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19:00 Uhr
IN THE LOOP OF CULTURAL TIMES
Performative Installation| 45 YEARS OF GOETHE-INSTITUTE IN ROMANIA
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Deutschen Kulturzentrum Kronstadt
Vernissage: 11.02.2025, 7 PM
Finissage & Talk: 17.02.2025, 7 PM (in Partnerschaft mit dem Französischen Kulturinstitut in Rumänien)
Öffnungszeiten:
11.02.2025 (Vernissage): 19.00 – 21.00
12 -14.02.2025: 13.00 – 19.00
15.02.2025: 15.00 – 18.00
17.02.2025 (inklusive Finissage & Talk): 15.00 – 20.30
Am 26. November 2024 feierte das Goethe-Institut sein 45-jähriges Bestehen in Rumänien. Das 1979 in Bukarest eröffnete Institut war die erste Kulturinstitution der BRD in einem Mitgliedsstaat des Warschauer Paktes und das Ergebnis diplomatischer Bemühungen, die sich über rund zehn Jahre erstreckt haben. Im gesellschaftlichen und politischen Kontext eines kommunistischen Landes, geprägt von der Angst der ständigen Überwachung, der Unvorhersehbarkeit dessen was geschehen könnte, dem Reiseverbot im Ausland sowie der Bestrafung der Auswanderung, war schon der Name - Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland / Casa de Cultură a Republicii Federale Germania - Gegenstand langwieriger Verhandlungen.
45 Jahre nach diesem Gründungsmoment und 35 Jahre nach der Revolution in Rumänien schlagen wir, mittels einer performativen Installation, eine Brücke über Zeiten und Generationen: Welche waren 1979 die Voraussetzungen für die Eröffnung eines solchen Kulturinstituts der BRD im kommunistischen Rumänien, unter der Diktatur von Nicolae Ceaușescu, der die Kommunikation und Kontakte zur Welt kappte und das Land in die Isolation trieb, und wie wird das Goethe-Institut Bukarest heutzutage von der Generation Z wahrgenommen, die in einer vom Narrativ der Globalisierung geprägten Welt aufgewachsen ist?
Die Installation zielt einerseits darauf ab, anhand von Archivdokumenten, Zeitungsartikeln, Fotografien und Zeugenaussagen einiger deutschen MitarbeiterInnen, den Parcours des Goethe-Instituts in Rumänien von seiner Eröffnung 1979 bis zur Übergangszeit Anfang der 90er Jahre symbolisch zu rekonstruieren. Der deutsch-rumänische Kulturtransfer war aufgrund der permanenten Zensur diffus, trotzdem konnten Schlupflöcher gefunden und die Stacheldrahtgrenzen durchbrochen werden - sowohl die physischen, als auch die symbolischen. Durch hartnäckige Verhandlungen, die sich bei einigen Kulturveranstaltungen über ein Jahr hinzogen, wurden Inseln des Dialogs und des Kontakts mit einer freien Welt geschaffen, eine Welt in der - ohne politische Zwänge - mit neuen Kunstformen experimentiert werden konnte. So stand beispielshalber 1980, im Rahmen der Kulturtage der BRD in Rumänien, eine bedeutende Inszenierung des Regisseurs Claus Peymann im Programm, angesprochen wurden aber auch spektakuläre Gruppenprojekte, bei denen sich TheaterproduzentInnen vom geschriebenen Stück emanzipierten und selbst als “AutorInnen” agierten, sowie weitere Tendenzen im deutschen Theater, aus den “klassischen” Sälen auszuziehen und in Hallen und Schuppen zu spielen; außerdem gab es Filme von Werner Herzog oder Free-Jazz-Konzerte von innovativen Bands wie der Frederic Rabold Crew. In diesem Zusammenhang hallen noch die Reden der ehemaligen Staatsministerin Hildegard Hamm-Brücher und des damaligen Präsidenten des Goethe-Instituts, Klaus von Bismarck, die an der Eröffnung des Instituts in Bukarest teilgenommen haben, im Raum nach - fast gespenstisch - denn ihre Ansprachen über die Voraussetzungen und Ziele der auswärtigen Kulturpolitik sind noch unerwartet aktuell in den gegenwärtigen Kontexten, trotz der gewaltigen Umwälzungen der letzten 45 Jahre in Europa.
