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20:00 Uhr

Leningrader Sinfonie

Konzert|Von Schostakowitsch. Mit dem Vietnam National Symphony Orchestra (VNSO) und drei deutschen Bläsern, Leitung: Honna Tetsuji.

  • Großer Konzertsaal, Nationale Musikakademie Hanoi, Hanoi

  • Preis S-500.000 VNĐ; A-350.000 VNĐ; B-200.000 VNĐ; Studenten: 100.000 VND

    Vorverkaufsstellen:
    - Sketch Travel Hanoi, 3. Stock, Lancaster, 20 Núi Trúc (+84 4 39449510)
    - Star Lotus – 58 Ho Hien Thanh (+84 4 39749710)

    Kostenlose Kartenzustellung: +84 913489858 & +84 983067996

Foto by © Vsevolod Tarasevich Foto by © Vsevolod Tarasevich

Unter der Leitung von Honna Tetsuji spielt das VNSO zusammen mit drei Musikern aus Deutschland, dem Hornisten Premysl Vojta, dem Posaunisten Michael Massong und dem Trompeter Martin Griebl am 14.04.2017 um 20 Uhr im im großen Konzertsaal der Musikakademie Hanoi eines der wohl bekanntesten und politischsten Werke Schostakowitschs.
 
„Mit der Siebten begann ich wieder zu leben. …Wir hatten es sehr schwer, dennoch atmeten wir leichter.“ Dies sind Dmitrij Schostakowitschs Worte über sein populärstes Werk: Die 7. Sinfonie in C-Dur, auch „Leningrader Sinfonie“ genannt. Sie besteht aus vier Sätzen, die Schostakowitsch (1906-1975) ursprünglich sogar betitelte: „Krieg“, „Erinnerung“, „Heimatliche Welten“ und „Sieg“. Der Stalin-Bürokratie passte das jedoch gar nicht, worauf die Betitelungen zurückgezogen wurden. Aber auch ohne diese Titel lassen sich die Themen heraushören: Es geht um den Krieg. Die Leningrader Sinfonie ist künstlerisches Vermächtnis und Ausdruck des Widerstands gegen den deutschen Vernichtungskrieg, der sich bis 1944 unter anderem gegen Stadt und Bürger Leningrads (heute St. Petersburg) richtete. Die Sinfonie gilt heute als musikalisches Testament der Opfer des Zweiten Weltkriegs.

Unter deutschen Bombenangriffen wurde die Sinfonie in Leningrad am 9. August 1942 erstaufgeführt. Statt sich in Sicherheit zu bringen, blieb das Publikum sitzen. Ausdruck des Überlebenswillens und Tribut an den Zauber der Musik. Schostakowitschs großartige Komposition lädt uns ein, Krieg und Gewaltherrschaft zu gedenken und ihre Überwindung musikalisch zu feiern. 

Auch unser Publikum kann sich darauf gefasst machen, verzaubert zu werden: Großartige Musik von dem einzigartigen Komponisten Schostakowitsch, der  mit seinen Sinfonien die Geschichte Russlands zwischen 1930 und 1970 nacherzählt. 
 

Martin Griebl © Goethe-Institut Hanoi Martin Griebl begann seinen ersten Trompetenunterricht im Alter von 7 Jahren und spielt mittlerweile mit vielen verschiedenen Ensembles. Zudem war er als Solo-Trompeter bei einigen renommierten Orchestern tätig, darunter Berliner Philharmoniker, Deutsche Oper Berlin, BBC Symphony Orchestra London, Gewandhausorchester Leipzig und Radio-Symphonieorchester Wien. Seit 2015 ist er Solo-Trompeter beim WDR Sinfonieorchester Köln.
 
Michael Massong © Goethe-Institut Hanoi Seit 2014 widmet sich der 1969 in Deutschland geborene Posaunist Michael Massong der solistischen Tätigkeit, der Kammermusik und dem unterrichten. Als Gast spielte er in zahlreichen internationalen Orchestern, u.a. mit dem London Philharmonic Orchestra, dem Singapore Symphony Orchestra und dem Deutschen Sinfonieorchester Berlin. Weltweit ist er nun als Solist und Lehrer aktiv. In Zusammenarbeit mit Thein, einer Blechblasinstrumentenmarke, hat er eine eigene Tenor- und Altposaunenserie entwickelt. 
 
Premysl Vojta © Goethe-Institut Hanoi Premysl Vojta ist als Solohornist u.a. in der Prager Kammerphilharmonie, der Staatskapelle Berlin und dem Konzerthausorchester Berlin tätig. Der 1983 in Tschechien geborene Musiker ist Preisträger des Internationalen Wettbewerbs in Brünn, Bratislava und Vidnava. 2010 gewann er den ersten Preis beim Internationalen ARD-Musikwettbewerb in München. Seit 2015 hat er die Position als Solohornist im WDR Sinfonieorchester inne und seit 2016 besitzt er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln.
 
Das Vietnam National Symphony Orchestra wurde 1959 gegründet und spielt jedes Jahr etwa 60 Konzerte weltweit.