Veranstaltungsreihe

9. und 10. Oktober 2026

Rosa von Praunheim - Pionier des queeren Kinos in Deutschland

Filmreihe|Kreativität und Kampfgeist

Rosa von Praunheim - Pioneer of Queer Cinema in Germany © missing FILMs

Rosa von Praunheim - Pionier des queeren Kinos in Deutschland © missing FILMs

Rosa von Praunheim (1942–2025), geboren als Holger Mischwitzky, war Filmregisseur, Autor und einer der wichtigsten Wegbereiter der Schwulen- und Lesbenbewegung im deutschsprachigen Raum. Sein Künstlername Rosa bezieht sich auf den rosa Winkel, welchen Homosexuelle in Nazi Konzentrationslagern tragen mussten. Mit mehr als 150 Filmen prägte er über fünf Jahrzehnte das queere Kino und verband Kunst konsequent mit politischem Aktivismus. Auch später blieb Praunheim eine polarisierende, aber zentrale Stimme des queeren Aktivismus. Seine Arbeiten zu AIDS, Erinnerungspolitik und Sichtbarkeit machten ihn zu einer Schlüsselfigur kultureller Emanzipation in Deutschland.

In Erinnerung an den im letzten Jahr verstorbenen Filmemacher zeigt das Goethe-Institut Tokyo zwei seiner frühen Filme „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ und „Die Bettwurst“ erstmals mit japanischen Untertiteln. Zusammen mit den Filmen „Anita, Tänze des Lasters“ und „Underground and Emigrants“ geben die Filme einen kleinen Einblick in das umfassende Schaffen des vielseitigen Künstlers und LGBTQ-Aktivisten.

Filmografie (Auswahl)
1971 Die Bettwurst
1971 Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation in der er lebt; Dokumentarfilm 
1976 Ich bin ein Antistar. Das skandalöse Leben der Evelyn Künneke; Dokumentarfilm 
1978 Tally Brown, New York; Dokumentarfilm 
1981 Unsere Leichen leben noch; Dokumentarfilm 
1983 Stadt der verlorenen Seelen (The City of Lost Souls); Dokumentarfilm 
1984 Horror Vacui 
1985 Ein Virus kennt keine Moral 
1987 Anita – Tänze des Lasters 
1989 Überleben in New York; Dokumentarfilm · Schweigen = Tod (Silence = Death); Dokumentarfilm 
1992 Ich bin meine eigene Frau (I Am My Own Woman); Dokumentarfilm 
1996 Neurosia – 50 Jahre pervers 
1999 Der Einstein des Sex (The Einstein of Sex) 
2002 Tunten lügen nicht; Dokumentarfilm 
2005 Dein Herz in meinem Hirn 
2011 Die Jungs vom Bahnhof Zoo; Dokumentarfilm 
2015 Härte 
2022 Rex Gildo – Der letzte Tanz (Rex Gildo – The Last Dance); Dokumentarfilm 
2024 Dreißig Jahre an der Peitsche (Twenty Years at the Whip); Dokumentarfilm 
2025 Satanische Sau (Satanic Sow); Dokumentarfilm
 

Veranstaltungen

  • Jan Künemund: Lecture zu Rosa von Praunheim

    Lecture | Kreativität und Kampfgeist

    • Goethe-Institut Tokyo, Saal, Tokyo

    • Deutsch mit konsekutiver Übersetzung ins Japanische

  • Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt

    Filmvorführung und Gespräch | nach dem Film Gespräch mit Jan Künemund und Tetsuya Shibutani

    • Goethe-Institut Tokyo, Saal, Tokyo

    • Japanisch mit deutschen Untertiteln

  • Die Bettwurst

    Filmvorführung | mit Einführung von Tetsuya Shibutani

    • Goethe-Institut Tokyo, Saal, Tokyo

    • Film: Japanisch mit deutschen Untertiteln, Einführung: Japanisch

  • Underground and Emigrants

    Filmvorführung | mit Einführung von Tetsuya Shibutani

    • Goethe-Institut Tokyo, Saal, Tokyo

    • Film: Japanisch mit deutschen Untertiteln, Einführung: Japanisch

  • Anita, Tänze des Lasters

    Filmvorführung | mit Einführung von Tetsuya Shibutani

    • Goethe-Institut Tokyo, Saal, Tokyo

    • Film: Japanisch mit deutschen Untertiteln, Einführung: Japanisch