Zhong Shan Girls High School - Lee, H.
Schulen: Partner der Zukunft
Nach der Deutsch Prüfung und dem Vorsprechen hatte ich Glück, dass ich das Stipendium bekommen habe. Also hatte ich die Chance, in meinem siebzehnten Sommer nach Deutschland zu fliegen.
Wir haben die meiste Zeit Unterricht gehabt. Meine Mitschüler und Mitschülerinnen sprechen sehr gut Deutsch. Während der Gespräche konnte ich ihre Passion fühlen. Leider habe ich meine Angst vor dem Deutschsprechen nicht ganz überwunden, trotzdem gefällt mir die deutschsprachige Umgebung und meine Klasse.
Es gibt viele Aktivitäten am Nachmittag. Zum Beispiel Fußball, Tanz, Volleyball, Malen und mehr. Man weiß nicht, welche Dinge man neu lernt oder mit wem man ins Gespräch kommt. Das unterscheidet sich vom normalen Schulleben in Taiwan, und ich habe es sehr genossen. Manchmal war ich müde und wollte lieber in meinem Zimmer bleiben, aber ich habe es nie bereut, an den Aktivitäten teilgenommen zu haben.
Wir hatten auch die Chance, ausgehen. Wir sind jede Woche nach Freiburg gefahren. Die Gebäude waren hübsch. Meine Freunde und ich haben Eis gegessen, Döner geteilt, sind in den Supermarkt und in die Kirche gegangen. In der Freizeit konnte ich mich ausruhen und hatte Spaß. Erfahrungen wie die Reiseleiterin zu verstehen oder im Kino einen deutschen Film anzuschauen, waren ebenfalls sehr spannend.
Es war etwas ganz Besonderes, dass wir die Sonnenfinsternis gesehen haben. Alle haben eine Sonnenbrille bekommen und lagen auf der Wiese. Während des Sonnenuntergangs haben eine Freundin von mir und ich zusammen getanzt. Das rote Zelt, das kleine Haus, das schöne Wetter, alles war perfekt. Ich werde das Bild nie vergessen.
Na ja, nicht wirklich ganz so perfekt. Weil wir viel Zeit im Kurs mit anderen sprechen und mit Menschen aus verschiedenen Ländern zu Mittag essen mussten, fand ich es anstrengend zu sozialisieren. Am Anfang habe ich gedacht: Ich bin mit diesen Menschen in einem verschiedenen Land, außerdem habe ich die Vorzüge der Sprache und Ressourcen. Ich sollte mich mit verschiedenen Leuten unterhalten. Es hat etwas gedauert, bis ich verstanden habe, dass die Hauptsache ist, die Zeit zu genießen. Es ist auch gut, mit bereits bekannten Menschen Zeit zu verbringen.
Vor diesem Camp hatte ich schon den Wunsch, in Deutschland zu studieren. Diese drei Wochen habe ich nicht nur mein Deutsch verbessert, sondern auch viele liebe Freunde kennengelernt. Was wichtig ist, dass ich aus der Komfortzone herausgetreten bin. Gerade vermisse ich das Wetter in Deutschland sowie das Leben dort. Und ich kann sagen, dass der Liedtext des Kursliedes: „Hundert Leben an einem Tag“ die beste Beschreibung des Camps ist.