UNRULY MIRRORS: zwischen Haut und Haltung
Das Projekt
„UNRULY MIRRORS" nimmt Schönheitssalons in Ost- und Zentralasien als ambivalente Räume in den Blick: als Orte der Reproduktion normativer Ideale–und zugleich als Möglichkeitsräume für Intimität und subversiven Widerstand. Die dort produzierten Schönheitspraktiken sind nie neutral. Sie spiegeln gesellschaftliche Normen, ökonomische Zwänge und kulturelle Narrative und sind tief in koloniale, patriarchale und klassistische Strukturen eingebettet. Sie beeinflussen nicht nur Selbstbilder, sondern auch gesellschaftliche Teilhabe und das Gefühl von Selbstwirksamkeit.
„UNRULY MIRRORS" fragt: Was geschieht, wenn wir diese Normen sichtbar machen und sie im transkulturellen, feministischen Dialog kritisch befragen? Wie lassen sich ästhetische Praktiken als Formen der Selbstbestimmung neu denken?
Mit einem Open Call laden die Goethe-Institute in Almaty, Seoul, Peking, Hongkong, Tokyo, der Ulan Bator und Taschkent Kunstschaffende ein, Werke oder geplante Projekte einzureichen. Eine international besetzte Jury wählt sieben Positionen aus – pro Standort eine – die gefördert und die Möglichkeit haben, in einer gemeinsamen Wanderausstellung präsentiert zu werden.
Begleitet wird die Ausstellung von einem vielfältigen Rahmenprogramm mit Gesprächen, Workshops, Filmvorführungen, Lesungen und Performances. Wo möglich, wird dieses Programm in einem temporären Pop-Up-Schönheitssalon realisiert–einem Raum, der bestehende Schönheitsnormen zeigt, hinterfragt und alternative Narrative erfahrbar macht.
Digitale Formate erweitern das Projekt in den virtuellen Raum, publizistisch wird es vom Missy Magazin, ein deutsches feministisches Magazin, das Popkultur, Kunst und Politik aus einer intersektionalen Perspektive verbindet und Künstlerinnen eine Plattform für kritische, zeitgenössische und gesellschaftlich relevante Arbeiten bietet, begleitet.
Abschließend werden Positionen und Erfahrungen in Deutschland präsentiert.
"UNRULY MIRRORS: zwischen Haut und Haltung" entsteht in Zusammenarbeit der Goethe-Institute in Almaty, Hong Kong, Peking, Seoul, Usbekistan, Tokyo und Ulan Bator.
Bitte finden Sie ausführliche Informationen auf der Projektseite.