Der zentrale Raum der Installation ist den jungen Stimmen vorbehalten. Ausgewählt wurden sie im Rahmen eines Open Calls, bei dem KünstlerInnen der Generation Z eingeladen wurden, über ihre Beziehung zum Goethe-Institut, aus der Perspektive der eigenen künstlerischen Anliegen und Herausforderungen, zu reflektieren:
Finissage & Talk: 17.02.2025, 7 PM (in Partnerschaft mit dem Französischen Kulturinstitut in Rumänien)
Öffnungszeiten:
11.02.2025 (Vernissage): 19.00 – 21.00
12 -14.02.2025: 13.00 – 19.00
15.02.2025: 15.00 – 18.00
17.02.2025 (inklusive Finissage & Talk): 15.00 – 20.30
Am 26. November 2024 feierte das Goethe-Institut sein 45-jähriges Bestehen in Rumänien. Das 1979 in Bukarest eröffnete Institut war die erste Kulturinstitution der BRD in einem Mitgliedsstaat des Warschauer Paktes und das Ergebnis diplomatischer Bemühungen, die sich über rund zehn Jahre erstreckt haben. Im gesellschaftlichen und politischen Kontext eines kommunistischen Landes, geprägt von der Angst der ständigen Überwachung, der Unvorhersehbarkeit dessen was geschehen könnte, dem Reiseverbot im Ausland sowie der Bestrafung der Auswanderung, war schon der Name - Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland / Casa de Cultură a Republicii Federale Germania - Gegenstand langwieriger Verhandlungen.
45 Jahre nach diesem Gründungsmoment und 35 Jahre nach der Revolution in Rumänien schlagen wir, mittels einer performativen Installation, eine Brücke über Zeiten und Generationen: Welche waren 1979 die Voraussetzungen für die Eröffnung eines solchen Kulturinstituts der BRD im kommunistischen Rumänien, unter der Diktatur von Nicolae Ceaușescu, der die Kommunikation und Kontakte zur Welt kappte und das Land in die Isolation trieb, und wie wird das Goethe-Institut Bukarest heutzutage von der Generation Z wahrgenommen, die in einer vom Narrativ der Globalisierung geprägten Welt aufgewachsen ist?
Die Installation zielt einerseits darauf ab, anhand von Archivdokumenten, Zeitungsartikeln, Fotografien und Zeugenaussagen einiger deutschen MitarbeiterInnen, den Parcours des Goethe-Instituts in Rumänien von seiner Eröffnung 1979 bis zur Übergangszeit Anfang der 90er Jahre symbolisch zu rekonstruieren. Der deutsch-rumänische Kulturtransfer war aufgrund der permanenten Zensur diffus, trotzdem konnten Schlupflöcher gefunden und die Stacheldrahtgrenzen durchbrochen werden - sowohl die physischen, als auch die symbolischen. Durch hartnäckige Verhandlungen, die sich bei einigen Kulturveranstaltungen über ein Jahr hinzogen, wurden Inseln des Dialogs und des Kontakts mit einer freien Welt geschaffen, eine Welt in der - ohne politische Zwänge - mit neuen Kunstformen experimentiert werden konnte. So stand beispielshalber 1980, im Rahmen der Kulturtage der BRD in Rumänien, eine bedeutende Inszenierung des Regisseurs Claus Peymann im Programm, angesprochen wurden aber auch spektakuläre Gruppenprojekte, bei denen sich TheaterproduzentInnen vom geschriebenen Stück emanzipierten und selbst als “AutorInnen” agierten, sowie weitere Tendenzen im deutschen Theater, aus den “klassischen” Sälen auszuziehen und in Hallen und Schuppen zu spielen; außerdem gab es Filme von Werner Herzog oder Free-Jazz-Konzerte von innovativen Bands wie der Frederic Rabold Crew. In diesem Zusammenhang hallen noch die Reden der ehemaligen Staatsministerin Hildegard Hamm-Brücher und des damaligen Präsidenten des Goethe-Instituts, Klaus von Bismarck, die an der Eröffnung des Instituts in Bukarest teilgenommen haben, im Raum nach - fast gespenstisch - denn ihre Ansprachen über die Voraussetzungen und Ziele der auswärtigen Kulturpolitik sind noch unerwartet aktuell in den gegenwärtigen Kontexten, trotz der gewaltigen Umwälzungen der letzten 45 Jahre in Europa.
