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Ian Stutzman

© Ian Stutzman Herr Stutzman, erzählen Sie uns etwas über Ihren Hintergrund: Wo, wann und weshalb haben Sie Deutsch gelernt?

Ich habe in Hegins, Pennsylvania angefangen, Deutsch zu lernen. Mein Vater hat in der High School Deutsch belegt und sprach außerdem Pennsylvaniadeutsch. Manchmal sprach er beide Sprachen zuhause und ich fand das cool. Als ich eine Fremdsprache wählen musste, habe ich mich für Deutsch entschieden. Ich habe in der neunten Klasse angefangen, Deutsch zu lernen, das war 2003.

Wo, wann und weshalb haben Sie beschlossen, Deutschlehrer zu werden?

Ich habe in meinem letzten Jahr an der High School beschlossen, Deutschlehrer zu werden. Mein damaliger Deutschlehrer bat mich, einem weniger fortgeschrittenen Schüler Nachhilfe zu geben. Ich nahm an und es war schön, zu sehen, wie ihm ein Licht aufging, nachdem ich Dinge mit ihm durchgegangen war. Dann wurde ich im College angenommen und dann nahm das Schicksal seinen Lauf!

Was ist die größte Herausforderung beim Deutschunterricht? Was ist besonders lohnend dabei?

Bei den Herausforderungen würde ich sagen, dass es besonders schwierig ist, mehr Möglichkeiten zu finden, um das Grammatiklernen angenehmer und interessanter zu gestalten. Das Vokabellernen kann ich unterhaltsam machen, und ich habe ein paar Tricks im Ärmel, wie ich Grammatik witzig darstellen kann, aber das ist für mich das Schwierigste.

Lohnend sind ganz eindeutig die Fortschritte, die die Anfänger auf Stufe 1 im ersten Jahr machen. Am Anfang können sie fast kein Deutsch, und bis zum Jahresende können sie schon so viel mehr!

Gibt es so etwas wie den typischen Deutschlernenden?

Absolut nicht. In meinen Kursen habe ich immer eine breite Vielfalt an Schülern aus allen Teilen der Gesellschaft. Das sorgt dafür, dass der Unterricht sehr vielseitig und besonders interessant ist.

Wo haben Sie sich Unterstützung und Anleitung als noch recht unerfahrener Deutschlehrer geholt bzw. wo holen Sie sich diese?

Mein Bezirk stellt jedem Sprachlehrer im ersten Jahr einen Mentor zur Seite, bei dem es sich um einen erfahrenen Sprachlehrer aus der Gegend handelt. Ich hatte das Glück, Hal Boland als Mentor zu haben.

Welche Aussichten hat Deutsch als Fremdsprache in den USA?

1. Deutsch und Englisch haben einen gemeinsamen sprachlichen Hintergrund und viele Wörter sind sich wirklich sehr ähnlich.

2. Ich bin der Ansicht, dass Deutsch im Kommen ist. Im ersten Jahr hatte ich 30 Schüler auf Stufe 1. Dieses Jahr waren es schon 60. Die Zahl ist jedes Jahr gestiegen. Meiner Meinung nach möchten immer mehr Schüler Deutsch lernen.

Die Fragen stellten Christoph Veldhues und Olga Liamkina.

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