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18:00 Uhr
Germanisten-Café #3
Diskussion|Mit Dorothee Kimmich
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Bibliothek des Goethe-Instituts, Bukarest
- Teil der Reihe: Germanisten-Café
In dieser Reihe von Veranstaltungen haben vor allem die Studierenden und Masterand*innen der Germanistik und der Geisteswissenschaften die Möglichkeit, sich auszutauschen.
Ohne die Fähigkeit, etwas oder jemanden zu imitieren und nachzuahmen, lernen wir weder Sprechen noch Radfahren oder Singen. Sich an anderen Leuten und ihren Gewohnheiten zu orientieren ist ein essenzieller Prozess der menschlichen Erfahrung. Und trotzdem hat das Konzept der Ähnlichkeit in den vergangenen theoretischen Debatten kaum Einzug gehalten. Gegen diesen Trend schreibt und forscht die Professorin für literaturwissenschaftliche Kulturwissenschaft der Universität Tübingen Dorothee Kimmich. In ihrem Essay „Ins Ungefähre. Ähnlichkeit und Moderne“ (2017) reflektiert sie Theorien der Ähnlichkeit und erprobt sie an ausgewählten Texten. Auch der mit Anil Bhatti veröffentlichte Sammelband „Ähnlichkeit: ein kulturtheoretisches Paradigma“ (2015) geht interdisziplinär auf diese Thematik ein und soll somit, entgegen den in den Geistes- und Sozialwissenschaften häufig vertretenen Differenztheorien, neuen Denkmustern Raum schaffen. Nicht zuletzt ist die Berufung auf Ähnlichkeiten aber auch politisch gesehen fruchtbar, da hier in aktuellen Diskursen und systematischer Diskriminierung noch viel zu oft auf Unterschiede gesetzt wird.
Dorothee Kimmichs Forschungsschwerpunkte sind Literatur und Philosophie im 19. und 20. Jahrhundert, Dinge in der Literatur- und Kulturgeschichte der Moderne und Rassismustheorie. Sie ist Sprecherin des DFG Fachkollegium 105 Literaturwissenschaft, Co-Chair des CIVIS Hub-Councils "Society, Culture, and Heritage" und Leiterin der Tübinger Poetik-Dozentur. 1991 wurde sie an der Universität Freiburg für ihre Arbeit "Epikureische Aufklärungen. Philosophische und poetische Konzepte der Selbstsorge" promoviert.
Ohne die Fähigkeit, etwas oder jemanden zu imitieren und nachzuahmen, lernen wir weder Sprechen noch Radfahren oder Singen. Sich an anderen Leuten und ihren Gewohnheiten zu orientieren ist ein essenzieller Prozess der menschlichen Erfahrung. Und trotzdem hat das Konzept der Ähnlichkeit in den vergangenen theoretischen Debatten kaum Einzug gehalten. Gegen diesen Trend schreibt und forscht die Professorin für literaturwissenschaftliche Kulturwissenschaft der Universität Tübingen Dorothee Kimmich. In ihrem Essay „Ins Ungefähre. Ähnlichkeit und Moderne“ (2017) reflektiert sie Theorien der Ähnlichkeit und erprobt sie an ausgewählten Texten. Auch der mit Anil Bhatti veröffentlichte Sammelband „Ähnlichkeit: ein kulturtheoretisches Paradigma“ (2015) geht interdisziplinär auf diese Thematik ein und soll somit, entgegen den in den Geistes- und Sozialwissenschaften häufig vertretenen Differenztheorien, neuen Denkmustern Raum schaffen. Nicht zuletzt ist die Berufung auf Ähnlichkeiten aber auch politisch gesehen fruchtbar, da hier in aktuellen Diskursen und systematischer Diskriminierung noch viel zu oft auf Unterschiede gesetzt wird.
Dorothee Kimmichs Forschungsschwerpunkte sind Literatur und Philosophie im 19. und 20. Jahrhundert, Dinge in der Literatur- und Kulturgeschichte der Moderne und Rassismustheorie. Sie ist Sprecherin des DFG Fachkollegium 105 Literaturwissenschaft, Co-Chair des CIVIS Hub-Councils "Society, Culture, and Heritage" und Leiterin der Tübinger Poetik-Dozentur. 1991 wurde sie an der Universität Freiburg für ihre Arbeit "Epikureische Aufklärungen. Philosophische und poetische Konzepte der Selbstsorge" promoviert.