|

16:00 Uhr

Ecological Futures

Gespräch|Transformation städtischer Lebensräume

  • Jardins do Bombarda, Lissabon

  • Sprache Englisch
  • Preis Eintritt frei

Ecological-Futures Jardins-da-Bombarda Lisboa Foto: © Ivo Rodrigues

2300_1200 Ecological-Futures Jardins-do-Bombarda Lisboa Foto: © Ivo Rodrigues & Largo Residências

Wie gestalten wir die Städte der Zukunft? Am 18. Oktober 2025, um 16:00 Uhr laden wir in den Jardins do Bombarda zu einer öffentlichen Diskussion über die Zukunft unserer Städte und ihre ökologischen sowie sozialen Herausforderungen ein, die Klimawandel und gesellschaftliche Entwicklungen entstehen.

Das Gespräch bringt Akteur*innen aus Stadtpraxis, Kunst, Kultur und der lokalen Bevölkerung zusammen, um gemeinsam über konkrete Probleme und Chancen in ihren Stadtvierteln zu reflektieren und aktiv zu werden. Das Panel umfasst folgende Gäste: Zita Leutgeb von ARCH+ in Berlin, Irene Di Noto von MAAM - Museo dell’Altro e dell’Altrove in Rom, Lisa Zander von Planbude in Hamburg sowie Marta Silva und Hélène Veiga Gomes von Jardins do Bombarda in Lissabon. Die Moderation übernimmt der Architekt und Universitätsprofessor Tiago Mota Saraiva.
 
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts Ecological Futures statt und wird in den Jardins do Bombarda in Zusammenarbeit mit ARCH+ und dem Goethe-Institut Portugal ausgerichtet. Zudem ist sie Teil der Reihe Ciclo de Conversas Bombarda, die Kultur, Erbe, Stadtplanung und Bürgerbeteiligung auf dem Gelände des ehemaligen Hospital Miguel Bombarda diskutiert und verknüpft.

Redner*innen

Marta Silva (geb. 1978) hat Tanz und Erziehungswissenschaften studiert und arbeitet seit jeher im Bereich Kultur, soziale Intervention und Gemeinwesenarbeit. Nach einer beruflichen Laufbahn als Tänzerin, Trainerin und Produzentin widmet sie sich in den letzten Jahren verstärkt der Kulturverwaltung und der lokalen Entwicklung.
Im Jahr 2012 gründete sie die LARGO Residências, eine kulturelle und solidarische Genossenschaft mit Sitz in Arroios (Lissabon), deren Arbeit von zahlreichen nationalen und europäischen Arbeitsgruppen im Bereich Kultur, soziale Inklusion und lokale Entwicklung anerkannt wurde.

Hélène Veiga Gomes ist promovierte Anthropologin und Dozentin für Sozial- und Geisteswissenschaften an der Fakultät für Architektur der Universität Lissabon. Als Forscherin untersucht sie die urbanen Dynamiken des historischen Zentrums von Lissabon und entwickelt künstlerische Formate zur Wissensproduktion und -vermittlung. Sie arbeitet auch mit öffentlichen und privaten Einrichtungen in verschiedenen Bereichen außerhalb der akademischen Welt zusammen. Derzeit leitet sie das Projekt Terceiros Lugares, eine partizipative Forschungsinitiative über gemeinsame Räume in Portugal, das in Zusammenarbeit mit LARGO Residências durchgeführt wird.

Irene Di Noto ist Aktivistin des Kollektivs Blocchi Precari Metropolitani (BPM) in Rom und betreibt unabhängige Forschung zum Recht auf Stadt.
Geboren in Palermo, hat sie Politikwissenschaft an der Universität L'Orientale in Neapel studiert und einen Master in Kommunikation an der Universität La Sapienza in Rom erworben. Nach mehreren Jahren in den Bereichen Kommunikation und Bildung arbeitet sie derzeit im öffentlichen Dienst.
Seit 2005 engagiert sie sich intensiv in Praktiken der Wiederaneignung, um der Privatisierung des urbanen Raums entgegenzuwirken und das Recht auf Wohnen zu stärken. Zu den urbanen Experimenten von BPM gehören das MAAM – das bewohnte Museum von Metropoliz_, die mestizische Stadt; die Biblioteca Precaria Metropolitana in der Besetzung eines ehemaligen Vier-Sterne-Hotels; sowie das Theater Caos in der Besetzung von Casal Boccone. Diese drei Beispiele stehen für Praktiken der urbanen Erneuerung, die darauf abzielen, die Stadt zurückzuerobern – nicht nur durch Wohnraum, sondern auch durch neue Formen von Sozialität sowie Zugang zu Kunst und Kultur. Eine von unten initiierte Erneuerung, die sozial, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltig ist.

Tiago Mota Saraiva ist Architekt, Stadtplaner und Mitbegründer des Architekturbüros Ateliermob sowie der Genossenschaft Trabalhar com os 99%. In den letzten zwei Jahrzehnten hat er eine Praxis entwickelt, die stark auf partizipative Prozesse, gemeinschaftsgeleitete Projekte und genossenschaftliches Wohnen in Portugal ausgerichtet ist. Er berät regelmäßig Kommunen und Institutionen bei der Entwicklung von Wohnungspolitiken und setzt sich aktiv für eine strukturierte öffentliche Unterstützung kollektiver Wohnformen ein. Tiago lehrt, publiziert und kuratiert regelmäßig in den Bereichen Architektur, Stadtpolitik und Raumplanung. Derzeit ist er Gastprofessor (Associate Professor) an der Fakultät für Architektur der Universität Lissabon.
 

Lisa Marie Zander, M.f.A. Ist Gesellschafterin des Projektbüros Hamburg. Sie studierte Architektur an der HafenCity Universität und Experimentelles Design an der Hochschule für bildende Künste. Sie ist Gründungsmitglied der PlanBude Hamburg (2014) sowie des Mikropol e.V.. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit der Demokratisierung von Planungsprozessen und einer kritischen Aneignung von Raum. Die Konstruktion von Situationen rückt dabei das Alltägliche und den Gebrauch des Städtischen in den Vordergrund und bildet die Grundlage ihrer gestalterischen Praxis. Seit 2021 entwickelt Lisa als künstlerische Leitung das Projekt Kinderstadt Hamburg. Lisa ist Vorstandsmitglied der durch die fux eG getragenen Projektentwicklungsgenossenschaft communale eG und Rompreisträgerin der Architektur 2026/27.

Zita Leutgeb hat einen multidisziplinären Hintergrund als klassisch ausgebildete Tänzerin und Architektin. Sie hat einen Masterabschluss in Architecture, Urbanism and Building Sciences von der Delft University of Technology und forscht zu Architektur, Kunst, Tanz und Musik. Derzeit entwickelt sie Forschungs- und Ausstellungsprojekte bei ARCH+, unter anderem die Szenografie für Fünf Freunde: John Cage, Merce Cunningham, Jasper Johns, Robert Rauschenberg, Cy Twombly im Museum Ludwig in Köln. Mit ARCH+ kuratierte sie in Kollaboration mit dem Goethe-Institut das Projekt Ecological Futures, das Akteur*innen aus urbaner Praxis, Kunst und Kultur zusammenbringt.