16.09. (Sa.) 14:30
17.09. (So.) 14:30
Schaubühne Berlin: Im Herzen der Gewalt
Theater, Gastspiel, Gespräche|Eine Auseinandersetzung mit Herkunft, Rassismus und Homophobie
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National Kaohsiung Center for the Arts (Weiwuying), Kaohsiung City
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Sprache
Gastspiel: Auf Deutsch mit chinesischen und englischen Untertiteln
Vortrag und Post talk: Englisch und Chinesisch -
Preis
Gastspiel:
600/900/1200/1600/2000 TWD
Vortrag (Anmeldung erforderlich): frei Eintrittskarte mit Kaufnachweis für die Vorstellung „Im Herzen der Gewalt“ erhältlich. 1 Ticket für 1 Person. Sonst 300 TWD.
„Im Herzen der Gewalt“, das 2018 an der Schaubühne in Berlin unter der Regie von Thomas Ostermeier uraufgeführt wurde, basiert auf dem autobiografischen Roman des bekannten jungen französischen Schriftstellers Édouard Louis.
Louis stammt aus einer Arbeiterfamilie aus einer nordfranzösischen Kleinstadt. Seit seiner Kindheit wurde er von der konservativen und homophoben weißen Gemeinschaft unterdrückt, und er schwor sich, sie für immer zu verlassen. Später ließ er sich in Paris nieder. Louis Werk ist in erster Linie autobiografisch, er erzählt und reflektiert über sein Aufwachsen und die Traumata, die auf die Ungleichheiten in einem größeren sozialen und kulturellen Kontext hinweisen.
Mit der Rekonstruktion einer traumatischen Nacht formuliert Édouard Louis im Roman „Im Herzen der Gewalt“ eine ebenso persönliche wie gesellschaftlich durchdringende Analyse über das Erwachsenwerden, Begehren, Migration und Rassismus und macht in der Stimmenvielfalt der Reaktionen auf das ihm angetane Verbrechen gesellschaftlich verdrängte Formen der Gewalt hörbar.
Die von Thomas Ostermeier inszenierte Version von „Im Herzen der Gewalt“ ist von einer minimalistischen Ästhetik geprägt. Neben den Hauptdarstellern ist ein Musiker mit auf der Bühne, der mit seinem Schlagzeug einen Rhythmus erzeugt, der an einen Herzschlag oder Atemzug erinnert. Die Projektionen, das Sounddesign und die präzisen Darbietungen der Schauspieler (die gelegentlich die vierte Wand durchbrechen) erwecken das Ausgangsmaterial im Theaterraum zum Leben.
Mit Unterstützung des Goethe-Instituts Taipei und des Auswärtigen Amts ist die Schaubühne Berlin nun zum ersten Mal in Kaohsiung zu Gast.
Wir freuen uns darauf von Maja Zade, leitende Dramaturgin an der Schaubühne, etwas über das deutsche Theatersystem, die Programmplanung der Schaubühne und über ihren Weg in der Theaterbranche zu erfahren.
Hinweis: Der Vorverkauf hat begonnen. Anmeldung für den Vortrag von Maja Zade vom 04. Juli bis zum 15. September möglich (max. Teilnehmerzahl: 100 Personen).
Maja Zade
Aufgewachsen in Deutschland und Schweden. Seit 1999 erst Lektorin, dann Dramaturgin an der Schaubühne. Studium der englischen Literatur an der London University und der Queen’s University in Kanada sowie Theaterproduktion an der Royal Academy of Dramatic Art in London. Von 1997 bis 1999 Senior Reader am Royal Court Theatre in London. Seit 2012 Lehrtätigkeit an der Theaterhochschule Malmö und der Edinburgh University, sowie Jurymitglied des James Tait Black Prize for Drama.
Neben der Tätigkeit an der Schaubühne Arbeiten als Dramaturgin für Inszenierungen von Michael Thalheimer am Dramaten Stockholm. Übersetzungen aus dem Deutschen, Schwedischen und Englischen ins Deutsche (Lars von Trier, Caryl Churchill) und Englische (Marius von Mayenburg, Roland Schimmelpfennig, Lars Norén, Falk Richter). Seit 2019 auch Autorin von Theaterstücken (»status quo«, »abgrund«, »ödipus«, »reden über sex«), die alle an der Schaubühne uraufgeführt wurden und unter anderem ins Norwegische, Schwedische, Lettische, Polnische, Französische und Englische übersetzt wurden. Seit der Spielzeit 2022/23 leitende Dramaturgin an der Schaubühne.
