5 Jahre Partnerschule-Initiative im Libanon – Wie geht es weiter?
2016/2017

PASCH Workshop © Goethe-Institut | Luca Siermann

PASCH-Schüler diskutierten einen ganzen Tag lang mit ihren Eltern, Schuldirektoren, Lehrern und den Entscheidern im Erziehungsministerium über ihre Zukunft mit Deutsch. 
Am 17. November 2016 fand die Zukunftswerkstatt für die nächsten füng Jahre PASCH statt – inmitten einer Kunstausstellung im STATION Art und Cultural Center in Beirut. Zwanzig Teilnehmer präsentierten ihre Visionen, Wünsche und Forderungen für die Zukunft mit Deutsch am Ende des eintägigen Workshops vor libanesischen Bloggern sowie Entscheidern und Multiplikatoren aus allen Gesellschaftsschichten des Landes.

Alle PASCH-stakeholder waren sich einig: es muss weiter gepascht werden im Libanon! Noch engere Zusammenarbeit mit Deutschland wie in Form des „Deutsch-libanesischen Qualitätszirkel zur transkulturellen Lehrerbildung“ wurden gewünscht, die Verstärkung des Deutschunterrichts insgesamt und die Aufstockung auf mindestens fünf  PASCH Schulen im gesamten Land war eine einhellige Forderung aller Teilnehmer an der Zukunftswerkstatt. Da gibt es in den kommenden Jahren viel tun, um zusätzliche Deutschlehrer zu qualifizieren und das überaus erfolgreiche Programm weiter auszuweiten.

Künftig sollen die PASCH-Schulen in Beirut, Saida und Dhour Choueir als Lernzentren weiter entwickelt, werden, um auf Schulen im Umland ausstrahlen.

Die PASCH-Initiative nahm ihre Arbeit im Libanon 2010 auf; es wurden drei Schulen aus dem staatlichen Sektor ausgewählt, die sich durch exzellente Lehrqualität aber auch durch Engagement um die Gesamtpersönlichkeit seiner Schüler auszeichneten. Das Goethe-Institut Libanon qualifizierte in einer einjährigen Weiterbildung insgesamt 9 Englisch- und Französischlehrer, mit deren Hilfe erstmals vor fünfJahren Deutsch als Unterrichtsfach in der Sekundarstufe des staatlichen Schulsystems eingeführt wurde. Heute lernen mittlerweile mehr 1.000 junge Schülerinnen und Schüler Deutsch im öffentlichen Schulsystem.