Kipp-Punkt 2.0
OPEN CALL

kipp-punkt-2 © Viktoriya Staykova

Offene Ausschreibung für kuratorische Projekte


Das Goethe-Institut Bulgarien lädt zur Einreichung von kuratorischen Projekten ein, die 2027 im Galerieprogramm des Instituts ca. 6 Wochen präsentiert werden sollen. Bewerber*innen können Kurator*innen, Künstler*innen, Forscher*innen oder andere Personen aus dem Kulturbereich sein.
Das Ziel der zweiten Ausgabe von „Kipppunkt“ ist es, den Galerieraum des Instituts als offene Plattform für Künstler*innen und Teams zu etablieren, deren Ideen einen Dialog zu wichtigen Themen der heutigen Gesellschaft anstoßen. Kipppunkt 2.0 setzt zwei thematische Schwerpunkte:

1)    Erinnerungskultur

Wir laden ein zur kritischen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, mit der Rolle des individuellen und kollektiven Gedächtnisses, mit (un)bekannten Archiven. Es geht uns um die Relevanz von Erinnerung für die Gegenwart oder auch für die Zukunft. Und darum, einen Diskussionsraum zu öffnen für ein komplexes und vielschichtiges Verständnis von Erinnerung.

Projekte können folgende Aspekte und Themen aufgreifen, müssen sich jedoch nicht darauf beschränken:
  • Archive als Material für kritische Forschung;
  • Auslöschung und Verfälschung von Erinnerung;
  • Erbe totalitärer Regime und politischer Gewalt;
  • Persönliche, familiäre und gemeinschaftliche Geschichten im Spiegel historischer Prozesse;
  • Erinnerung und ihr Einfluss auf Vorstellungen von Gegenwart und Zukunft.

2)    Gesellschaftliche Debatten

Wir laden ein zu einem Resonanzraum über aktuelle gesellschaftliche bzw. sozialpolitische Debatten. Es geht uns um einen kritischen Blick auf soziale Ungerechtigkeiten, auf Formen von Diskriminierung und Homophobie, auf Desinformation und ihre Auswirkungen, auf neue Formen von Abhängigkeiten wie z.B. von sozialen Netzwerken und weitere Themen.

Projekte können folgende Themen aufgreifen, müssen sich jedoch nicht darauf beschränken:
  • Herausforderungen für demokratische Prozesse und die Zivilgesellschaft;
  • Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung, Feminismus sowie die Rechte und Sichtbarkeit der LGBTQIA+-Gemeinschaft;
  • Jugendkulturen
  • Inklusion und Teilhabe

Bewerbung

Bewerber*innen benennen eine Person, die die Verantwortung für das kuratorische Konzept und das Projektmanagement übernimmt. Selbst-kuratierte Projekte können sich nicht bewerben. Im Rahmen des Projektes wird mindestens eine öffentliche Begleitveranstaltung durchgeführt (z. B. Gespräch, Vortrag, Diskussion oder Performance).

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen bis 30.09.2026 per E-Mail an Kulturna-Programa-sofia@goethe.de und fügen Sie folgende Dokumente bei:
  1. Beschreibung des Ausstellungskonzepts und des vorgeschlagenen Projekts (maximal 600 Wörter) + visuelle Referenzen (sofern möglich)
  2. Portfolio sowie Lebensläufe (CV) der Kurator*innen und der vorgeschlagenen Künstler*innen.
  3. Projektbudget in Höhe von maximal 3.000 Euro.

Auswahlkriterien

  • Klar formuliertes Ausstellungskonzept für eine Einzel- oder Gruppenausstellung;
  • Originalität des kuratorischen Konzepts in Bezug auf die thematischen Schwerpunkte
  • Präsentation neuer Arbeiten, die bisher noch nicht in Bulgarien gezeigt wurden
  • Nachvollziehbare Zeitplanung (Produktion, Aufbau, sechswöchige Ausstellungszeit inkl. Begleitevent) und vollständige Budgetplanung
  • Bevorzugt werden Bewerbungen von Personen oder Teams, die am Anfang ihrer Laufbahn sind, oder deren Arbeiten bislang selten öffentlich gezeigt wurden

Zeitplan

Bewerbungsfrist
30. September 2026

Auswahlverfahren
30. September – 20. Oktober 2026
Bei Bedarf werden mit den Finalist*innen Gespräche geführt. Es werden bis zu zwei Projekte ausgewählt.

Kontakt für Rückfragen

Kulturna-Programa-sofia@goethe.de