© Goethe-Institut Mexiko
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© Excelsior, Goethe-Institut Mexiko
Es reicht nicht aus, das zu formulieren, was Freud bereits
gesagt hat. Es ist notwendig, dass neue Ideen entstehen die
theoretisch kohärent sind sowie sich innerhalb der psychoanalytischen
Theorie bewegen. Das eigentliche Problem in diesem Bereich besteht darin
Psychoanalyse weiterzuentwickeln, nicht sie zu dogmatisieren.
In den 80er Jahren, wurde das Goethe-Institut zu einem wichtigen Raum für die kritische Reflexion der Psychoanalyse. Eines der größten Highlights war die Vortragsreihe: 80 Jahre die Traumdeutung, welche Persönlichkeiten wie Silvia Bleishmar, Néstor Braunstein und Marie Langer zusammenbrachte.
Die sogenannte "Rückkehr zu Freud" stand im Mittelpunkt dieser Diskussionen. Dabei ging es nicht um eine dogmatische Wiederholung seiner Theorien, sondern vielmehr um die Suche nach neuen Denkansätzen.
Zum Abschluss der Reihe fand eine öffentliche Podiumsdiskussion statt, die von Fernando del Moral organisiert wurde, der die Wichtigkeit der Traumdeutung als grundlegender Text hervorhob. Für ihn markiert Freud den Beginn der "Revolution des Wissens und des Bewusstseins." Langer erachtet den Text als Legitimation der Psychoanalyse als Wissenschaft, während Braunstein seine Bedeutung vor allem darin definierte "die Grammatik des Unbewussten" zu formulieren.
Dieses Ereignis war ein wichtiger Moment für die Kulturhistorie des Goethe-Instituts Mexiko, da es einerseits ein Raum für interdisziplinären Dialog und andererseits eine kritische Öffnung gegenüber den Geisteswissenschaften bot.
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Am 29. und 30. September trat das deutsche Jazzensemble Contact Trio im Theater der Fakultät für Architektur der UNAM auf und spielte zwei unvergessliche Konzerte. Die Konzertreihe wurde unter anderem vom Goethe-Institut Mexiko gefördert.
Mit ihrer Musik verfolgte die Gruppe das Ziel, ihren eigenen künstlerischen Stil durch spontane und freie Passagen zum Ausdruck zu bringen und dabei Elemente der zeitgenössischen Musik in den Free Jazz zu integrieren. Seit 1972 hatte das Trio an bedeutenden Jazzfestivals teilgenommen und zahlreiche Tourneen durch Europa unternommen, was ihm internationale Anerkennung einbrachte.
Dank dieser erfolgreichen Laufbahn konnten beide Konzerte an der UNAM ein zahlreiches und begeistertes Publikum verzeichnen, das einen innovativen musikalischen Ansatz erleben durfte, der eng mit dem experimentellen Geist des Jazz verbunden war.
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Im Foro de Arte Contemporáneo des Instituto Nacional de Bellas Artes wurde eine Ausstellung mit Malerei, Lithografien und Zeichnungen von 13 renommierten Berliner Dichter-Malern eröffnet. Das Kollektiv, das 1972 auf Initiative von Aldona Gustas gegründet wurde, vereinte Künstler*innen deren Werke die traditionellen Kategorien zwischen den Kunstgattungen überschritten.
Die Gruppe zeichnete sich durch ihren interdisziplinären Ansatz aus: Ihre Mitglieder malten, schrieben und zeichneten und schufen damit Verbindungen zwischen Figurativismus und poetischem Schaffen – zwei unterschiedliche Bereiche, die nichtsdestotrotz offensichtliche Gemeinsamkeiten aufweisen. Für die Künstler*innen spielt der interkulturelle Austausch sowie die Freundshcaft zu Kolleg*innen aus verschiedenen Ländern eine zentrale Rolle. Aufgrund ihres künstlerischen Schaffens und der poetischen Sprache vermittelten sie nach außen eine Botschaft der Solidarität.
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1994 zeigte das Museo Rufino Tamayo in Mexiko-Stadt unter dem Titel Café de Flore eine Ausstellung mit 23 Gemälden des deutschen Künstlers Jörg Immendorff. Die ausgestellten Werke stellten die Räumlichkeiten des gleichnamigen Pariser Cafés sowie des dort stattfindenden Alltagslebens dar.
Europäische Cafés waren traditionell Orte der Begegnung, an denen ästhetische ebenso wie politische und philosophische Ideen ausgetauscht oder entwickelt wurden. Zudem rückten die dargestellten Figuren in den Bildern in den Mittelpunkt, da der Künstler darin sowohl gegenwärtige als auch historische Maler und Intellektuelle versammelte, die sein Leben und Werk geprägt haben.
Immendorff widmete sich im Allgemeinen einer expressiven, kraftvollen Malerei, mit der er ein bewusstseinsbildendes Anliegen verfolgte: Er konfrontierte die Betrachter mit einem globalen Lebenssystem, das zunehmend unmenschlicher wird. Zugleich bot seine kritische Kunst keine einfache Lösung an, sondern war vielmehr Ausdruck eines desillusionierten Anarchismus.
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Die Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen des Goethe-Instituts in Mexiko im Jahr 1996 waren weit mehr als ein institutionelles Jubiläum: Sie entwickelten sich zu einem Mosaik vielfältiger Erfahrungen, die den Reichtum des interkulturellen Dialogs widerspiegelten. Diese Galerie versammelt Momente, die zeigen, wie Musik, Gastronomie, Traditionen und gemeinsames Miteinander zu einem unvergesslichen Tag beitrugen.
Auf den Bildern sind sowohl alltägliche als auch festliche Szenen zu sehen: Menschen, die typische Speisen und erfrischende Getränke anbieten, ein mexikanischer Charro, der vor Publikum traditionelle Lieder interpretiert, sowie Händler*innen, die mit Stolz Salsa verde aus großen Töpfen anbieten. Jede Fotografie fängt die Essenz eines Ereignisses ein, das nicht nur drei Jahrzehnte Präsenz des Goethe-Instituts in Mexiko feierte, sondern auch den Aufbau kultureller Brücken zwischen Deutschland und unserem Land.
Diese Aufnahmen zeugen davon, wie Kultur gelebt, geteilt und gefeiert wird, und davon, wie das Goethe-Institut im Laufe der Jahre zu einem zentralen Ort der Begegnung und Zusammenarbeit geworden ist.
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