Rosa von Praunheim – Hommage an einen Pionier des queeren Kinos

Film|Filmreihe mit Filmen von Rosa von Praunheim

  • Goethe-Instituts Bukarest, Bukarest

  • Sprache Filmreihe in deutscher Sprache mit englischen Untertiteln

Rosa von Praunheim, Filmstill aus „Der Einstein des Sex” (1999) © Rosa von Praunheim, Filmstill aus „Der Einstein des Sex” (1999)

Rosa von Praunheim, Filmstill aus „Die Stadt der verlorenen Seelen“ (1983) © Rosa von Praunheim, Filmstill aus „Die Stadt der verlorenen Seelen“ (1983)

Mit einer Filmreihe erinnern das Goethe-Institut Bukarest und ACCEPT an Rosa von Praunheim (1942–2025), einen prägenden Filmemacher und Aktivisten der deutschen LGBTQ+-Bewegung. Drei Filme aus unterschiedlichen Schaffensphasen geben Einblick in ein Werk, das das deutsche Kino nachhaltig verändert und queere Sichtbarkeit entscheidend geprägt hat. 

Mit einer dreiteiligen Filmreihe erinnern das Goethe-Institut Bukarest und ACCEPT an Rosa von Praunheim, einen der einflussreichsten Filmemacher und Aktivisten der deutschen LGBTQ+-Bewegung, der im Dezember 2025 im Alter von 83 Jahren verstarb. Über mehr als fünf Jahrzehnte schuf er ein einzigartiges filmisches Werk, das gesellschaftliche Konventionen hinterfragte, queeren Lebensrealitäten Sichtbarkeit verlieh und die deutsche Film- und Kulturgeschichte nachhaltig prägte. 

Mit seinem Film Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt (1971) wurde Rosa von Praunheim zu einer Schlüsselfigur der Schwulenbewegung in Deutschland. Seine Arbeiten verbanden politische Intervention mit künstlerischer Radikalität, Humor mit Ernsthaftigkeit und persönliche Geschichten mit gesellschaftlichen Fragen. Bis zuletzt blieb er eine unverwechselbare Stimme, die Debatten anstieß und Generationen von Filmschaffenden inspirierte. 

Die Filmreihe versammelt drei Werke aus unterschiedlichen Schaffensphasen und lädt dazu ein, die Vielfalt seines Schaffens neu zu entdecken. 

Programm 

Freitag, 17. Juli 
  • 18:30 Uhr – Sektempfang 
  • 19:00 Uhr – Die Bettwurst (1971, 81 Min.) 
Samstag, 18. Juli 
  • 16:30 Uhr – Der Einstein des Sex (1999, 102 Min.) 
  • 19:00 Uhr – Die Stadt der verlorenen Seelen (1983, 94 Min.) 
Die Bettwurst (1971) 
Die ungewöhnliche Liebesgeschichte von Luzi und Dietmar wurde zu einem der bekanntesten Filme Rosa von Praunheims. Mit Humor, Camp und großer Zuneigung für seine Figuren erzählt der Film von Liebe, Alltag und den Träumen eines Außenseiterpaares. Seine eigenwillige Ästhetik und sein anarchischer Charme machten Die Bettwurst zu einem Kultklassiker des deutschen Queer- und Underground-Kinos. 

Der Einstein des Sex (1999) 
Der Film erzählt die Lebensgeschichte des Arztes und Sexualforschers Magnus Hirschfeld, eines Pioniers der Sexualwissenschaft und frühen Kämpfers für die Rechte queerer Menschen. Vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Umbruchs um 1900 zeichnet Rosa von Praunheim das Porträt eines visionären Denkers. 

Die Stadt der verlorenen Seelen (1983) 
Der Film porträtiert das Leben US-amerikanischer Cabaret-Performer*innen – Drag-Künstler*innen und Tänzer*innen sowie Menschen aus marginalisierten Communities, darunter Schwarze und jüdische Personen, queere und trans* Personen, die im West-Berlin der frühen 1980er-Jahre nach sozialer Akzeptanz, Selbstbestimmung und kreativen Freiräumen suchen. 
Die Veranstaltungen werden mit einem Sektempfang eröffnet.

Die Filme werden in deutscher Sprache und mit englischen Untertiteln gezeigt.  

Der Eintritt ist frei.