahrungen von Wandel und Vergänglichkeit. Künstlerische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Wichtig: Da Themen wie Tod, Verlust und Endlichkeit berührt werden, können persönliche Reflexionsprozesse angestoßen werden, die über die Dauer der Veranstaltung hinauswirken. Der Workshop ersetzt keine therapeutische oder individuelle Begleitung.

Im Anschluss an den Workshop findet ein Gespräch mit Laura Pinto und Ana Maria Valinho von Doulas do Fim da Vida Portugal statt. Dabei stellen sie die Arbeit von End-of-Life-Doulas vor und geben Einblicke in die Begleitung von Menschen am Lebensende und deren Angehörigen.
Das Goethe-Institut organisiert die Veranstaltungsreihe Über den Tod sprechen (hat noch niemanden umgebracht), weil Fragen von Sterben, Tod und Trauer zum menschlichen Leben gehören und dennoch oft tabuisiert werden. In einer Zeit globaler Krisen kann die Auseinandersetzung mit Sterblichkeit Resilienz, Solidarität und neue Perspektiven fördern. Mit Filmen, Literatur, Gesprächen, Workshops und künstlerischen Beiträgen stärkt die Reihe den kulturellen Austausch, eine informierte und resiliente Zivilgesellschaft sowie den Austausch über grundlegende Fragen des menschlichen Lebens.

Workshop mit

  • Helena Pinto

    Helena Pinto ist Klinische Psychologin, Kunstpsychotherapeutin und Kunsttherapeutin. Sie glaubt an die Kraft der Kreativität und des künstlerischen Ausdrucks als Ressourcen in Prozessen persönlicher Veränderung und Transformation. Mit ihrer Leidenschaft für Lebensgeschichten begleitet sie Erwachsene in psychotherapeutischen Prozessen. Darüber hinaus widmet sie sich der Vermittlung, Forschung und Weiterbildung im Bereich der Kunsttherapie.

  • Manuela Araújo

    Manuela Araújo ist Kunstpsychotherapeutin, Kunsttherapeutin und bildende Künstlerin sowie Gründerin von Mind Canvas Therapy. Sie hat einen Abschluss in Geschichte und entwickelt eine Praxis, die künstlerisches Schaffen und Kunstpsychotherapie als Wege der Selbsterkenntnis, persönlichen Transformation und symbolischen Verarbeitung menschlicher Erfahrungen miteinander verbindet. Sie begleitet therapeutische Prozesse und leitet Workshops sowie Gemeinschaftsprojekte, die Kunst, psychische Gesundheit und Wohlbefinden zusammenbringen.

Gespräch mit

  • Ana Maria Valinho

    Ana Maria ist End-of-Life-Doula, Pflegefachkraft sowie Klima- und Sozialaktivistin und bringt Erfahrungen aus verschiedenen Regionen der Welt mit. Die Arbeit mit benachteiligten Menschen in unterschiedlichen humanitären Kontexten, der Verlust ihres Babys sowie die Begleitung ihres Großvaters in seiner letzten Lebensphase zu Hause haben ihr die Vergänglichkeit allen Lebens eindrücklich vor Augen geführt. Fasziniert von der Frage nach der Qualität des Sterbens und des Sterbeprozesses organisiert sie seit 2023 in Lissabon Death Cafés und hat bislang mehr als 70 solcher Gesprächsrunden initiiert.

  • Laura Pinto

    Laura Pinto lebt in Arganil und war zwölf Jahre lang als Pflegefachkraft im Norden Portugals tätig, wo sie Menschen am Lebensende eng begleitete. Im Jahr 2022 zog sie in ein Dorf und begann, sich intensiv mit den Themen Tod und Trauer auseinanderzusetzen. Sie ist überzeugt, dass Würde, Präsenz und sogar Schönheit Teil dieses Weges sein können.