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Oktober: Wahlfamilie

Queere Comic Konversation ist eine Webcomic-Serie der beiden Comic Künstler*innen Illi Anna Heger (München) und Sam Orchard (Wellington) in der sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede des queeren und trans Lebens diskutieren.

visuelles Comic: Queere Comic Konversation: Oktober - Wahlfamilie, rein text-basiertes Comic folgt nach den Anmerkungen© Illi Anna Heger + Sam Orchard

Anmerkungen

An dieser Stelle verlinken wir Gruppen und Krisentelefonstellen in Deutschland und Neuseeland, die bei psychischen Schwierigkeiten weiterhelfen können.

Die Beratungsstelle Trans-ident bietet Unterstützung für Menschen und ihre Angehörige, in allen Fragen, die trans Identität und trans Sexualität betreffen.

Weisser Ring untertstützt telefonisch Opfer von Kriminalität.

DBND ist ein Netzwerk von queeren Jungs für queere Jungs.

Der Verein “Rosa Hilfe Freiburg e.V.” ist tätig im Bereich sozialer und pädagogischer Bildungsarbeit zur Unterstützung und Hilfe zur Selbsthilfe von Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlicher Identität benachteiligt werden und wurden.

OUTLine ist ein neuseeländisches Serviceangebot, welches LGBTIQ+ NeuseeländerInnen unterstützt und Informationen sowie ein Gefühl von Gemeinschaft vermittelt.

Sexuelle Verletzung Telefonseelsorge. Gratis, vertraulich, 24/7.

InsideOUT ist eine neuseeländische Organisation, die mit jungen Menschen, Familien, Schulen und Gemeinden in Neuseeland arbeitet, damit Regenbogen-Jugendliche einen Ort haben, wo sie sicher gedeihen, leben und sein können.

Hearts and Minds ist eine Vereinigung, die ihren integralen Arbeitsschwerpunkt auf mentale Gesundheit und Gemeinschaftsgeist legt.

Ressourcen für Takatāpui und ihre Familien

Lesen Sie hier einen Artikel über Schwule und Lesben in der DDR.

Transkription

Illi Anna: Hey Sam, wo gehen wir heute hin?

Sam: Zum Starship Hospital, ich will dir eine Geschichte erzählen.

Sam und Illi Anna stehen vor dem Krankenhausgebäude.

Sam: Vor ein paar Jahren wurde im Freundeskreis ein Baby geboren und dem ging es eine Zeit lang sehr schlecht. Unsere queere Familie hat Essen vorbeigebracht, Gesellschaft geleistet und ganz viel Zuwendung gespendet.
(Bildeinblendung: ein Topf mit dampfenden Essen)
Das Krankenhauspersonal war verwirrt von unseren Geschlechtern, unseren Beziehungsnetzen und unserer Verbindung zueinander.
(Bildeinblendung: eine Gruppe von Menschen umgeben von Herzen und Fragezeichen)
Aber den Beistand und die Unterstützung haben sie verstanden.
(Bildeinblendung: ein großes rotes Herz)

Illi Anna: Ihr wart einander Wahlfamilie, oder?

Sam und Illi Anna unterhalten sich im Krankenhausflur.

Sam: Ja, es waren echt schwere Zeiten, aber Familien sind füreinander da.
Eine der Großmütter des Babys ist Pfarrerin. Sie war beeindruckt von unserer Unterstützung und Organisation. Darüber hat sie dann in ihrem Gottesdienst gesprochen.

Illi Anna: Ich war zwölf, als Ost- und Westdeutschland wiedervereinigt wurden.
Wenn ich mit älteren queeren Menschen aus Ostdeutschland rede, erzählen sie mir wie die Kirchen in der DDR oft Räume zur Verfügung gestellt haben, damit sich schwule Männer und lesbische Frauen treffen konnten.

Sam: Echt, Kirchen?! Manchmal müssen wir findig sein, um sichere Räume zu bekommen und Gemeinschaft zu finden.

Illi Anna: Leute sind immer wieder überrascht, wie lange ich schon mit meinem Mitbewohner zusammenwohne. Wir sind nichtmal Exen voneinander, aber Wahlfamilie.
(Bildeinblendung: Illi Anna und ihr Mitbewohner unterhalten sich am Küchentisch.)

Sam: Die Sache ist, queere Menschen haben schon oft mit Erwartungen gebrochen. Das kann dann Mut geben, Familie anders zu leben.

Illi Anna: Eine Wahlfamilie wird bitter nötig, falls die Herkunftsfamilie einen nach dem Outing als queer oder trans nicht mehr unterstützt.

Sam: Das erinnert mich: im Oktober ist "Coming-Out Day".
Ich hab mich schon so oft bei meiner Familie geoutet. Erst als lesbisch, dann trans. Mal sehen, was als nächstes kommt.

Illi Anna: Mal sehen, wo wir nächsten Monat sind.

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