Rosanna Marie Pondorf
März – Mai 2026
Rosanna Marie Pondorf ist eine in Deutschland lebende Künstlerin, die Skulpturen und Installationen auf der Grundlage materialbezogener Forschung realisiert. Ihre Arbeiten untersuchen sozialökonomische, kulturelle und mediale Machtstrukturen und fokussieren Prozesse der Wertzuschreibung, der Informationskontrolle sowie die Materialisierung digitaler Systeme.
Sie arbeitet vorwiegend mit analogen Verfahren, um immaterielle Phänomene in physische Formen zu überführen. Dabei kombiniert sie Materialien mit starker kultureller und ökonomischer Bedeutung – wie entwertete Eurobanknoten und Marmor – mit traditionellen Handwerkstechniken. BDSM-Objekte und modulare Serverracks fungieren als skulpturale Träger und verknüpfen Körper, Kontrolle und Infrastruktur. Durch die Übersetzung digitaler Daten, Screenshots und Medienbilder in Objekte macht Pondorf die verborgenen Infrastrukturen und hierarchischen Strukturen des zeitgenössischen Lebens sichtbar und erfahrbar.
2024 schloss sie ihr Studium an der Akademie der Bildenden Künste München als Meisterschülerin von Prof. Peter Kogler mit Auszeichnung ab und erhielt den Debütant*innenpreis. Im selben Jahr wurde sie mit dem PERSPEKTIVEN-Preis des Kunstclub 13 München ausgezeichnet. Seit 2015 hat sie an zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen in Deutschland, Bulgarien, Österreich und Estland teilgenommen.