Pressemitteilungen

Goethe-Institut Presse © Goethe-Institut Philippinen/ Charlene Batulan

17. August 2021

Henrike Grohs Art Award 2022: offene Ausschreibung

Bewerbungen für den dritten Henrike Grohs Art Award sind ab jetzt möglich. Der Henrike Grohs Art Award ist ein pan-afrikanischer Kunstpreis, der alle zwei Jahre vom Goethe-Institut und der Familie Grohs in Erinnerung an die ehemalige Leiterin des Goethe-Instituts in Abidjan, Henrike Grohs, vergeben wird.

Der Preis wird im Rahmen eines offenen Ausschreibungsverfahrens vergeben und richtet sich an junge Künstler:innen, die auf dem afrikanischen Kontinent leben und arbeiten. Er wird alle zwei Jahre an eine:n Künstler:in oder ein Künstlerkollektiv aus dem Bereich der Bildenden Kunst verliehen. Ziel des Preises ist es, aufstrebende Künstlerinnen und Künstler in ihrer Karriere zu unterstützen und auf die Herausforderungen künstlerischen Schaffens auf dem afrikanischen Kontinent zu reagieren. Die künstlerische Qualität ist das wichtigste Kriterium für die Vergabe des Preises.

Der Hauptpreis wird von einer internationalen Jury vergeben, nachdem ein Auswahlkomitee eine Shortlist zusammengestellt hat. Der:die Preisträger:in erhält ein Preisgeld in Höhe von 20.000 €, sowie 10.000 € für die Produktion einer Publikation über das Werk des:der Gewinner:in. Zwei Künstler:innen oder Kollektive werden als Zweitplatzierte ausgewählt und erhalten jeweils einen Geldpreis von 5.000 €. Die Preisverleihung findet jedes Mal auf einer anderen Biennale oder einem anderen wichtigen Kunstereignis auf dem Kontinent (bzw. aufgrund der Pandemie derzeit digital) statt.

Jackie Karuti (Kenia) wurde mit dem Henrike Grohs Art Award 2020 ausgezeichnet. Sabelo Mhlangeni (Südafrika) und Akwasi Bediako Afrane (Ghana) belegten die zweiten Plätze. Die Preisverleihung sollte auf der Dak'Art - Biennale für zeitgenössische Kunst Dakar stattfinden, wurde aber aufgrund der Covid-19-Pandemie in den digitalen Raum verlegt.

Bewerbungsverfahren

Alle Bewerbungen müssen über das Online-Bewerbungsformular eingereicht werden, das auf der Webseite zu finden ist. Mit der Einreichung der Bewerbung akzeptiert der:die Bewerber:in die Bedingungen des Wettbewerbs, die ebenfalls auf der Website nachzulesen sind. Einsendeschluss ist der 17. September 2021.

Kontakt

info@henrikegrohsartaward.africa
www.henrikegrohsartaward.africa

Gabriele Stiller-Kern
Direktorin/Leiterin
Goethe-Institut Angola
Rua Comandante Kwenha 272
Luanda - Maculusso
Mobil +244 929 247 355
 
gabriele.stiller-kern@goethe.de
www.goethe.de/angola
www.facebook.com/goetheangola

Über das Goethe-Institut

Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Sein Auftrag ist es, das Studium der deutschen Sprache im Ausland zu fördern und den internationalen Kulturaustausch zu unterstützen. Es ist heute in 98 Ländern vertreten und hat rund 3.300 Mitarbeiter. Es leistet einen umfassenden Beitrag zur Förderung von Künstlern, Ideen und Werken. Die Unterstützung der lokalen Kulturszenen und die Stärkung des panafrikanischen Dialogs durch die Künste sind Teil ihres Auftrags auf dem afrikanischen Kontinent, wo sie 19 Institute in Abidjan, Accra, Addis Abeba, Alexandria, Kairo, Casablanca, Dakar, Dar es Salaam, Johannesburg, Khartoum, Kigali, Lagos, Lomé, Luanda, Nairobi, Rabat, Tunis, Windhoek und Yaoundé sowie drei Verbindungsbüros in Algier, Kinshasa und Ouagadougou.

1. Juni 2021

Nachhaltigkeits-Boostcamp 2021

Das Goethe-Institut Angola lädt Umweltaktivist*innen, Künstler*innen, Wissenschaftler*innen sowie alle, die an Ökologie und Nachhaltigkeit interessiert sind, zu einem Kreativ-Workshop ein.

