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16:00–17:30 Uhr

Pixel der Vergangenheit: Zum Stand der Digitalisierung

Podiumsdiskussion|Digital Discourses

  • Auditorium des Pusat Dokumentasi Sastra H. B. Jassin

  • Sprache Indonesisch mit simultan Übersetzung (Englisch)
  • Preis Kostenlos
  • Teil der Reihe: Digital Discourses 2026

Pixel der Vergangenheit: Zum Stand der Digitalisierung © Goethe-Institut Indonesien - Each Other Company

Pixel der Vergangenheit: Zum Stand der Digitalisierung © Goethe-Institut Indonesien - Each Other Company

Kulturelles Erbe—sowohl das Materielle (Manuskripte, Archive, Artefakte, Kulturdenkmäler) als auch das Immaterielle (mündliche Traditionen, Rituale, Sprachen, Wissenssysteme)—trägt kollektive Erinnerungen und gemeinsame Identitäten in sich. In der Regel konzentrieren sich Bemühungen zur Bewahrung kulturellen Erbes auf die physische Erhaltung und die institutionelle Verwaltung. Mit der rasanten Entwicklung digitaler Technologien haben sich jedoch die Wege, kulturelles Erbe zu dokumentieren, zugänglich zu machen, zu interpretieren und zu teilen, grundlegend verändert.

Die Digitalisierung ist längst nicht mehr nur eine Ergänzung. Ihr Einfluss darauf, wie kulturelles Erbe gestaltet, verbreitet und interpretiert wird, wächst stetig. Durch digitale Plattformen ist der Zugang zu kulturellem Erbe nicht mehr durch geografische oder administrative Grenzen beschränkt, wodurch sich neue Möglichkeiten für Forschung, Zusammenarbeit und öffentliche Beteiligung eröffnen. Gleichzeitig bringt die Digitalisierung auch strukturelle Herausforderungen mit sich, von technologischer Abhängigkeit und eingeschränktem Zugang zur Infrastruktur über Fragen der Datenverwaltung bis hin zu ethischen Problemen im Zusammenhang mit Eigentum und Repräsentation.

In Indonesien ist die Digitalisierung ungleichmäßig vorangeschritten. Einige nationale Institutionen und verschiedene Initiativen haben integrierte Programme und digitale Repositorien entwickelt, während viele regionale Einrichtungen und gemeinschaftsbasierte Sammlungen mit begrenzten Ressourcen, eingeschränkten technischen Kapazitäten oder unzureichender langfristiger Erhaltungsplanung arbeiten. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche Zeugnisse der Zivilisation, die bislang noch gar nicht digital erfasst wurden oder nur schwer in digitaler Form zugänglich sind.
 
Diese Veranstaltung dient als Auftakt zur Entwicklung von Ideen und Strategien, indem sie ein gemeinsames Verständnis über den Umfang des kulturellen Erbes im physischen wie im digitalen Kontext aufbaut. Zudem werden der aktuelle Stand der Digitalisierungsbemühungen auf verschiedenen Ebenen untersucht, strukturelle Lücken identifiziert und nationale Entwicklungen mit breiteren regionalen und globalen Trends im Bereich des digitalen Kulturerbes verglichen.