Movements Moments
Über das Projekt

Movement and Moments ©

Das Projekt „Movements and Moments” des Goethe-Instituts widmet sich indigenen feministischen Aktivismen aus dem Globalen Süden im Comicformat. 

Die Narrative des Feminismus werden nach wie vor aus einer überwiegend weißen, westlichen Perspektive geschrieben. Während feministische Positionen aus dem globalen Norden in einem patriarchalen Mainstream immer noch marginalisiert werden, gilt dies in einem viel stärkeren Ausmaß auch für feministische Bewegungen aus dem globalen Süden. Es ist nur wenig Wissen zu diesen Bewegungen in großen Onlineenzyklopädien wie Wikipedia zugänglich und selbst in den jeweiligen Heimatregionen dieser feministischen Aktivist*innen werden ihre Leistungen oft nicht archiviert, weil die Ressourcen zu knapp sind oder ihre Forderungen nicht thematisiert werden.  

Das vom Goethe-Institut Jakarta initiierte Projekt „Movements and Moments - Feminist Generations (Bewegungen und Momente - Feministische Generationen)“ hat zum Ziel, diese Geschichten, Aktivismen und Protagonist*innen sichtbar zu machen, indem sie im niederschwellig zugänglichen Format von Comics erzählt werden. Durch die Betonung einer indigenen feministischen Perspektive, die oft mit dekolonialen Kämpfen und emanzipatorischen Ansätzen der Nachhaltigkeit verbunden ist, wollen wir einen der am stärksten vernachlässigten Aspekte feministischer Proteste in den Mittelpunkt stellen. Zudem möchte dieses Projekt reflektieren, wie diese oft wenig wahrgenommenen Kämpfe Vorbilder für feministische Bewegungen weltweit sein könnten. Indem wir diese Geschichten aus verschiedenen Kontinenten veröffentlichen und in einen Dialog miteinander bringen, hoffen wir, das Interesse an der Archivierung und Vermittlung nicht-westlicher feministischer Bestrebungen weiter anzuregen.

2019 hatten wir zur Teilnahme aufgerufen und die überwältigende Anzahl von 218 Bewerbungen von 352 Teams oder Solokünstler*innen aus 42 Ländern erhalten. Die Jurymitglieder Aua Mendes (indigene Trans-Künstlerin und Feministin aus Brasilien), Johann Ulrich (Deutscher Comicverleger), Maya (Goethe-Institut Indonesien), Sonja Eismann (Herausgeberin des feministischen Magazins Missy Magazine) und Urvashi Butalia (Leiterin des indischen feministischen Verlags Zubaan Books) haben 16 Geschichten aus 14 Ländern 16 ausgewählt, in denen es um wichtige Themen wie Öko-Aktivismus, den Kampf um Bildung und um Rechte der LGBTIQA+ Gemeinde geht. Zwei renommierte Comic-Künstlerinnern, Amruta Patil aus Brasilien und Nacha Vollenweider aus Argentinien, haben die Gruppe dabei als Mentorinnen begleitet und sie bei ihrer Arbeit unterstützt. Einige Geschichten werden 2022 auf Deutsch und Englisch bei ausgewählten Verlagen erscheinen, einige werden auch auf Englisch auf dieser Website auf Englisch bzw. der Muttersprache der Autor*innen veröffentlicht werden.

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