Dienstag, 2. bis Freitag 6. Oktober 2017

Workshop DRAMATURGIE mit Andrea Koschwitz

Workshop|DRAMATURGIE: Struktur + Wirkung von Text und Theater

  • Nave 10, Naves Matadero - Centro Internacional de Artes Vivas, Madrid

  • Sprache Deutsch mit Konsekutivübersetzung
  • Preis Termine: Dienstag bis Donnerstag - 16-20 Uhr / Freitag - 10-14 Uhr
  • Teil der Reihe: Dramatik und die Wirkung des Wortes

Workshop_Andrea Koschwitz_Madrid_Okt.2017 (c) Andrea Koschwitz

Im deutschsprachigen Theaterraum gilt Dramaturgie als eine besondere künstlerische Profession, die Recherche, Analyse, Kreation und Vermittlung von Theaterstücken, Projekten und Interventionen auf einzigartige Weise zusammenführt. Im Workshop gilt es, dieses an Beispielen konkreter Theaterarbeit zu beschreiben und mit den eigenen Erzählungen und Erfahrungen der Workshop Teilnehmer an verschiedenen Stoffen konkret erfahrbar zu machen. Nach einer Einführung wird das dramaturgische Analyseverfahren den methodischen Schwerpunkt des Workshops bilden. Poetologische Fragestellungen und ästhetische Aktualisierungs- und Wirkungsstrategien werden in Hinblick auf ihre theoretische sowie ihre theaterpraktische Wirksamkeit erarbeitet. An den vier Tagen werden zu den konkreten Inszenierungen von  Heiner Müllers ZEMENT (Regie: Gotscheff), Goethes WERTHER (Regie: Jan Bosse)+ FAUST (Regie: Frank Castorf), Kleists HOMBURG (Regie. Armin Petras), sowie zur Münchner Inszenierungen von Euripides TROERINNEN und dem Projekt URTEILE zu den Verbrechen des NSU in Deutschland dramaturgische Tätigkeitsfelder sichtbargemacht.

 Zu denselben Terminen am Vormittag, findet eine Schreibwerkstatt mit der deutshen Dramatikerin Anne Lepper statt.

Veranstaltungen im Rahmen des Festivals "Dramaturgie und Wirkung des Wortes", das wir gemeinsam mit Naves Matadero ins Leben gerufen haben, um der Bedeutung der Worte in allen künstlerischen Disziplinen einen Arbeitsraum zu geben.
Der Dank gilt auch Nuevo Teatro Fronterizo, die mit ihrer Expertise zur Realisisierung des Projektes beigetragen haben.

 

Andrea koschwitz

Andrea Koschwitz (200x200 px) / Foto: Thomas Aurin © Andrea Koschwitz | Foto: Thomas Aurin Diplom-Theaterwissenschaftlerin und Dramaturgin in Berlin und München. Seit 1984 Theaterarbeit als Schauspieldramaturgin in Karl-Marx-Stadt/Chemnitz, Schwerin und an der Berliner Schaubühne. Ab 1998 arbeitete sie in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz unter anderem mit Frank Castorf, Christoph Marthaler und Dimiter Gotscheff zusammen. Sie war Chefdramaturgin am Staatsschauspiel Dresden und am Maxim Gorki Theater Berlin und dort unter anderem Dramaturgin von Johann Wolfgang von Goethes Werther (Regie: Jan Bosse) und Heinrich von Kleists Prinz Friedrich von Homburg (Regie: Armin Petras) sowie für die Leitung der Projekte Kloster der Wut (2007), Rebellion und Melancholie (2008) und Über Leben im Umbruch(2010) verantwortlich. Seit 2013 ist sie Dramaturgin am Residenztheater München, unter anderem von Heiner Müllers Zement (Regie: Dimiter Gotscheff), Frank Castorfs „Svejk, Horvaths „Glaube Liebe Hoffnung“ (Regie. David Bösch) und Bergmans „Schlangenei“ ( Regie: Anne Lenk). Seit 2002 Lehraufträge für Dramaturgie an der Freien Universität Berlin, den Universitäten Wien und Salzburg sowie der Otto Falkenberg Schule München, der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin, Abteilung Schauspielregie, sowie der Akademie der Darstellenden Künste Ludwigsburg.