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19:00 Uhr

Reflections on East-West Perspectives

Performative Installation|Ein performatives Projekt darüber, was Wahrheit heute noch bedeutet – zwischen Propaganda und Algorithmen.

  • Cer Deschis Gallery, Hermannstadt

Reflections on East-West Perspectives ©Mihai Păcurar

PROGRAMM:
  • 18.- 29. Juni 2025
  • 18. Juni 2025 , 19:00 Uhr - Vernissage, Live Performance (Anke Parusel) & Talk (Nicole Colin, Joachim Umlauf, Roxana Lapadat, Vlaicu Golcea)

Wie gelang es der Kultur in Rumänien, trotz Zensur und Isolation, Räume des Widerstands im kommunistischen Regime zu schaffen? Welche Rolle spielten westliche Kulturinstitutionen - wie das Goethe-Institut (das 1979 in Bukarest eröffnet wurde) - bei der Aufrechterhaltung eines kulturellen Ost-West-Dialogs, trotz der andauernden Überwachung durch die Securitate? Wie konnten Kommunikationsbrücken und kultureller Austausch über streng bewachte Grenzen hinweg aufgebaut werden? Welche Formen des künstlerischen Ausdrucks ermöglichten die Herausbildung eines kritischen Bewusstseins im Kontext der offiziellen Propaganda?

Inwiefern hallen diese Praktiken des kulturellen Widerstands in der heutigen digitalen Gegenwart wider, die zunehmend von Desinformation und Polarisierung geprägt ist? Welche Art von Erinnerung pflegen wir heute im Zusammenhang mit dieser jungen Vergangenheit und wie beeinflusst diese unsere Fähigkeit, zeitgenössische Formen des Extremismus und der Informationsmanipulation zu erkennen? Mit welchen Identitätskonflikten konfrontiert sich die Generation Z angesichts des Kommunismuserbes sowie der neuen Formen der Informationskontrolle? Wie kann die zeitgenössische Kunst einen authentischen Raum für Reflexion und Dialog zwischen Ost und West schaffen?

Reflections on East-West Perspectivesgeht von diesen wesentlichen Fragen aus und recherchiert, wie es die Kultur geschafft hat, die ideologischen, historischen und symbolischen Grenzen zwischen Ost und West zu überwinden. Die performative Installation spannt einen Bogen über einen Zeitraum von 50 Jahren und untersucht Formen der Kommunikation, des Widerstands und der Manipulation, die kollektive Identitäten und Wahrnehmungen prägen.

Reflections on East-West Perspectives bietet keine Beispiele an, sondern hinterfragt diese Themen aus einer zeitgenössischen, multidisziplinären und partizipativen Perspektive, durch unterschiedliche künstlerische Praktiken. Gegliedert in sieben separaten Installationen, die jeweils einen anderen Aspekt untersuchen, vereint das Projekt analoge Equipments mit digitalen Technologien und KI - Machine Learning, sowie Archivforschung mit Interviews, interaktiven Narrativen und Performances.

Konzept: Roxana Lăpădat, Alex Halka, Vlaicu Golcea 
Video-Performance: Calița Nantu, Anke Parusel, Vlad Hodrea
Dokumentarische Videoinstallation: Oscar Loeser Technischer
Koordinator: Alexandru Andrei
Kommunikation: Vlad Hodrea
Produzentin: Laura Trocan
Grafikdesign: Mihai Păcurar

Ab Juni bis September 2025 wird die performative Installation durch vier Städte Reisen: Brașov/Kronstadt,Sibiu/Hermannstadt, Bukarest und Wien.

Eine Produktion des Postnationalen Theaters Interfonic.