Das Goethe-Institut Angola lädt Umweltaktivist*innen, Künstler*innen, Wissenschaftler*innen sowie alle, die an Ökologie und Nachhaltigkeit interessiert sind, zu einem Kreativ-Workshop ein. Der Workshop findet vom 16. bis 18. Juni in Luanda statt, jeweils von 9:00 bis 17:00 Uhr in den Räumlichkeiten des Elinga Teatros.

Im dreitägigen "Nachhaltigkeits-Boostcamp" werden die Teilnehmer*innen gemeinsam innovative Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekte entwickeln. Alle Projekte sollen alltagstaugich sein, um sie in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz oder im Verein auch wirklich umsetzen zu können

Es werden drei Teams ausgewählt, die einen Geldpreis und professionelle Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Idee erhalten. Zur Jury gehören Adjany Costa, Cecília Bernardo, Érica Tavares, João Manoel Serôdio und Lueji Pestana.

Interessierte können sich hier bewerben: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSenax9DBqBirI0EBHM7W_gVs_R0inDL6pdI56gUP1muook46A/viewform

Sustainable Together - gemeinsam, aber nachhaltig!

Das "Nachhaltigkeits-Boostcamp 2021" wird gemeinsam mit den Goethe-Instituten in Südafrika, Äthiopien, Nigeria und Ruanda im Rahmen des Projekts SUSTAINABLE TOGETHER ausgerichtet. Es soll den intellektuellen Austausch über Nachhaltigkeit zwischen den afrikanischen Ländern fördern.

Kontakt

Gabriele Stiller-Kern
Direktorin / Leiterin
Goethe-Institut Angola
Rua Comandante Kwenha 272
Luanda - Maculusso
Mobil +244 929 247 355
 
gabriele.stiller-kern@goethe.de
www.goethe.de/angola
www.facebook.com/goetheangola

19. Mai 2021

Goethe-Institut Angola bietet wieder Deutschkurse an

Das Goethe-Institut Angola freut sich, ab dem 31. Mai 2021 wieder Deutschkurse in Luanda anbieten zu können. Die Kurse richten sich an alle, die die deutsche Sprache und Kultur kennenlernen wollen, in Deutschland studieren möchten und neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt suchen.

Die Kurse werden gemeinsam mit der Rede das Mediatecas de Angola und mit finanzieller Unterstützung von GAUFF Engineering durchgeführt. Das Unternehmen bietet seit 1995 Ingenieurdienstleistungen in Angola an – ein Arbeitsfeld, in dem deutsche Unternehmen weltweit führend sind.
 
Ein weiteres Beispiel für den Erfolg deutscher Unternehmen ist der Corona-Impfstoff von BioNTech/Pfizer, der als erster derartiger Impfstoff weltweit zugelassen wurde. Der Impfstoff wurde maßgeblich in Deutschland bei der Firma BioNTech unter der Leitung zweier Einwandererkinder entwickelt.
 
An diesem Besipiel zeigt sich, dass die deutsche Sprache überall auf der Welt Türen öffnen kann. In Deutschland selbst ist die Sprache der wichtigste Schlüssel, um Zugang zum großen Angebot an Stipendien für ein Studium an einer der Universitäten des Landes zu erhalten.
 
Darüber hinaus kann die deutsche Sprache auch den kulturellen Horizont erweitern: Die deutschsprachige Kultur ist äußerst vielfältig, etwa in der Musik (Bach, Beethoven, Mozart), in der Literatur (Goethe, Kafka, Schiller), in der Philosophie (Kant, Marx, Nietzsche), aber auch im Sport (Bayern München, Borussia Dortmund, Michael Schumacher, Dirk Nowitzki). Durch die die deutsche Sprache treten Sie in direkten Kontakt mit diesem enormen kulturellen Angebot.

Die Kurse

Der Anfängerkurs (A1.1) findet dreimal wöchentlich statt: montags, mittwochs und freitags, von 16:30 bis 18:00 Uhr. Der Kurs für Fortgeschrittene (A1.2) findet dienstags und donnerstags von 16:30 bis 18:00 Uhr in der Mediateca 28 de Agosto (Luanda, Largo das Escolas) und in Talatona (Ort und Datum werden noch bekannt gegeben) statt.
 
