Berufsorientierung mit Deutsch in Usbekistan © Goethe-Institut Usbekistan

 

Obwohl das Interesse an das Lernen der deutschen Sprache in letzten Jahren in Usbekistan kontinuierlich steigt, kann man den Rückgang bei der Vermittlung des Deutschen im Schulunterricht beobachten. Von 5.835.694 Schüler*innen insgesamt lernten Deutsch im Jahre 2020 361.767. Von 2015 bis 2020 hat sich damit die Zahl der Deutschlerner auf 110.601 Schüler*innen reduziert.

(Vgl., Deutsch als Fremdsprache weltweit. Datenerhebung 2020, S: 20, https://www.auswaertiges-amt.de/blob/2344738/b2a4e47fdb9e8e2739bab2565f8fe7c2/deutsch-als-fremdsprache-data.pdf)

Der Rückgang des DaF-Unterrichts bedeutet auch die Kürzung der Stellen von Deutschlehrer*innen. Wie kann man wieder das Interesse an das Deutschlernen bei den Schüler*innen wecken? Es gibt dringenden Bedarf an Steigerung der Motivation von Schüler*innen für das Deutschlernen. Der Deutschunterricht ist heutzutage kein bloßes Auswendiglernen der Grammatik. Der projektbezogene, praxisorientierte fächerübergreifende DaF-Unterricht ist die größte Anforderung der heutigen Zeit.

In den Schulen werden die Berufsorientierungsmaßnahmen nur von Technologielehrer*innen und Schulpsycholog*innen durchgeführt. Der Deutschunterricht hat wenig / fast keinen Bezug zur Berufsorientierung. Was wäre, wenn die Deutschlehrer zusammen mit den  Technologielehrer*innen und Schulpsycholog*innen in Tridem die Projektarbeit durchführen? Ausgehend von dieser Überlegung startete das Goethe Institut in Usbekistan in Kooperation mit dem Volksbildungsministerium des Landes das Projekt „Berufsorientierung mit Deutsch“.


Das Ziel des Projekts ist:
  • Die Schüler*innen für das Deutschlernen motivieren, ihnen die Vorteile des Fremdsprachenerwerbs bewusst machen, sie beim Berufsorientierungsprozess unterstützen, durch Projektarbeit / projektorientiertes Lernen ihre Teamfähigkeit entwickeln;
  • Die Deutschlehrkraft methodisch, sowie beim projektorientierten Lernen sowohl im Deutschunterricht, als auch fächerübergreifend unterstützen;
  • Den Berufsorientierungsprozess in der Schule durch die Organisation der kollaborativen Arbeit (Deutschlehrkraft / Technologielehrer*innen / Schulpsycholog*innen) unterstützen.

Die geplanten Maßnahmen:
  • Fortbildung für Deutschlehrer*innen und Technologielehrer*innen, sowie für Schulpsycholog*innen zu den Themen:  „Projektorientiertes Lernen in der Schule“, „Berufsorientierung und Deutschunterricht“;
  • Fortbildung für Deutschlehrkraft: „Projektarbeit in Tridem in der Schule“; „Vorteile der Arbeit an der Online-Plattform“; „Implementierung des Bildungsprojekts des GI „die ProfiUni“ im Deutschunterricht“;
  • Wettbewerbe unter den Schüler*innen: „Mein Beruf – meine Zukunft“;
  • Jugendbegegnung: „Berufe der Zukunft“;
  • Sommercamp für Schüler*innen „Berufsbilder – wähle deinen Beruf!“;
  • Workshops / Ausflüge / Treffen mit interessanten Persönlichkeiten / Entwicklung und Durchführung eigener Projekte.

Kooperationsmöglichkeit:
Wenn Sie mit Ihrer Schule an dem Projekt teilnehmen möchten, beim Berufsorientierungsprozess der Schüler*innen bzw. bei der Durchführung der Projekten mit dem Goethe-Institut Usbekistan kooperieren möchten, wenden Sie sich bitte an folgende E-Mailadresse: info-taschkent@goethe.de
 
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