Angela Bajorek empfiehlt
Keine halben Sachen

Antje Herden  Keine halben Sachen © Beltz und Gelberg Verlag, Weinheim 2019 Park statt Schule, billiger Wein, Joints, Goa, beschleunigte sexuelle Initiation und erste Liebesabenteuer, schließlich die Suche nach intensiveren Kicks bei einer psychedelischen Rave-Party, Speed, Ecstasy, LSD-Trips – das ist der neue faszinierende Alltag des erst fünfzehnjährigen Robin. Dieses Leben im Rausch voller Versuchungen erschließt ihm Leo, ein Insider des „wilden Lebens“ in Berlin, der bisher immer „bekommen hat, was er wollte“ und dem Jungen durch seine Selbstsicherheit imponiert.

Einsamkeit, Unsicherheit und ein niedriges Selbstwertgefühl bewirken, dass Robin sich leicht manipulieren lässt. Er genießt seine Freiheit in vollen Zügen und verliert sich im Drogenrausch, der ihn immer mehr vereinnahmt, in die Abhängigkeit zieht, aber auch ängstigt.

Wird Robin, Hauptfigur und Ich-Erzähler zugleich, zum Zeugen seines eigenen Untergangs, der eigenen Selbstzerstörung? Antje Herdens klug konstruierte Geschichte wurde völlig verdient mit dem Peter-Härtling-Preis 2019 ausgezeichnet.

Beltz und Gelberg Verlag

Antje Herden
Keine halben Sachen
Beltz und Gelberg Verlag, Weinheim 2019
ISBN 978-3-407-81248-3
144 Seiten
ab 14 Jahren

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Rezensionen in den deutschen Medien:
Perlentaucher
Frankfurter Allgemeine Zeitung
titel-kulturmagazin.net

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