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18:00 Uhr
Germanisten-Café #2
Diskussion|In dieser Reihe von Veranstaltungen haben vor allem die Studierenden und Masterand:innen der Germanistik und der Geisteswissenschaften die Möglichkeit, sich auszutauschen.
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Bibliothek des Goethe-Instituts, Bukarest
- Teil der Reihe: Germanisten-Café
Die nächste Ausgabe des Germanisten-Cafés steht an. In dieser Reihe von Veranstaltungen haben vor allem die Studierenden der Germanistik und der Geisteswissenschaften die Möglichkeit, sich auszutauschen. Dabei können sie sich in einem lockeren Format mit anderen Wissenschaftler*innen, Schriftsteller*innen und Literaturliebhaber*innen unterhalten, als auch über aktuelle Themen und Bücher diskutieren.
Der Abend widmet sich dem Werk und Leben der Schriftstellerin Elsa Asenijeff (1867–1941). Ziel der Veranstaltung ist es, an die oft vernachlässigten Texte weiblicher Autorinnen zu erinnern und Asenijeffs modernes Verständnis von geschlechtsspezifischer Erziehung und Misogynie zu beleuchten. Dabei sollen aber auch die überholten Vorstellungen ihres biologistischen Geschlechtermodells thematisiert werden. Denn es sind diese Widersprüche, die ihr Werk für die literaturwissenschaftliche Diskussion so wertvoll machen.
Asenijeffs Biographie bietet ebenfalls interessante Bezüge zu zeitgenössischen Diskursen. Oft wird sie nur als Muse des Künstlers Max Klinger gesehen oder als verrückte Frau dargestellt. 1923 wurde sie in eine Nervenanstalt eingewiesen, obwohl keine geistige Erkrankung diagnostiziert wurde. Der Kontext, dass Klinger sein Vermögen einem anderen Modell vermachte und Asenijeff in eine wirtschaftliche und persönliche Krise stürzte, wird oft übersehen. Ihr tragisches Lebensende unterstreicht die Notwendigkeit, an ihr Werk und die Diskriminierung von Frauen damals und heute zu erinnern.
Moderiert wird der Abend von Raluca Radulescu (Universität Bukarest). Die Veranstaltung beginnt mit einem Vortrag von Laurence Liedke und einer anschließenden Diskussion über einen ausgewählten Text.
Der Abend widmet sich dem Werk und Leben der Schriftstellerin Elsa Asenijeff (1867–1941). Ziel der Veranstaltung ist es, an die oft vernachlässigten Texte weiblicher Autorinnen zu erinnern und Asenijeffs modernes Verständnis von geschlechtsspezifischer Erziehung und Misogynie zu beleuchten. Dabei sollen aber auch die überholten Vorstellungen ihres biologistischen Geschlechtermodells thematisiert werden. Denn es sind diese Widersprüche, die ihr Werk für die literaturwissenschaftliche Diskussion so wertvoll machen.
Asenijeffs Biographie bietet ebenfalls interessante Bezüge zu zeitgenössischen Diskursen. Oft wird sie nur als Muse des Künstlers Max Klinger gesehen oder als verrückte Frau dargestellt. 1923 wurde sie in eine Nervenanstalt eingewiesen, obwohl keine geistige Erkrankung diagnostiziert wurde. Der Kontext, dass Klinger sein Vermögen einem anderen Modell vermachte und Asenijeff in eine wirtschaftliche und persönliche Krise stürzte, wird oft übersehen. Ihr tragisches Lebensende unterstreicht die Notwendigkeit, an ihr Werk und die Diskriminierung von Frauen damals und heute zu erinnern.
Moderiert wird der Abend von Raluca Radulescu (Universität Bukarest). Die Veranstaltung beginnt mit einem Vortrag von Laurence Liedke und einer anschließenden Diskussion über einen ausgewählten Text.