Lesung Durs Grünbein: Gedächtnis der Städte

Dresden 1920 © Durs Grünbein

Di, 12.09.2017

Goethe-Institut Tokyo, Bibliothek

Anfahrtsbeschreibung
7-5-56 Akasaka, Minato-ku, 2. Stock
107-0052 Tokyo

Von Tokyo bis Los Angeles, von Hiroshima bis Dresden – welchen Stellenwert nimmt individuelles und kollektives Erinnern innerhalb urbaner Lebensformen ein? Wo sind die Spuren früherer und späterer Schicksalsschläge und wer nimmt diese Spuren wahr? Welche Aufgabe erfüllt die Dichtung im Umgang mit Erinnerung? Lesung und Gespräch mit dem Lyriker und Essayisten Durs Grünbein.

Anlässlich der im vergangenen Jahr erschienenen japanischen Übersetzung ausgewählter Gedichte und Prosaschriften Durs Grünbeins, die Yuji Nawata herausgegeben hat, wird der Dichter einige seiner Texte vorstellen, die sich mit dem Thema Erinnerung beschäftigen. Die darauffolgende Diskussion untersucht Im die Rolle des Gedächtnisses angesichts globaler Katastrophen. Die tiefe Auseinandersetzung des Autors mit den Möglichkeiten und Grenzen der Literatur im Umgang mit Erinnerung bietet fruchtbare Anknüpfungspunkte für das Gespräch. Die Lesereise von Durs Grünbein entstand in Zusammenarbeit mit dem Forschungsprojekt JSPS KAKENHI Nr. JP25370372 und wird mit weiteren Veranstaltungen an der Tokyo Universität und der Kyushu Universität fortgesetzt.


 

Durs Grünbein © Durs Grünbein Durs Grünbein wurde am 9. Oktober 1962 in Dresden geboren. Nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs führten ihn Reisen durch Europa, nach Südostasien und in die Vereinigten Staaten. Paris, Toronto, Wien, New York, Los Angeles zählten u.a. zu seinen Aufenthaltsorten. Seit den späten 80er Jahren hat er eine Vielzahl von Gedichten und Aufsätzen verfasst und wurde 1995 mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Zu seinen weiteren Ehrungen gehören der Orden „Pour le Mérite für Wissenschaft und Künste“ und das Große Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland. Der Dichter, Essayist und Übersetzer lebt in Berlin und Rom.

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