Donnerstag, 26.02.2026 | 19:30 Uhr

Europa denkt - Wenn Kultur (auch) Wirtschaft schafft

Gespräch|Perspektiven an der Schnittstelle von Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft

  • Goethe-Institut Madrid, Madrid

  • Sprache Deutsch und Spanisch mit Simultanübersetzung
  • Preis Eintritt frei
  • Teil der Reihe: Europa denkt

qr - Europa denkt - Wenn Kultur (auch) Wirtschaft schafft KI-generiertes Bild. Tool: Copilot

Europa denkt - Wenn Kultur (auch) Wirtschaft schafft KI-generiertes Bild. Tool: Copilot

Kulturelle Vielfalt ist nicht nur ein Ausdruck unserer Gesellschaft, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. In unserer nächsten Veranstaltung der Reihe Europa denkt, beleuchten Ferenc Csák (Kulturbetriebsleiter der Stadt Chemnitz und institutioneller Verantwortlicher, Chemnitz ECoC 2025) und Ricardo Díez Muiño (Leiter des Donostia International Physics Center, San Sebastian) wie Kultur Wertschöpfung schafft, Innovation fördert und regionale Entwicklung stärkt. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür lieferte zuletzt die Kulturhauptstadt Chemnitz oder auch RUHR.2010, die beide zeigen, wie kulturelle Impulse ganze Regionen wirtschaftlich beleben und nachhaltig transformieren können. Ebenso rückt die wachsende Maker-Kultur in den Fokus, deren kollaborative Arbeitsweisen und offene Innovationsprozesse sich zunehmend in betriebliche Strukturen integrieren und neue Formen der Zusammenarbeit ermöglichen. Kultur ist ein lebendiger, gemeinschaftlicher Prozess, der Wandel und Zusammenhalt ermöglicht und Gesellschaften zukunftsfähig macht. Gleichzeitig kann Kultur auch Motor für Wachstum bedeuten. Im Gespräch werden wir gemeinsam über aktuelle Trends, Herausforderungen und Chancen diskutieren. 

Ein großer Dank für die Unterstützung geht an den Freundeskreis Asociación AMIGOS Goethe-Institut España, insbesondere an seine Mitglieder:
BMW España  ·  Deutsche Bank  ·  Haribo España  ·  Monereo Meyer Abogados  ·  Allianz  ·  Schweizer Schule Madrid  ·  Dr. Frühbeck abogados  ·  Trumpf  ·  i-bau arquitectos  ·  Lime xl  ·  Deutsche Schule Madrid  ·  Deutschsprachige Evangelische Gemeinde Madrid  ·  Savitar Consulting, S.L.  ·  Kreis deutschsprachiger Führungskräfte · Silvana Buljan · Josef Fröhlingsdorf · Carsten Moser

Unsere Gäste

  • Ferenc Csák

    Geboren 1974 in Budapest, ist seit 2015 Amtsleiter des Kulturbetriebes der Stadt Chemnitz und Projektleiter der Stadt für die Umsetzung des Programms „Kulturhauptstadt Europas 2025“.  Zuvor war er Projektleiter (2016 bis 2020) für die erfolgreiche Bewerbung Chemnitz' im nationalen Wettbewerb um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“. 

    Nach seinem Studium der Kunstgeschichte und Politikwissenschaften an der Universität Regensburg hatte er verschiedene Führungspositionen im Kulturbereich in Ungarn inne. Unter anderem war Csák von 2006 bis 2010 Regierungsbeauftragter für die Umsetzung des Programms „Kulturhauptstadt Europas 2010” in Pécs, Ungarn, und gleichzeitig Staatssekretär für Kultur und internationale Beziehungen im Ministerium für Bildung und Kultur in Budapest. 

    Von 2010 bis 2012 war er Leiter der Ungarischen Nationalgalerie in Budapest und von 2010 bis 2011 Clore Fellow in London. Seit 2015 ist er Mitglied des Vorstands der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. und seit 2022 Mitglied des Goethe-Instituts. 

    Ganz wesentlich ist, dass Chemnitz 2025 nicht ein einjähriges Feuerwerk wird. Die entstandenen Strukturen [von Chemnitz 2025] sollten fortbestehen und die regionalen und städtischen Institutionen mit europäischen und überregionalen Kontakten in ihren Programmen weiter aufgewertet werden. Chemnitz 2025 wird eine Kulturregion aufbauen […] Es wird regionale Zusammenarbeit stattfinden und die Kommunen werden lernen, gemeinsam europäische Projekte zu planen und zu bewältigen. Das wird auch für die Kreativwirtschaft in der Region nachhaltige Effekte haben. Also Folge von Chemnitz 2025 wird die Stadt mit wichtigen internationalen Partnern besser vernetzt sein.
     

  • Ricardo Díez Muiño

    Seit 2013 leitet er das Donostia International Physics Center (DIPC), international anerkannte Institution auf dem Gebiet der Physikforschung, und ist Ikerbasque Research Professor. Seine Forschung konzentriert sich auf die Grenzen der Eigenschaften von Materie auf atomarer Ebene. Am DIPC wird unter seiner Leitung vor allem geforscht, aber auch geschaffen, gelehrt, geworben, geschrieben und die Vorstellungskraft genutzt. Díez Muiño betont immer wieder die Wichtigkeit der Freiheit in den Wissenschaften und setzt sich intensiv dafür ein, damit Institutionen in Wissenschaft und Forschung investieren. 

    Man spricht immer von zwei verschiedenen Disziplinen, den Naturwissenschaften und den Geisteswissenschaften, und wir vertreten unter anderem die Ansicht, dass die Naturwissenschaften auch Teil der Geisteswissenschaften sind, da sie eine ebenso menschliche Tätigkeit ist wie jede andere und ebenso wie die Philosophie oder die Literatur zum kulturellen Wachstum beiträgt.
     

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