Barbara Gawryluk empfiehlt
Alma und Oma im Museum

Alma und Oma im Museum von Nikolaus Heidelbach © Beltz und Gelberg Verlag, Weinheim, 2019 Dieses Buch ist ein ungewöhnlicher Führer durch die Kunst, das Tor zur Welt, das vielen jungen Menschen kompliziert und unzugänglich scheint. Die kleine Alma unternimmt zusammen mit ihrer Oma einen Ausflug ins Museum. Die Großmutter stellt die Regeln für das gemeinsame Abenteuer auf und zunächst scheint nichts offenkundig zu sein. Alma bekommt einen Kopfhörer, die Oma lässt sie allein und verständigt sich mit dem Mädchen einzig und allein auf diesem Weg. Alma spaziert von Raum zu Raum und betrachtet die Bilder. Sie folgt den Anregungen der Oma, sucht nach Einzelheiten und entdeckt in den Bildern verborgene Geschichten.

Diese Geschichten sind nicht leicht zu verstehen, zuweilen sind sie grausam und schrecklich, aber die Oma erklärt immer wieder: „Maler malen für Menschen, die genau hingucken.“ Junge Leser*innen erleben nicht nur die Geschichte des Ausflugs der Großmutter mit ihrer Enkelin, sondern tauchen dank der ausgezeichneten Reproduktionen der Bilder mit ihnen auch in die Welt der Kunst ein. Die Werke stammen aus dem Kölner Wallraf-Richartz-Museum, einem der größten Museen in Deutschland, das unter anderem Gemälde mittelalterlicher Meister besitzt. Abenteuer und Nervenkitzel in Verbindung mit einer originellen Lektion in Kunstgeschichte regen nicht nur zur Lektüre, sondern auch zu einem anschließenden Museumsbesuch ein. Zu beachten sind nur die drei Regeln der Oma: Man braucht „erstens die richtigen Schuhe, zweitens einen guten Blick, drittens genug Zeit“.


Beltz und Gelberg Verlag

Nikolaus Heidelbach
Alma und Oma im Museum
Beltz und Gelberg Verlag, Weinheim, 2019
Bilderbuch ab 6 Jahre
ISBN 978-3-407-75448-6
48 Seiten

Rezensionen in den deutschen Medien:
Perlentaucher
Kinderbuch-Couch
3sat – Kulturzeit

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