Ökologisches Projekt im schulischen Umfeld


Palmarin © Martin Pockrandt Der Deutschclub vom Gymnasium von Palmarin Facao zeichnet sich nicht nur durch seine Dynamik in pädagogischen und kulturellen Bereichen aus, sondern auch durch sein Engagement für den Umweltschutz. Unterstützt vom deutschen Verein "ein Herz für Senegal", dem Goethe-Institut Senegals und Aventurin Waste führte der Club ein ökologisches Projekt am 30. Januar 2021 in Palmarin durch.

Plastikmüll ist ein großes Problem im Senegal, da dessen Quantität viel zu hoch ist und Plastik übermäßig benutzt wird. Außerdem ist die Müllentsorgung im Vergleich zu dessen hohen Verbrauch unzureichend. Folglich führt das zu einer verschmutzten Umwelt ohne Chancen auf eine Besserung, wenn keine Alternativen zur Müllentsorgung geschaffen und das Umweltbewusstsein gestärkt wird.
Das Ziel des Projekts war also, Antworten auf diese Probleme zu finden. Somit beruhte die Umweltaktion im Wesentlichen auf der Sensibilisierung der Deutschlernenden, sowie auf der Sammlung von Plastikmüll im Gymnasium und an der Küste. Einige Mitglieder der Schulverwaltung, Lehrer, der Unterrichtsexperte des Goethe-Instituts Martin Pockrandt und mehr als 120 Schüler des Clubs versammelten sich, um an der Aktion teilzunehmen.

Die Aktivität begann mit der Verteilung von Masken und Handschuhen, darauf folgte der offizielle Empfang des Materials vom stellvertretenden Schulleiter des Gymnasiums. Danach wurde ein Gruppenfoto gemacht, auf dem die Teilnehmer bestimmte Slogans wie „Wir sind die Umwelt"  und  " Der Umweltschutz, hat Priorität!" hielten.

In verschiedene Gruppen aufgeteilt, konnten Schüler*innen und Lehrende mit der Aktion beginnen. Ziel dabei war es, so viel Plastikmüll wie möglich zu sammeln, aber auch die verschiedenen Formen von Plastikmüll zu erklären. Sie gingen etwa zwei Kilometer am Strand entlang, d.h. vom Nanay-Hotel bis zum Sessene-Hotel, bevor sie Halt an der Ngallou-Müllkippe machten. Während des Sammelns wurden die einzelnen Arten von Müll unterschieden und zugeordnet. Zudem wurden Antworten auf Fragen zur Schädlichkeit des Plastikmülls beigetragen.
                
Nach ungefähr einer Stunde Müllsammeln kehrten die motivierten Schüler*innen in die Schule zurück, um den Schulhof intensiv zu säubern. Denn auch hier befindet sich viel Plastikmüll, der trotz vorhandener Mülltonnen oftmals einfach weggeworfen wird. Deshalb war es wichtig, dass die Schüler*innen zudem an einer Präsentation zur Abfallentsorgung teilnahmen.
Die vergleichende Präsentation wurde von Herrn Thiaw, Lehrer für Geschichte und Geographie, und Herrn Ndione, Deutschlehrer, gehalten. Dabei wurden die Müllsysteme in Senegal und Deutschland vergleichend erklärt und Alternativen zur Abfallentsorgung gezeigt.

Zum Tagesabschluss wurde gemeinsam in einer lockeren und musikalischen Atmosphäre gegessen.