Freitag, 23.01.2026 | 19 Uhr
My home / no home
Zeitgenössischer Tanz - offene Probe|Ein Stück von Nazareth Panadero & Michael Strecker
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Goethe-Institut Madrid, Madrid
- Preis Eintritt frei
Das Projekt nahm im vergangenen Sommer in Granada Gestalt an, wo sie einen künstlerischen Forschungsprozess begannen. Dort stellten sich Fragen nach Identität, Zugehörigkeit, Erinnerung und Verantwortung gegenüber einer Welt, die immer komplexer wird. Durch Bewegungen, Texte und Szenen begannen sie, Material zu sammeln, das zu einem neuen Bühnenstück werden soll.
Das Stück greift Themen wie Angst, Hoffnung, Sehnsucht und die Frage auf, wie Künstler in einer von Krisen und globalen Spannungen geprägten Zeit weiter kreativ sein können. Das Ergebnis, das sich noch in der Entwicklung befindet, soll einen menschlichen und zeitgenössischen Blick aus der Erfahrung zweier Interpreten bieten, die sich weiterhin mit ihrem Platz in der Welt und dem Beitrag, den der Tanz heute leisten kann, auseinandersetzen.
Tanz: Nazareth Panadero & Michael Strecker
Video: Janusz Subicz
Lichtdesign: Lutz Deppe
Kostüme: COS
Produktion: Isabel González
ein paar worte zu...
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Nazareth Panadero (Madrid, 1955) zählt zu den prägendsten Persönlichkeiten des zeitgenössischen Tanzes und gilt als zentrale Figur des Tanztheaters Wuppertal von Pina Bausch, dem sie 1979 beitrat und in dem sie über vier Jahrzehnte hinweg eine außergewöhnliche künstlerische Laufbahn entwickelte. Nach ihrer Ausbildung im klassischen Tanz in Madrid und Zaragoza begann sie ihre berufliche Tätigkeit in Frankreich, bevor sie in Deutschland internationale Anerkennung erlangte.
Berühmt für ihre unverwechselbare Bühnenpräsenz, ihren feinen Humor und ihre besondere Ausdruckskraft, wurde sie aufgrund ihres präzisen und charakteristischen Stils häufig mit Buster Keaton verglichen. Zu ihren markantesten Rollen bei Pina gehören Café Müller, Palermo Palermo, Nur Du, Vollmond oder Sweet Mambo. Darüber hinaus war sie an bedeutenden Filmproduktionen beteiligt, darunter Pedro Almodóvars Hable con ella sowie Wim Wenders’ Dokumentarfilm Pina.
Für ihr herausragendes künstlerisches Schaffen wurde Panadero vielfach ausgezeichnet: Sie erhielt unter anderem den Premio Andorra, den Premio Nacional de Danza und die Medalla de Oro al Mérito en las Bellas Artes – Auszeichnungen, die ihre zentrale Bedeutung für die internationale Kulturlandschaft eindrucksvoll bestätigen. -
Michael Strecker (Hannover, 1966) ist ein profilierter deutscher Tänzer und Choreograf, der seit 1997 zu den prägenden Mitgliedern des Tanztheaters Wuppertal zählt. Seine Tanzausbildung begann vergleichsweise spät – erst im Alter von 17 Jahren – und führte ihn zunächst an die Städtischen Bühnen Osnabrück, wo er seine ersten professionellen Erfahrungen sammelte. Anschließend tanzte er sieben Jahre in der Dansgroep Krisztina de Châtel in Amsterdam, einer prägenden Station, an der er einen Stil entwickelte, der für seine körperliche Präzision und große szenische Wandlungsfähigkeit bekannt ist.
Im Tanztheater Wuppertal hat Strecker ein umfangreiches Repertoire an Werken von Pina Bausch wie auch der nachfolgenden künstlerischen Leitungen gestaltet und interpretiert. Sein künstlerisches Wirken ist zudem in bedeutenden Filmproduktionen dokumentiert, darunter Wim Wenders’ Pina sowie Pedro Almodóvars Hable con ella.
Gemeinsam mit Nazareth Panadero verbindet Strecker eine langjährige und ausgesprochen fruchtbare künstlerische Kooperation. Zu ihren gemeinsamen Arbeiten zählen Ohlalá (2012) sowie mehrere Produktionen für UNDERGROUND am Tanztheater Wuppertal, darunter Clandestine (2013), Paar mit Hund (2016) und Two Die For (kein Krimi) (2019). Im Jahr 2022 präsentierten sie mit Vive y dejar vivir / Live and let live eine Koproduktion, die Two Die For und Mañana temprano miteinander vereint. -
Absolvent der Ballettschule in Warschau.
Zu Beginn seiner Karriere war er am Teatr Wielki (Großen Theater) in Warschau tätig. Später arbeitete er mit den Ensembles L’Opéra de Marseille, Ballet Théâtre Contemporain d’Angers, Nurkil Dance Company und Felix Blaska Dance Company. Von 1979 bis 1994 war er Mitglied des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch. Er wirkte in Stücken mit, die als wegweisend für die Ästhetik des Tanztheaters gelten, darunter Bandoneon, 1980, Palermo, Palermo, Walzer oder Nelken.
Seit 1994 arbeitet er selbstständig als Pädagoge, gibt Workshops und arbeitet mit Theatern auf der ganzen Welt zusammen. Er ist Gründer des Zentrums für kreatives Arbeiten in Jagniątków (Polen). -
Über acht Jahre arbeitete Lutz Deppe als Photograph mit Veröffentlichungen für diverse Labels wie Torofon, Wergo, Weltwunderrecords, Verlage wie DuMont, Prestel, Edition Cantz und Ausstellungen in Berlin, Köln, Hannover. Von 1989 bis 1992 war Lutz Deppe Hausphotograph am „Haus der Kulturen der Welt“ (Berlin). 1995 arbeitete er das erste Mal ausschließlich mit Licht.
Zusammen mit Susanne Linke entwickelte er die Lichtgestaltung für den Tanzfilm „Märkische Landschaften“. Danach folgte eine Assistenz bei Jean Kalman für die Opéra de Lyon, „Lenz“ von Wolfgang Rhim. Seitdem arbeitete er mit zahlreichen Choreographen, Regisseuren und Komponisten, u.a. Susanne Linke, Ingun Björnsgard, LaborGras, Robert Wilson, Yoshi Oida, Sara Ostertag, für verschiedene Opernhäuser wie z.B. English National Opera, Opera der Lyon, Komische Oper Berlin, Osloer Oper, New National Theater Tokyo, Tokyo Metropolitan Theater etc.
Mit der Produktion Yoshi Oidas „Die Zofen“ erhielt er in London den „Time out award for the best outstanding production of the year 2003“.
Lutz Deppe gibt Workshops im In- und Ausland, seit 2003 unterrichtet er u.a. an der Hochschule für Gestaltung und Kunst (Zürich), an der Universität der Künste (Berlin) undan der Norwegian Theater Akademy (Fredikstad).2017 wurde ein Bericht über seine Arbeit als Lichtdesigner im Theaterverlag veröffentlicht.
Ort
c / Zurbarán, 21
28010 Madrid
Spanien
Wir bitten um Pünktlichkeit. Nach Beginn der Vorstellung wird der Einlaß nicht mehr möglich sein.