Der zentrale Raum der Installation ist den jungen Stimmen vorbehalten. Ausgewählt wurden sie im Rahmen eines Open Calls, bei dem KünstlerInnen der Generation Z eingeladen wurden, über ihre Beziehung zum Goethe-Institut, aus der Perspektive der eigenen künstlerischen Anliegen und Herausforderungen, zu reflektieren:
- Alma Buhagiar, zusammen mit Răzvan Chirilă (Bild), Lidia Ilici (Sound), Ilinca Miroșanu (Filmmontage) und Theodor Cristian Niculae (Bühnenbild), konstruieren mittels einer Videoinstallation „Zellen der Erinnerung “. Somit werden Menschen (bzw. ihre Großeltern, Sanda und Corneliu Buhagiar, sowie die Schauspielerin Emilia Dobrin) und Bukarester Orte, die durch parallele Schicksale indirekt den Parcours des Goethe-Instituts miterlebt haben, in den Vordergrund gerückt.
- Iulia Enkelana untersucht in ihrer Fotoserie den Status der Künstlerin /des Künstlers und das Wesen der Kreativität und hinterfragt inwieweit die Kreativität vom Zugang zu Kunst und Informationen - der seinerseits von verschiedenen Institutionen und politischen Strukturen gewährt wird - sowie von den materiellen Vorteilen des einen oder anderen soziopolitischen Raums abhängt.
- Vlad Hodrea geht in seiner Sound-Installation von einem Dialog zwischen zwei Stimmen aus: die eine spricht Rumänisch, die andere Deutsch. Trotz der sprachlichen Unterschiede verständigen sie sich problemlos. In Form eines Audio-Essays, das Geschichten und Gedichte in beiden Sprachen miteinander verwebt, schlägt die Installation Brücken zwischen den Kulturen.
performative Installation konzipiert, recherchiert und kuratiert von: Roxana Lăpădat
Stimmen der Audioinstallation: Ioana Iacob, Niko Becker / Fotos: Dinu Lazăr
mit Installationen von: Alma Buhagiar, Iulia Enkelana, Vlad Hodrea
(Gewinnerprojekte des Open Calls des Goethe-Instituts)
Jury des Open Calls: Anke Doberauer, Cristina Milea, Roxana Lăpădat
MentorInnen: Vlaicu Golcea, Dilmana Yordanova
Assistenzkuratorin: Elena Stanciu / Technische Koordination: Alexandru Andrei, Dan Tian
produziert vom Goethe-Institut Bukarest, im Rahmen des Projekts NARDIV - United in Narrative Diversity?, gefördert von der Europäischen Union
Stimmen der Audioinstallation: Ioana Iacob, Niko Becker / Fotos: Dinu Lazăr
mit Installationen von: Alma Buhagiar, Iulia Enkelana, Vlad Hodrea
(Gewinnerprojekte des Open Calls des Goethe-Instituts)
Jury des Open Calls: Anke Doberauer, Cristina Milea, Roxana Lăpădat
MentorInnen: Vlaicu Golcea, Dilmana Yordanova
Assistenzkuratorin: Elena Stanciu / Technische Koordination: Alexandru Andrei, Dan Tian
produziert vom Goethe-Institut Bukarest, im Rahmen des Projekts NARDIV - United in Narrative Diversity?, gefördert von der Europäischen Union
Ort
Deutschen Kulturzentrum Kronstadt
Strada Lungă 31
Länderübergreifend
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Ort
Deutschen Kulturzentrum Kronstadt
Strada Lungă 31
Länderübergreifend
Strada Lungă 31
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