Hui-Wen Senior High School - Liao, C.
Schulen: Partner der Zukunft

Ich war sehr glücklich und es war eine große Ehre für mich, durch das PASCH-Stipendium nach Hinterzarten in Deutschland zu reisen und dort einen ganz besonderen Sommer zu verbringen. Vor der Abreise war ich sehr gespannt, aber auch nervös. Einerseits hatte ich Angst, dass ich als eher schüchterne Person schwer Anschluss finde, andererseits wollte ich das mir unbekannte Europa unbedingt kennenlernen. Mit diesen gemischten Gefühlen begann meine Reise. Als ich in Birklehof ankam, war ich von der schönen Natur und dem angenehmen Wetter sofort begeistert. Meine Sorgen wegen der neuen Umgebung waren schnell vergessen.

Im Unterricht hat uns die Lehrerin immer ermutigt, Deutsch zu sprechen. Auch wenn es am Anfang etwas schwer war und wir manchmal Englisch brauchten, habe ich mich schnell an diese Lernmethode gewöhnt. Anders als der Unterricht in Taiwan gab es viele Spiele, Gruppenarbeiten und Gespräche. So konnten wir in einer entspannten Atmosphäre Deutsch üben. Mein Deutsch wurde langsam immer besser und am Ende habe ich sogar die A2-Prüfung bestanden!
  惠文高中 廖O涵 © 廖O涵提供 Jeden Tag habe ich mich besonders auf die Aktivitäten gefreut. Es gab viele verschiedene Angebote und ich mochte Sport wie Basketball, Fußball oder Völkerball sehr. Besonders schön war es, mit internationalen Freunden im Sonnenuntergang Beachvolleyball zu spielen. Daran werde ich mich immer erinnern. Bei der letzten Aktivität haben wir eine Wanderung in den Bergen gemacht: Wir haben gesungen, am Bach gespielt und sind durch den Wald gelaufen. Danach gab es die Abendrunde, in der die Betreuer(innen) das Programm für morgen erklärten und wir das Camplied gesungen haben. Später im Wohnheim saßen wir bei der Flurrunde zusammen, haben über unseren Tag gesprochen und uns auf verschiedenen Sprachen eine gute Nacht gewünscht.

Am Wochenende sind wir nach Freiburg gefahren. Wir haben leckeres Eis, Schwarzwälder Kirschtorte und Schweinshaxe gegessen. Außerdem haben wir die Kirche und die Universität Freiburg besucht. Das war wirklich toll! Es gab auch viele andere Aktivitäten: ein Geländespiel in Hinterzarten, Butter-Machen im Museum, Trampolinspringen und Klettern, Spaziergänge am Titisee und sogar einen Kinobesuch für einen Film, der noch gar nicht im Kino war. Am meisten erinnere ich mich an den Moment, als wir alle zusammen auf dem Hügel saßen und die Sonnenfinsternis beobachtet haben. Wir haben gesungen und getanzt, während die Sonne langsam unterging. Später lagen wir auf Matten und haben in den Sternenhimmel geschaut. Manchmal haben wir Sternschnuppen gesehen – so etwas hatte ich noch nie erlebt! An den Wochenenden gab es auch Partys mit verschiedenen Themen. Wir haben zusammen gesungen, getanzt und eine tolle Zeit gehabt.
  惠文高中 廖O涵 © 廖O涵提供 Die drei Wochen sind wie im Flug vergangen. Ich habe viele nette Menschen kennengelernt und andere Kulturen erlebt. Obwohl die Zeit zu kurz war, mussten wir uns schon verabschieden. Ich werde nie den Nachmittag vergessen, an dem wir auf der Bank saßen, den Wind spürten und über unsere Gefühle und Sorgen gesprochen haben. Und ich werde nie vergessen, wie wir uns mit Tränen in den Augen an den Schultern gefasst und ein letztes Mal das Camplied gesungen haben.

Vielen Dank an das Goethe-Institut für diese tolle Chance. Danke auch an alle Freunde im Camp und die Betreuer(innen) für diese unvergessliche Zeit. Und schließlich danke ich mir selbst, dass ich mutig aus meiner Komfortzone gekommen bin.