Ecological
Futures
Im Austausch mit den lokalen Goethe-Instituten und ihren Partnern kommen Bewohner*innen eines Viertels mit Nachbarschaftsinitiativen, Künstler*innen, Stadt- und Umweltaktivist*innen zusammen. Gemeinsam werden Modelle entwickelt und Ideen verwirklicht, die eine sozio-ökologisch lebenswerte Zukunft formulieren. Die gesammelten Erkenntnisse und Ergebnisse werden dokumentiert und Teil eines Werkzeugkoffers, der wiederum an anderen Orten als Wissensspeicher und Methodenbaukasten eingesetzt werden kann.
In den kommenden Jahren werden weltweit verschiedene Goethe-Institute und ihre Partnernetzwerke involviert sein, konkrete Fragestellungen und Themen einbringen und Gemeinsamkeiten sondieren. Das Projekt steht am Beginn und wird sich daher im Laufe der Zeit entwickeln, geformt durch die Arbeit an den spezifischen Orten und den beteiligten lokalen Initiativen.
Ecological Futures ist ein gemeinsames Projekt von ARCH+ und dem Goethe-Institut.
Un’altra Casa: Inventur einer Zukunftsvision
Seit April 2024 findet ein erstes Teilprojekt in Kooperation mit dem Metropoliz in Rom statt. Das Metropoliz, eine ehemalige Fabrik in der Peripherie der Stadt, wurde 2009 besetzt und bietet bis heute etwa 200 Menschen ein Zuhause. 2012 wurde das MAAM, das Museo dell’Altro e dell’Altrove di Metropoliz, von Giorgio de Finis initiiert. Dieses Museum verwandelte nach und nach große Teile des alten Industrieareals in eine Galerie zeitgenössischer Kunst, wobei die Bewohner*innen zu Co-Kurator*innen des Museums und so ihres Wohnortes wurden. Die Kunstwerke des MAAM prägen aber nicht nur die besondere Ästhetik des Ortes, sondern boten als Aufsehen erregendes Kulturprojekt auch Schutz vor einer Räumung.Inzwischen hat die Stadt Rom entschieden, die Besetzung zu legalisieren und vor Ort Wohnungen für die Bewohner*innen zu errichten. Auch das MAAM soll erhalten bleiben und Teil der Museen der Stadt Rom werden. Das Metropoliz steht so vor einer tiefgreifenden Veränderung.