Logo Goethe-Institut

Spanien Barcelona

|

19:00 Uhr

Europäische Perspektiven auf benachbarte Konflikte und Kulturen

Diskussionsrunde |Navid Kermani im Gespräch mit Ángeles Espinosa und Moussa Bourekba

  • Goethe-Institut Barcelona, Barcelona

  • Sprache Simultanübersetzung Deutsch - Spanisch
  • Preis Eintritt frei

Europa denkt_quadrat

Europa denkt_quer

Welche Wahrnehmung hat die europäische Öffentlichkeit von den angrenzenden Ländern im Osten und Südosten des Kontinents, und welche Rolle spielen diese Einschätzungen bei dem Umgang mit den aktuellen Krisen und Konflikten? Was können Literatur, Wissenschaft, Journalismus und die europäische Zivilgesellschaft zu einer partnerschaftlichen Bewältigung dieser geostrategischen Herausforderungen beitragen?

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Europa denkt“ begrüßen das Goethe-Institut Barcelona und die Asociación AMIGOS Goethe-Institut España einen der wichtigsten „public intellectuals“ Deutschlands, den Schriftsteller, Reporter und Orientalisten Navid Kermani. Als Sohn iranischer Eltern in Deutschland geboren, bereist Kermani, Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, seit Jahren verschiedene Krisenregionen, darunter die Ukraine, Gaza, den Iran und den Sudan.

Ausgehend von Kapiteln seines Reportagebandes “Entlang den Gräben” (2018), für den Kermani von Köln über Polen und die Ukraine bis in den Iran reiste, diskutiert er mit Moussa Bourekba, Wissenschaftler am öffentlichen Thinktank CIDOB, und Ángeles Espinosa, Journalistin bei „El País“ und langjährige Korrespondentin in verschiedenen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit CIDOB, dem Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Barcelona und dem Kreis deutschsprachiger Führungskräfte statt.

Ein großer Dank für die Unterstützung geht an den Freundeskreis Asociación AMIGOS Goethe-Institut España, insbesondere an seine Mitglieder:
BMW España  ·  Deutsche Bank  ·  Haribo España  ·  Monereo Meyer Abogados  ·  Allianz  ·  Dr. Frühbeck abogados  ·  Trumpf  ·  i-bau arquitectos  ·  Lime xl  ·  Deutsche Schule Madrid  ·  Deutschsprachige Evangelische Gemeinde Madrid  ·  Savitar Consulting, S.L.  ·  Kreis deutschsprachiger Führungskräfte · Silvana Buljan · Josef Fröhlingsdorf · Carsten Moser· Jacobo Pruschy

 

  • Navid Kermani (Siegen/Deutschland 1967) lebt als freier Schriftsteller in Köln. Er ist habilitierter Orientalist und Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie des Fußballklubs 1. FC Köln. Von 2000 bis 2003 war er Long Term Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin, von 2009 bis 2012 Senior Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen. Das Jahr 2008 verbrachte er als Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Er hielt die Poetikvorlesungen in Frankfurt, Göttingen und Mainz; Gastprofessor war er an der Universität Frankfurt, an der Kunsthochschule für Medien in Köln sowie am Dartmouth College in den Vereinigten Staaten. Als Reporter berichtet er immer wieder aus Kriegs- und Krisengebieten. Für seine Romane, Essays, Reportagen und Monographien erhielt Navid Kermani unter anderem den Kleist-Preis, den Hölderlin-Preis, den Joseph Breitbach-Preis, den Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels, den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 2024 den Thomas-Mann-Preis.Seine Bücher sind in zahlreiche Sprachen übersetzt.

  • Ángeles Espinosa (Logroño/Spanien 1962) ist eine der renommiertesten Expertinnen Spaniens für den Nahen und Mittleren Osten. Sie hat einen Master in internationalen Beziehungen der Johns Hopkins University in Washington DC und einen Bachelor in Journalismus der Universidad Complutense in Madrid. Nach ersten praktischen Erfahrungen in La Rioja berichtete sie für die Tageszeitung „El País“ als Korrespondentin aus Dubai, Teheran, Bagdad, Kairo und Beirut. In dieser Funktion begleitete sie die wichtigsten Ereignisse und interviewte zahlreiche Führungspersönlichkeiten im arabischen Raum. 2011 wurde sie nach fünf Jahren als Korrespondentin im Iran vom Regime des Landes verwiesen. Ihr Erfahrungen hat Ángeles Espinosa unter anderem in den Büchern “El tiempo de las mujeres” (über die Situation der Frauen im Nahen Osten), “El Reino del Desierto” (über Saudi-Arabien), “Días de Guerra” (über die Invasion im Irak 2003) verarbeitet. Aktuell schreibt sie wieder für „El País“ und kooperiert mit Universitäten und Thinktanks. 

  • Moussa Bourekba ist Wissenschaftler am CIDOB (Centre for International Affairs Barcelona) und Mitherausgeber der kürzlich dort publizierten Studie “Peace through strength? Questioning the Middle East’s (dis)order”. Er ist Dozent für Internationale Beziehungen an der Fakultät Blanquerna der Universitat Ramon Llull in Barcelona sowie an der Jurafakultät der Universitat de Barcelona. Er hat einen Masterabschluss in Internationalen Beziehungen der Universität Sciences Po Grenoble mit Spezialisierung auf den Mittelmeerraum und den Nahen Osten. Vor seinem Eintritt bei CIDOB war Moussa Bourekba Juniorforscher am Europäischen Institut für den Mittelmeerraum IEMed Barcelona. Außerdem arbeitete er als Berater für das IFRI (Institut Français des Relations Internationales) in Paris. Seine Forschungsschwerunkte bei CIDOB sind Internationale Beziehungen in der MENA-Region, Demokratisierungsprozesse in Nordafrika, die arabische Jugend, gewaltbereiter Extremismus, sowie Islamfeindlichkeit in Europa.