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19:00 Uhr

Collegium Vocale Schwäbisch Gmünd

Konzert

  • Rigaer St. Johannes-Kirche, Riga

Collegium Vocale © Foto: Martin Pfefferle

Das Collegium Vocale Schwäbisch Gmünd, 1984 vom ständigen Leiter Walter Johannes Beck gegründet, feierte 2014 sein 30-jähriges Bestehen. Der Chor hat sich in der Region Schwäbisch Gmünd als feste Größe etabliert, der vor allem die „Nischen“ des gängigen Konzertbetriebs ausfüllt: Werke aller Epochen, die sonst kaum von einem Amateur-Ensemble aufgeführt werden. Dazu gehören z. B. Franz Schmidts Oratorium „Das Buch mit sieben Siegeln“, das „Requiem“ des finnischen Komponisten Joonas Kokkonen, die Oratorien „In terra pax“ und „Golgotha“ des Schweizers Frank Martin, die „Tänze des Todes“ von Arthur Honnegger, die Oper „Boris Godunov“ von Modest Mussorgskji, „Ein Überlebender aus Warschau“ von Arnold Schoenberg und das „Te Deum“ von Walter Braunfels. Zahlreiche Uraufführungen von a cappella Werken zeugen von der Experimentierfreudigkeit des Ensembles. Erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben und die Zusammenarbeit mit namhaften Orchestern  runden das Bild des aktiven Ensembles ab. Seit Beginn des Festivals Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd gehört der Chor zusammen mit bekannten Ensembles zu den regelmäßigen Teilnehmern dieses Festivals. Seit 2005 gibt es auch ein „Orchester collegium vocale“, mit dem die großen oratorischen Werke realisiert werden. Neben zahlreichen und regelmäßigen Auftritten in der näheren und weiteren Umgebung, u.a. bei den Klosterkonzerten in Zwiefalten, konzertierte das collegium vocale auch auf Reisen nach Tschechien, Ungarn, Frankreich, Polen, Japan und Argentinien. Obwohl der Chor überwiegend in gemischter Zusammensetzung auftritt, gibt es seit mehreren Jahren Konzerte, die der Frauenchor und der Männerchor jeweils allein gestalten.

Walter Johannes Beck ist der Gründer und ständige Dirigent des collegium vocale. Der Gmünder Schulmusiker hat sich damit ein „Instrument“ aufgebaut, das es ihm ermöglicht, sich Werken anzunehmen, deren Realisierung in einem festen Verein nicht möglich wäre. Als Schulmusiker kam er schon während seiner Schulzeit mit Chor- und Ensemblearbeit in Verbindung. Nach dem Studium folgte eine umfassende Unterrichtstätigkeit und Arbeit in allen Chorsparten. Beck bildet sich stetig weiter durch die aktive Teilnahme an internationalen Meisterkursen (im vokalen Bereich u. a. bei Jakob Stämpfli, Sion, Helmuth Rilling, Frieder Bernius und Eric Ericson, in Orchesterleitung bei Sergiu Celibidache), sowie durch Erfahrungsaustausche und fachübergreifende Studien. Neben seiner Unterrichtstätigkeit arbeitet er mit verschiedenen Vokal- und Instrumentalensembles in mehreren Ländern, seit 1993 regelmäßig in Japan. Großes Interesse zeigt er an den Wechselbeziehungen der Musik zu ihren soziokulturellen, theologischen und philosophischen Feldern.
 

Konzertprogramm Riga

(Dauer ca. 35-40 Minuten, andere Hälfte des Konzerts für Partnerchor)
 
  • Giovanni Pierluigi da Palestrina (um 1525-1594): Missa „Nasce la gioia mia“ a 6 - Kyrie -
  • Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901): Cantus Missae für 2 Chöre - Kyrie & Credo –
  • Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847): Richte mich Gott; Denn Er hat seinen Engeln befohlen
  • Anton Bruckner (1824-1896): Locus iste
  • Johann Sebastian Bach (1685-1750): Orgelwerke
  • James MacMillan (* 1959): Tota Pulchra es
  • Volksliedbearbeitungen / ggf. als Zugabe