Wir kümmern uns um die Einhaltung aller Regeln, um die Gesundheit der Telnehmer*innen und Leherer*innen zu gewährleisten. Darüber hinaus freuen wir uns, ein neues Team von drei ausgebildeten Lehrer*innen vorzustellen: die bereits seit vielen Jahren für uns tätige Sílvia Ochôa, Alfredo Gomes - mit großer Erfahrung im Unterrichten in mehreren Ländern - sowie Rita Soares, eine deutsche Muttersprachlerin. Ab Juni werden somit auch wieder Sprachprüfungen der Stufe A1 verfügbar sein.

Anmeldung

Bei Interesse melden Sie sich bitte beim Goethe-Institut Angola an (Rua Comandante Kwenha 272, Luanda - Maculusso, Telefon: +244 921 733 134, E-Mail: cursos.luanda@goethe.de). Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Website.

Kontakt

Gabriele Stiller-Kern
Direktorin / Leiterin
Goethe-Institut Angola
Rua Comandante Kwenha 272
Luanda - Maculusso
Mobil +244 929 247 355
 
gabriele.stiller-kern@goethe.de
www.goethe.de/angola
www.facebook.com/goetheangola

19. Februar 2021

Goethe-Institut startet neuen Förderfonds für internationale Kooperationsprojekte im Bereich Bildende Kunst

Um internationale Kooperationsprojekte im Bereich der Bildenden Kunst und damit die globale Vernetzung von Kulturschaffenden zukünftig noch stärker zu fördern, startet das Goethe-Institut einen neuen Projektfonds. Ab dem 1. März können sich Künstler*innen, Kurator*innen und Kunstvermittler*innen aus Deutschland und dem Ausland gemeinsam mit ihren Projektideen für die erste Bewerbungsrunde bewerben. Die Antragsfrist endet am 15. April 2021. Die Fördersumme beträgt bis zu 25.000 Euro pro Projekt.

Der neue Fonds des Goethe-Instituts fördert die Entwicklung von Ausstellungen und anderen Projekten sowie diskursiven Formaten mit länderübergreifenden kooperativen Arbeitsstrukturen aus den Bereichen Bildende Kunst, Architektur, Design und Kunstvermittlung sowie interdisziplinäre Projekte. Damit ergänzt der Fonds den seit 2016 bestehenden Internationalen Koproduktionsfonds, der sich hauptsächlich an länderübergreifende Kooperationsprojekte in den Bereichen Theater, Tanz, Performance und Musik richtet.
 
Auf den Projektfonds Bildende Kunst können sich professionell arbeitende Künstler*innen, Kurator*innen und Kulturschaffende bewerben, wobei eine*r der Projektpartner*innen außerhalb Deutschlands leben und arbeiten muss. Zu den Bewerbungskriterien gehören neben der Qualität des Vorhabens u.a. die zu erwartende Wirkung der künstlerischen oder diskursiven Ergebnisse, der Gegenwartsbezug der Thematik, die Berücksichtigung von ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit sowie die Inklusivität des Projekts. Zusätzlich sollte eine schriftliche Bestätigung von mindestens einer Institution (Kunstverein, Museum, Bildungseinrichtung, etc.) über das Interesse an einer Zusammenarbeit mit den Antragsteller*innen vorliegen. Projekte zwischen Partner*innen aus Deutschland und Transformationsländern sowie dem globalen Süden werden bevorzugt. Die Bewerbung erfolgt auf Englisch.
 
Die maximale Fördersumme für einzelne Projekte beträgt 25.000 Euro. Ein Gremium aus externen Expert*innen und Vertreter*innen des Goethe-Instituts entscheidet über die Förderung.
 
Jährlich finden zwei Bewerbungsphasen statt. Die Antragsfrist für das laufende Jahr ist jeweils der 15. April, der 15. Oktober für das folgende Jahr. Anträge für die erste Bewerbungsrunde bis 15. April 2021 können ab dem 1. März 2021 über das elektronische Antragsportal des Goethe-Instituts auf Englisch eingereicht werden.
 
Weitere Informationen zum Projektfonds Bildende Kunst und zur Bewerbung finden Sie unter: www.goethe.de/projektfonds
 
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an: projektfonds@goethe.de
 
Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Mit 157 Instituten in 98 Ländern fördert es die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein aktuelles Deutschlandbild. Durch Kooperationen mit Partnereinrichtungen an zahlreichen weiteren Orten verfügt das Goethe-Institut insgesamt über rund 1.000 Anlaufstellen weltweit.
 
