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18:00–19:30 Uhr
Schätze der Bibliothek
Gespräch. 3 Sitzungen: 1, 8 und 15 Juli 2026|Ingeborg Bachmann
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Biblioteca Goethe-Institut Peru
- Sprache Spanisch
- Preis Eintritt frei, mit Einschreibung, begrenzte Sitzkapazität
„Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar.“
Ein heute noch lebendigeres Erbe einer Schriftstellerin ist kaum vorstellbar: Der wichtigste Wettbewerb der deutschsprachigen Literatur wird jährlich im Namen von Ingeborg Bachmann im österreichischen Klagenfurt, wo sie vor genau 100 Jahren geboren wurde, vor laufenden Kameras und der internationalen Presse ausgetragen.
Ingeborg Bachmann war der Star der Nachkriegsliteratur, eine Lyrikerin, die in einem Atemzug mit Paul Celan genannt wird, mit dem sie zugleich eine enge persönliche Beziehung verband. Eine überaus schnelle, ihresgleichen suchende literarische Karriere, ein emotional und intellektuell gefährlich weit ausgreifendes Leben finden nach 47 Jahren ihr allzu frühes, tragisches Ende im Flammentod in Rom, den sie in ihrem literarischen „Todesarten“-Projekt vorausgesehen zu haben schien.
Dem zunächst hoffnungsvollen Aufbruch nach Ende des Zweiten Weltkrieges, der “Kündigung der Geschichte (…) zugunsten einer Neugründung“ folgte schnell Ernüchterung. Indem Ingeborg Bachmann in ihrer Prosa auch die offiziell demokratisch verfasste Nachkriegsgesellschaft, in der weibliche Lebensentwürfe nicht vorkommen durften, als patriarchalisch, autoritär und tendenziell faschistisch demaskierte, wurde sie zur Stichwortgeberin der Frauenbewegung und damit bald zu einer Ikone des Feminismus.
Für die Teilnahme an diesem Lesekreis wird die Lektüre insbesondere folgender Texte empfohlen: der Gedichtband „Die gestundete Zeit“; der Essay „Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar“; die Erzählungen „Jugend in einer österreichischen Stadt“ sowie „Undine“; und ihr einziger vollendeter Roman „Malina“.
1. Sitzung 1. Juli 2026
2. Sitzung 8. Juli 2026
3. Sitzung 15. Juli 2026