Paroxa & Florian Borchmeyer

Eine menschliche Figur in einer schwarzen Kochjacke hält mehrere Zwiebeln in den Händen, während ihr Kopf durch eine große Zwiebel ersetzt ist. Der Hintergrund ist düster und malerisch. Über dem Bild steht der Text: “Paroxa presenta EL BODEGÓN DE LAS CEBOLLAS. Una Partitura Lagrimal”. © Paroxa

Datum: Februar – März 2026
Projekt: El bodegón de las cebollas [Im Zwiebelkeller]

Im Zwiebelkeller ist eine Eigenproduktion der Theatergruppe Paroxa, basierend auf dem gleichnamigen Kapitel in Günter Grass' Roman Die Blechtrommel. Bei dieser Produktion wird Paroxa vom Goethe-Institut unterstützt und dramaturgisch von Florian Borchmeyer beraten.
 

Über die Residenz

»Fertig, Achtung, los!« rief er, riß das Tuch vom Korb, griff hinein in den Korb, verteilte, teilte aus, streute unters Volk, war der milde Geber, versorgte seine Gäste, gab ihnen Zwiebeln, Zwiebeln, wie man sie goldgelb und leicht stilisiert auf seinem Shawl sah, Zwiebeln gewöhnlicher Art, Knollengewächse, keine Tulpenzwiebeln, Zwiebeln, wie sie die Hausfrau einkauft, Zwiebeln, wie sie die Gemüsefrau verkauft, Zwiebeln, wie sie, mehr oder weniger getreu abgemalt, auf den Stillleben holländischer Kleinmeister zu sehen sind, solche und ähnliche Zwiebeln verteilte der Wirt Schmuh unter seine Gäste, bis alle die Zwiebeln hatten, bis man nur noch die Kanonenöfen bullern, die Karbidlampen singen hörte.
Günter Grass - Die Blechtrommel
Die Theatergruppe Paroxa arbeitet im Goethe-Institut Madrid an ihrer neuen Produktion El bodegón de las cebollas. Sie öffnen hier zum ersten Mal die Türen zu ihrem besonderen bodegón, ihrem Zwiebelkeller.

Am 23. März 2026 wird der Saal des Goethe-Instituts, wie schon so oft in den letzten Monaten, zu einem Ort, an dem Menschen aller Art Zwiebeln schneiden, um zu weinen und sich auszudrücken. Bei Ankunft werden Sie den Zwiebelkeller in seiner ganzen Pracht und besonderen Atmosphäre erleben: an einem Samstag, dem Tag mit dem größten Andrang. Anschließend werden wir, aus nächster Nähe, beobachten können, was passiert, wenn der Keller am Sonntag seine Türen schließt, ohne Zwiebeln, aber mit dem gleichen Bedürfnis, sich mitzuteilen und auszudrücken.
 

Über die Künstler*innen

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