Louis stammt aus einer Arbeiterfamilie aus einer nordfranzösischen Kleinstadt. Seit seiner Kindheit wurde er von der konservativen und homophoben weißen Gemeinschaft unterdrückt, und er schwor sich, sie für immer zu verlassen. Später ließ er sich in Paris nieder. Louis Werk ist in erster Linie autobiografisch, er erzählt und reflektiert über sein Aufwachsen und die Traumata, die auf die Ungleichheiten in einem größeren sozialen und kulturellen Kontext hinweisen.
Mit der Rekonstruktion einer traumatischen Nacht formuliert Édouard Louis im Roman „Im Herzen der Gewalt“ eine ebenso persönliche wie gesellschaftlich durchdringende Analyse über das Erwachsenwerden, Begehren, Migration und Rassismus und macht in der Stimmenvielfalt der Reaktionen auf das ihm angetane Verbrechen gesellschaftlich verdrängte Formen der Gewalt hörbar.
Die von Thomas Ostermeier inszenierte Version von „Im Herzen der Gewalt“ ist von einer minimalistischen Ästhetik geprägt. Neben den Hauptdarstellern ist ein Musiker mit auf der Bühne, der mit seinem Schlagzeug einen Rhythmus erzeugt, der an einen Herzschlag oder Atemzug erinnert. Die Projektionen, das Sounddesign und die präzisen Darbietungen der Schauspieler (die gelegentlich die vierte Wand durchbrechen) erwecken das Ausgangsmaterial im Theaterraum zum Leben.
Mit Unterstützung des Goethe-Instituts Taipei und des Auswärtigen Amts ist die Schaubühne Berlin nun zum ersten Mal in Kaohsiung zu Gast.
Wir freuen uns darauf von Maja Zade, leitende Dramaturgin an der Schaubühne, etwas über das deutsche Theatersystem, die Programmplanung der Schaubühne und über ihren Weg in der Theaterbranche zu erfahren.
Hinweis: Der Vorverkauf hat begonnen. Anmeldung für den Vortrag von Maja Zade vom 04. Juli bis zum 15. September möglich (max. Teilnehmerzahl: 100 Personen).
| Datum | Zeit | Ort | |
| Gastspiel (120 Min. ohne Pause) | 16.09. (Sa.) 17.09. (So.) |
14:30-16:30 14:30-16:30 |
Playhouse, Weiwuying |
| Vortrag von Maja Zade | 16.09. (Sa.) | 10:30 | 3F, Lecture Hall, Weiwuying |
| Post talk | 16.09. (Sa.) | nach der Vorstellung | Playhouse, Weiwuying |
Maja Zade
Aufgewachsen in Deutschland und Schweden. Seit 1999 erst Lektorin, dann Dramaturgin an der Schaubühne. Studium der englischen Literatur an der London University und der Queen’s University in Kanada sowie Theaterproduktion an der Royal Academy of Dramatic Art in London. Von 1997 bis 1999 Senior Reader am Royal Court Theatre in London. Seit 2012 Lehrtätigkeit an der Theaterhochschule Malmö und der Edinburgh University, sowie Jurymitglied des James Tait Black Prize for Drama.
Neben der Tätigkeit an der Schaubühne Arbeiten als Dramaturgin für Inszenierungen von Michael Thalheimer am Dramaten Stockholm. Übersetzungen aus dem Deutschen, Schwedischen und Englischen ins Deutsche (Lars von Trier, Caryl Churchill) und Englische (Marius von Mayenburg, Roland Schimmelpfennig, Lars Norén, Falk Richter). Seit 2019 auch Autorin von Theaterstücken (»status quo«, »abgrund«, »ödipus«, »reden über sex«), die alle an der Schaubühne uraufgeführt wurden und unter anderem ins Norwegische, Schwedische, Lettische, Polnische, Französische und Englische übersetzt wurden. Seit der Spielzeit 2022/23 leitende Dramaturgin an der Schaubühne.
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Ort
National Kaohsiung Center for the Arts (Weiwuying)
No. 1, Sanduo 1st Road
Fengshan District
830043 Kaohsiung City
Taiwan
No. 1, Sanduo 1st Road
Fengshan District
830043 Kaohsiung City
Taiwan