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18:45 Uhr

My Uncle Luben (2023, Bulgarien/Deutschland, 78 Min.)

Film|Filmaufführung

  • Biblioteca Nationala a Romaniei

© Filmstill „My Uncle Luben“ (2023) © Filmstill „My Uncle Luben“ (2023)

ÜBER DEN FILM
Der Dokumentarfilm „Mein Onkel Luben“ präsentiert das Leben und den Charakter von Luben Stoev als Künstler und Mensch durch die Erzählungen seines Neffen Ray van Zeschau, dem Frontmann der legendären deutschen Rockband FREUNDE DER ITALIENISCHEN OPER.
Nikola Boshnakov (Kolyo) und Georgi Stoev (Jackie) haben sich nach mehreren gemeinsamen Projekten wieder zusammengetan, um diesen Film über den Künstler und Jackies Bruder Luben Stoev zu drehen, der in der Sofioter Bohème für sein einzigartiges Talent und seine Sensibilität bekannt ist, die schmerzhafte und marginale Existenz der Menschheit durch visuelle Kunst, Humor und Liebe einzufangen.
Ende 2023 wurde „Mein Onkel Luben“ mit dem Goldenen Rhyton Award für Dokumentarfilmregie für die lebendige und geistreiche Arbeit von Nikola Boshnakov und Georgi Stoev-Jackie ausgezeichnet.

ÜBER DIE REGISSEURE
Nikola Boshnakov, geboren 1977 in Sofia, ist Regisseur, Drehbuchautor, Cutter und ein Tausendsassa in allen Bereichen. Er hat eine bunte Karriere hinter sich: Er arbeitete als Maler in der „Second Paint“-Werkstatt der Fabrik für metallverarbeitende Maschinen in Sofia sowie als Zeitungshändler, Barkeeper und Assistent in einer Videothek. Im Laufe der Jahre besaß er auch eine Vertriebsfirma, eine Bar und eine Videothek - allerdings nicht die Fabrik, in der er einst arbeitete. Unter seinem Label „Bidon Film“ hat Boshnakov zahlreiche Kurzfilme produziert, oft in Zusammenarbeit mit Mitko Taralezhkov und/oder Oleg Konstantinov, sowie drei Dokumentarfilme in Spielfilmlänge: „Lifestyle“ (2004), ‚Silence Is Golden‘ (2006) und ‚Jackie, Johnny, and Charlie Are Not Pet Dog Names‘ (2010).

Georgi Stoev (Jackie), geboren am 22. März 1941 in Sofia, ist der Bruder des Künstlers Luben Stoev. Er studierte zunächst Biologie an der Staatlichen Universität Sofia, bevor er 1966 sein Biologiestudium in Dresden abschloss. Später, im Jahr 1972, machte er seinen Abschluss in Filmregie an der Nationalen Akademie für Theater- und Filmkunst. Seit 1967 arbeitet er im Studio für populärwissenschaftliche und Dokumentarfilme, wo er von 1992 bis 1993 als Direktor tätig war. Zwischen 1972 und 1974 arbeitete er für das bulgarische Fernsehen und das Fernsehfilmstudio „Ekran“. Stoev hat Dutzende von populärwissenschaftlichen Filmen, Dokumentarfilmen und Spielfilmen gedreht und rund 50 nationale und internationale Preise gewonnen. Er arbeitete häufig mit dem Schauspieler und Tontechniker Georgi Penkov (Johnny) und dem Drehbuchautor Hristo Iliev (Charlie) zusammen, vor allem bei der Filmchronik-Serie „Mosai“ (1982-1996). Er ist der Vater des deutschen Musikers Ray van Zeschau und des Kameramanns Antoni Stoev.
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„Eines der am meisten verabscheuten und langweiligsten Dinge ist ein schwacher Film über tote Menschen, warnt Nikola Boshnakov, der Regisseur des Films ‚Mein Onkel Luben‘.
Das letzte Treffen bei Lubo (Luben Stoev) war denkwürdig, denn es war das erste Mal seit vielen Jahren, dass viele Menschen dort zusammenkamen. Sogar Itzko Finzi (Itzhak Fintzi), der seit langem nicht mehr gekommen war, nahm teil. Die Veranstaltung erwies sich als wirklich lebendig. Aber es gab nie ein nächstes Treffen.
Bei den Dreharbeiten zu „Jackie, Johnny und Charlie“ habe ich versucht, Luben einzubeziehen, aber er zog es vor, im Hintergrund zu bleiben. Und seitdem spielte ich mit dem Gedanken, einen Film über ihn zu drehen. Aber wie sollte man das ohne Lubo machen? Es musste eine Art Trick her. Also versetzte ich mich in die Lage des Neffen. Und hier sind wir nun, zeigen „Mein Onkel Luben“ in Kinos und Galerien in Bulgarien und im Ausland und haben den Tod überwunden.” (Nikola Bosnakov)

Mit: Ray van Zeschau, Luben Stoev, Jackie Stoev, Johnny Penkov, Itzko Finzi, u.a.
Musik: Ray van Zeschau
Drehuch: Ivaylo Manev
Regisseure: Nikola Boshnakov-Kolyo und Georgi Stoev-Jackie
Sprachen: Bulgarisch, Deutsch, Englisch
Untertitel: Englisch