Kontakt:
 
Lukas Heger
Bereich Bildende Kunst
Goethe-Institut Zentrale
Tel: +49 89 15921 600
Lukas.heger@goethe.de
 
Hannah Cuvalo
Pressereferentin
Goethe-Institut
Hauptstadtbüro
Tel.: +49 30 25906 481
hannah.cuvalo@goethe.de
 
Halten Sie sich über Projekte und Veranstaltungen der Goethe-Institute in aller Welt auf dem Laufenden und abonnieren Sie unsere monatliche Medieninfo unter www.goethe.de/medieninfo.

29. September 2020

Das kulturelle Erbe erhalten: Goethe-Institut und ethnologische Museen starten Restaurierungsabteilung am Museu Nacional de Antropologia

Mit der Schulung von Restaurator*innen und dem Aufbau einer Abteilung für Konservierung und Restaurierung engagiert sich das Goethe-Institut mit Unterstützung des Ethnologischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin für den Erhalt akut gefährdeter Objekte der weltweit einzigartigen Sammlung des angolanischen Nationalmuseums für Anthropologie. Die Restaurierungsabteilung nimmt am 1. Oktober ihre Arbeit auf.

Mit über 6.000 Objekten gilt die Sammlung des Museu Nacional de Antropologia in Luanda als umfassendste ethnologische Angola-Sammlung der Welt. Sie besteht aus Alltags-, Kunst- und religiösen Objekten aller ethno-linguistischen Gruppen des Landes und beherbergt ästhetisch herausragende Stücke, die in vergleichbaren Sammlungen fehlen. Dazu gehören auch Verzeichnisse versklavter Menschen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die von einzigartiger historiografischer Bedeutung weit über Angola hinaus sind.

Im Zentrum des Projekts steht die Residenz einer*s erfahrenen Fachrestaurator*in, der oder diejeweils zwei Mitarbeiter*innen des Museums in Luanda sowie anderer angolanischer Museen oder Studienabgänger*innenangolanischer Universitäten ausbilden wird. Teil der Ausbildung sind unter anderem sechswöchige Residenzen in der Abteilung Restaurierung des Ethnologischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz und Gegenbesuche der Berliner Kolleg*innen im anthropologischen Museum in Luanda.

Es werden alle nötigen Arbeitsmittel beschafft und eine Datenbank aufgebaut, die als Basis für die weitere Katalogisierung der Sammlung und die wissenschaftliche Erforschung der Objektbiografien dienen soll. Die Datenbank, die in enger Zusammenarbeit mit dem Ethnologischen Museum in Berlin aufgebaut wird, soll dabei helfen, den Austausch der Objektlisten und Museumsdatenbanken beider Museen weiter voranzutreiben und die gemeinsame Arbeit zu vereinfachen.

Der Aufbau der Abteilung für präventive Konservierung und Restaurierung am Museu Nacional de Antropologia ist Teil der umfassenden und längerfristig angelegten Zusammenarbeit, die die Direktion der staatlichen Museen Angolas, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und das Goethe-Institut Angola im Dezember 2018 miteinander vereinbart haben.
 

Weitere Informationen:

Interview zum Projekt mit Dr. Paola Ivanov (Berlin) und Gabriele Stiller-Kern (Luanda)
www.goethe.de/angola
www.smb.museum

Das Projekt wird aus Mitteln der „Internationalen Museumskooperation“ des Auswärtigen Amtes gefördert. Partner ist das Ethnologische Museum Berlin (SMB/PK).
 

Kontakt

Gabriele Stiller-Kern
Leiterin
Goethe-Institut Angola
+244 929 247 355
gabriele.stiller-kern@goethe.de

Viola Noll
Stv. Pressesprecherin
Goethe-Institut
Hauptstadtbüro
Tel.: + 49 160 96 99 09 95
noll@goethe.de

Paola Ivanov
Kuratorin der Sammlungen Ost-/Nordost-/Zentral-/Südafrika
Ethnologisches Museum
Staatliche Museen zu Berlin
+ 49 30 8301230
p.ivanov@smb.spk-berlin.de

15. Dezember 2018

Goethe-Institut und ethnologische Museen Museen in Berlin in Luanda starten Zusammenarbeit

Die Direktion der Nationalen Museen Angolas, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und das Goethe-Instituts haben in Luanda eine längerfristige Zusammenarbeit vereinbart. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Norbert Spitz, Leiter der Region Subsahara-Afrika des Goethe-Instituts, und Ziva Domingos, Direktor der Nationalen Museen Angolas, unterzeichneten in der angolanischen Hauptstadt ein Memorandum of Understanding.

