Methodik

Die gemeinsam von Bibliothekar*innen und KI-Expert*innen entwickelte LIBRA.I.-Methodik soll öffentlichen Bibliotheken dabei helfen, die Herausforderungen und Chancen der Transformation durch  künstliche Intelligenz in der heutigen Medienlandschaft zu bewältigen.

Sie ist in thematische Blöcke unterteilt, die sowohl einzeln als auch als zusammenhängendes Dokument gelesen werden können. Du, als Leser*in entscheidest selbst, wie du dein  eigenes KI-Abenteuer am besten angehen möchtest. Du kannst die vollständige, navigierbare Methodik im folgenden PDF lesen oder auf dieser Website auf einzelne Kapitel zugreifen.
 

So nutzen Sie diese Methodik

Dieses Handbuch bietet einen praxisorientierten und anpassungsfähigen Rahmen für die Integration von KI in institutionelle Aktivitäten. Es basiert auf den Erfahrungen aus den im Rahmen des Projekts durchgeführten Train-the-Trainer-Schulungen, auf der Expertise von Bibliothekar*innen als vertrauenswürdige Vermittler*innen von Informationen sowie auf dem technischen und ethischen Wissen von KI-Fachleuten.

Anstatt feste Werkzeuge oder Lösungen vorzugeben, fördert die Methodik einen flexiblen, nutzer*innenzentrierten Ansatz, der es ermöglicht, Aktivitäten an lokale Kontexte und Zielgruppen anzupassen. Mithilfe einer strukturierten und zugleich leicht zugänglichen Reihe von Modulen unterstützt sie Anwender*innen dabei, KI zu verstehen, bestehende Formate weiterzuentwickeln und neue Lernangebote für Bürger*innen zu gestalten.

Die LIBRA.I.-Methodik wurde in drei öffentlichen Bibliotheken erprobt und befähigt Bibliotheken, ihre Rolle als inklusive Lernorte zu stärken. Gleichzeitig unterstützt sie Bürger*innen dabei, sich kritisch mit KI-gestützten Medienumgebungen auseinanderzusetzen. Obwohl die Methodik speziell für öffentliche Bibliotheken entwickelt wurde, kann sie ebenso von Lehrkräften und anderen Fachkräften genutzt werden, die in Bildungs- und Gemeinschaftskontexten mit Bürger*innen arbeiten.

Die Methodik ist in mehrere thematische Bausteine gegliedert, die entweder Schritt für Schritt durchlaufen oder unabhängig voneinander genutzt werden können. Nutzer*innen können flexibel zwischen den Abschnitten wechseln und diejenigen Bausteine auswählen, die für ihre Bedürfnisse, ihren Erfahrungsstand und ihren lokalen Kontext am relevantesten sind.

Die Bausteine begleiten Anwender*innen durch den gesamten Prozess – vom Aufbau eines grundlegenden Verständnisses von KI über die Analyse von Zielgruppenbedürfnissen und die Anpassung bestehender Angebote bis hin zur Entwicklung neuer Lernformate. Zudem unterstützen sie die Zusammenarbeit mit Partner*innen und Interessengruppen und bieten Orientierung beim Umgang mit Veränderungsprozessen innerhalb der eigenen Organisation. Jeder Baustein enthält Hinweise auf weiterführende Ressourcen und praktische Materialien, darunter sofort einsetzbare Unterrichtseinheiten, Vorlagen zum Ausdrucken sowie Fallbeispiele, die direkt genutzt oder an unterschiedliche Kontexte angepasst werden können.

Diese Methodik schreibt keine festen Lösungen vor. Stattdessen bietet sie einen Rahmen für Experimente, Co-Creation und kontinuierliches Lernen. Bibliothekar*innen und andere Nutzer*innen werden dazu ermutigt, ihre Ansätze zu erproben, zu reflektieren und auf Grundlage von Rückmeldungen der Teilnehmenden sowie technologischer Entwicklungen kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Ergänzend zur Kernmethodik enthält ein Anhang weitere Hinweise zum Community Building. Er unterstützt Nutzer*innen dabei, Netzwerke, Austausch und Zusammenarbeit rund um die Themen KI und Medienkompetenz zu fördern.

Ob von Einzelpersonen, Teams oder im Rahmen von Fortbildungsprogrammen genutzt – das Handbuch möchte Bibliotheken und andere Bildungsakteur*innen dabei unterstützen, als inklusive Anlauf- und Lernorte zu wirken und Bürger*innen dabei zu begleiten, KI im Alltag kompetent zu nutzen und kritisch zu reflektieren.