Debatte Green Deal, Corona-Krise - und wie weiter?

Quo vadis, Europa? © shutterstock

29.03.2021, 19:00
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Im Rahmen der Reihe „Quo vadis, Europa?“

Am Montag, den 29. März, um 19:00 Uhr organisiert das Goethe-Institut Portugal die Online-Debatte Green Deal, Corona-Krise  - und wie weiter?.

Prominente Gäste sind der Ingenieur, Universitätsprofessor und Manager António Costa Silva, der den Plan für die wirtschaftliche Entwicklung nach der Corona-Krise im Auftrag der portugiesischen Regierung entwickelt hat, die Soziologin Luísa Schmidt, Pionierin der Umweltsoziologie in Portugal, und der Professor und Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung Ottmar Georg Edenhofer. Die Moderation übernimmt die Direktorin der Nachrichtenagentur LUSA, Luísa Meireles. Die Veranstaltung ist Teil der Diskussionsreihe „Quo vadis, Europa?“.

Zugang zur Debatte
Durch die aktuelle Corona-Krise scheinen Umweltpolitik und europäische Konzepte wie der „Green Deal“ in den Hintergrund geraten zu sein. Gleichzeitig werden positive Auswirkungen der Corona-Krise auf die Luftqualität, den Ausstoß von Treibhausgasen und auf lärmbedingte Gesundheitsrisiken vielfach registriert. Kann die Krise Ausgangspunkt einer neuen europäischen Klima- und Umweltpolitik sein? Wie müsste sich dafür die Wirtschaft Europas verändern? Sollten Konjunktur- und Investitionspakete, die nach der Krise die Wirtschaft wieder in Gang bringen sollen, mit Nachhaltigkeitszielen wie Klimaschutz, Ressourcenschonung, Emissionsminderungen und einer nachhaltigen Digitalisierung verbunden werden?  Und haben wir angesichts des Klimawandels, der als eine der größten sicherheits- und außenpolitischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gilt, überhaupt eine Alternative?

António Costa e Silva ist Ingenieur, Universitätsprofessor und Manager. Er ist seit 2003 Vorsitzender des Exekutivausschusses von Partex Oil and Gas. Im Jahr 2020 wurde er eingeladen, die Strategie für die wirtschaftliche Entwicklung Portugals 2020-2030 zu skizzieren, aus dem die Regierung den Aufbau- und Widerstands-Plan zur Vorlegung bei der Europäischen Kommission entwarf, um die zur Verfügung gestellten europäischen Mittel zu nutzen.

Luísa Schmidt ist Soziologin und habilitierte Haupt-Forscherin am Institut für Sozialwissenschaften der Universität Lissabon (ICS-ULisboa), und Mitglied der wissenschaftlichen Kommission des Doktoranden-Programms „Klimawandel und nachhaltige Entwicklung“. Sie gehört zu den Pionieren der Umweltsoziologie in Portugal. Sie ist Autorin und Herausgeberin einer Vielzahl von Publikationen u. a. zu Themen wie Klimapolitik und Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Ottmar Georg Edenhofer ist Professor an der Technischen Universität Berlin und seit 2007 Direktor sowie Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Er ist u. a. Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und  der Green Growth Knowledge Platform.  Er ist Direktor des 2012 gegründeten „Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change“ (MCC) und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates des ifo-Institutes für Wirtschaftsforschung.

Die Diskussionsreihe „Quo vadis, Europa?“ thematisiert gegenwärtige gesellschaftliche, politische, ökonomische und kulturelle Herausforderungen in Europa. Führende Intellektuelle, Politiker und Wissenschaftler aus Portugal und den deutschsprachigen Ländern diskutieren in dieser Reihe über aktuelle europäische Fragen mit dem Ziel, das gegenseitige Verständnis zu fördern und gemeinsame Zukunfts- und Handlungsoptionen zu entwickeln. Initiatoren und Träger von „Quo vadis, Europa?“ sind das Goethe-Institut Portugal, die Deutsch-Portugiesische Industrie- und Handelskammer sowie die Bartholomäus-Brüderschaft der Deutschen in Lissabon
 

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