Während der Kolonialherrschaft in Angola entstanden große ethnographische Sammlungen für das Ethnologische Museum der Staatlichen Museen zu Berlin und für das Museu do Dundo im Nordosten Angolas. Die Objekte des Museums in Dundo bilden heute einen großen Teil des Bestandes des Museu Nacional de Antropologia in Luanda. Im Ethnologischen Museum Berlin (Staatliche Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz) befindet sich darüber hinaus eine der weltweit bedeutendsten und ältesten Sammlungen angolanischer Kunst und materieller Kultur.
 
Im Zentrum der Zusammenarbeit sollen die Erforschung der Sammlungen beider Museen stehen, die Befragung ihrer Geschichte sowie deren Aktivierung für die Gegenwart mit wechselseitigen Bezügen und gemeinsam erarbeiteten Inhalten. Für das erste Jahr einigten sich die Partner auf den Austausch von Informationen über die Sammlungsbestände der Museen in Luanda und Berlin, auf einen Workshop zur Konservierung und Restaurierung sowie auf die Übersetzung historischer, ethnografischer Dokumente ins Portugiesische. Gemeinsam mit Angehörigen aus den Herkunftsgesellschaften der Objekte sollen Künstlerinnen und Künstler aus Angola und Deutschland ein Projekt zur Geschichte der Sammlungen und der Objekte entwickeln.
 
Der Präsident des Goethe-Instituts Klaus-Dieter Lehmann begrüßt die Initiative mit großem Nachdruck: „Mit dem sehr konkreten Aktionsplan, den die Partner gemeinsam ausgearbeitet haben, hat diese Zusammenarbeit eine Perspektive, die Beispiel gebend sein kann. Es ist ein weiteres Projekt zu Geschichte und Zukunft von kolonialen Fragen, die das Goethe-Institut unterstützt. Hier kann es auch seine langjährige Erfahrung einbringen, Plattformen des kritischen und konstruktiven Austausches zu ermöglichen und Akteure aus ganz unterschiedlichen Ländern und Disziplinen zusammenzubringen.“
 
Hermann Parzinger betonte das breite Spektrum an Aufgaben, die gemeinsam in Angriff genommen werden sollen: „Wir wollen im Rahmen unserer Möglichkeiten die angolanischen Museen bei ihren vielen Aufgaben unterstützen. Die Geschichte der Sammlungen in Angola und Berlin ist durch Forscher des 19. und des 20. Jahrhunderts eng miteinander verflochten. Auf der Basis dieser gemeinsamen Geschichte suchen wir neue Wege in die Zukunft mit gemeinsamer Forschung, auch zu den Provenienzen, Weiterbildung und Capacity Building. Im Museumsbereich hat eine neue Zeit der deutsch-angolanischen Zusammenarbeit begonnen.“
 
Die Kooperation des Goethe-Instituts Angola mit den ethnologischen Museen in Berlin und Luanda geht aus einer Kooperation der Botschaften Deutschlands und Frankreichs in Luanda, der Alliance Française und des Goethe-Instituts Angola hervor. In diesem Rahmen hatte im Mai 2018 in Luanda bereits ein vorbereitender Workshop der Partner stattgefunden. Nun legten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller beteiligten Institutionen in einem zweiten Workshop, der vom 26. bis zum 30. November 2018 auf Einladung des Goethe-Instituts am Ethnologischen Museum (Staatliche Museen zu Berlin) stattfand, die Ziele ihrer Zusammenarbeit fest.
 
Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Mit 159 Instituten in 98 Ländern fördert es die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein aktuelles Deutschlandbild.


KONTAKT

Dr. Jessica Kraatz Magri
Bereichsleitung Kommunikation und
Pressesprecherin
Goethe-Institut e.V.
Tel.: +49 89 15 921 249
Jessica.KraatzMagri@goethe.de
 
Gabriele Stiller-Kern
Leiterin
Goethe-Institut Angola
Tel.: +244 929 247 355
Gabriele.stillerkern@goethe.de
 
Ingolf Kern
Direktor der Abteilung Medien und
Kommunikation
Stiftung Preußischer Kulturbesitz
+49 30 266 411 440
i.kern@hv.spk-berlin.de
Top