Kakehashi-Literaturpreis

Der Kakehashi-Literaturpreis wird seit 2013 alle zwei Jahre durch das Goethe-Institut Tokyo und das Unternehmen Merck KGaA verliehen, um die deutschsprachige Gegenwartsliteratur und ihre Übersetzungen in Japan zu fördern.

Kakehashi-Literaturpreis 2024

Kakehashi-Literaturpreis 2024 © Goethe-Institut Tokyo

Der diesjährige Kakehashi-Literaturpreis geht an Robert Menasse und die japanische Übersetzerin Dr. Tomoko Fukuma für den Roman „Die Hauptstadt“. Darüber hinaus vergibt die Jury erstmals einen Förderpreis an einen Nachwuchsübersetzer. Die mit insgesamt 20.000 Euro dotierte Auszeichnung wird im Oktober 2024 im Rahmen des „Europäischen Literaturfestivals“ in Tokyo verliehen.

Über den Kakehashi-Literaturpreis

Der Preis wird seit 2013 alle zwei Jahre ausgelobt. Die Übersetzer*innen schlagen dabei deutschsprachige Autor*innen zur japanischen Übersetzung vor, deren literarische Werke sich mit Themen der Gegenwart auseinandersetzen. Der mit insgesamt 20.000 Euro dotierte Kakehashi-Literaturpreis dient der Auszeichnung herausragender Autor*innen, deren literarische Arbeit für eine japanische Leserschaft entdeckt werden soll, aber auch den Übersetzer*innen und Verleger*innen für ihre besondere Rolle im kulturellen Austausch.

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, ist in den Bereichen Life Science, Healthcare und Electronics tätig. Rund 63.000 Mitarbeitende arbeiten daran, im Leben von Millionen von Menschen täglich einen entscheidenden Unterschied für eine lebenswertere Zukunft zu machen. Der Kakehashi-Literaturpreis ist einer der Literaturpreise, mit denen das Unternehmen Literaturförderung weltweit unterstützt.

Das Goethe-Institut e.V. ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Es fördert die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein umfassendes Deutschlandbild. Seit 70 Jahren eröffnen wir den Zugang zur deutschen Sprache und Kultur und engagieren uns für den partnerschaftlichen Dialog mit den Zivilgesellschaften unserer Gastländer. Damit schaffen wir nachhaltiges Vertrauen in unser Land. Die Arbeit des Goethe-Instituts wird vom Auswärtigen Amt unterstützt und erfolgt eigenverantwortlich sowie parteipolitisch ungebunden. Rund ein Drittel seines Budgets erwirtschaftet das Goethe-Institut durch Einnahmen aus Sprachkursen und Prüfungen selbst. Derzeit verfügt das Goethe-Institut über 151 Institute in 98 Ländern, davon 12 Goethe-Institute in Deutschland.

Die nächste Ausschreibung des Kakehashi-Literaturpreises wird im Herbst 2025 erfolgen.

Preise der vergangenen Jahre

Preisträger*innen Kakehashi-Literaturpreis 2022 © © Goethe-Institut Tokyo Preisträger*innen Kakehashi-Literaturpreis 2022 © Goethe-Institut Tokyo
Der diesjährige Kakehashi-Literaturpreis geht an den Schriftsteller Artur Becker und die japanische Übersetzerin Dr. Tsuzuko Abe. Unter sieben Einreichungen hat die Jury Artur Beckers Roman "Drang nach Osten" ausgewählt.

Kakehashi-Literaturpreis 2020: Kruso, Lutz Seiler ©   Kakehashi-Literaturpreis 2020: Kruso, Lutz Seiler
Der diesjährige Kakehashi-Literaturpreis geht an den deutschen Schriftsteller Lutz Seiler und den japanischen Übersetzer Jisung Kim. Unter 17 Bewerbungen fiel die Entscheidung der Jury auf „Kruso“, den Debütroman von Lutz Seiler.

2018年の受賞者、作家クレメンス・J・ゼッツ氏と翻訳者犬飼彩乃氏 © © Goethe-Institut Tokyo, Yohta Kataoka 2018年かけはし文学賞 © Goethe-Institut Tokyo, Yohta Kataoka
Unter den sieben Bewerbungen fiel die Entscheidung der Jury des Merck-Kakehashi-Literaturpreises auf den österreichischen Autor Clemens J. Setz und seine japanische Übersetzerin Ayano Inuakai, die den vieldiskutierten Roman „Indigo“ von Clemens J. Setz zur Übersetzung vorgeschlagen hat.

Kakehashi-Literaturpreis 2016 © © Goethe-Institut Tokyo, Yohta Kataoka Kakehashi-Literaturpreis 2016 © Goethe-Institut Tokyo, Yohta Kataoka
Unter vierzehn Bewerbungen fiel die Entscheidung der Jury des Merck-Kakehashi-Literaturpreises in diesem Jahr einstimmig auf Ilma Rakusas Erinnerungspassagen Mehr Meer und ihren Übersetzer, Fuminari Niimoto.

2014 ging der Kakehashi-Preis an Arno Schmidts "Seelandschaft mit Pocahontas", das von Jun Wada übersetzt wurde. © © Goethe-Institut Tokyo Kakehashi-Literaturpreis 2014 © Goethe-Institut Tokyo
Unter sechzehn Bewerbungen fiel die Entscheidung der Jury des Merck-Kakehashi-Literaturpreises (jetzt: "Kakehashi-Literaturpreis") einstimmig auf Arno Schmidts experimentelle Erzählung Seelandschaft mit Pocahontas und seinen Übersetzer, Jun Wada.
Merck und das Goethe-Institut verliehen im Herbst 2014 erstmals den Merck-Kakehashi-Literatur- und Übersetzungspreis (jetzt: "Kakehashi-Literaturpreis"). Ausgezeichnet werden deutsche Autoren, deren literarische Arbeit für eine japanische Leserschaft entdeckt werden soll.

Kontakt

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Tel.: 03-3584-3203
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