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19:00–21:00 Uhr

Die Ästhetik der Lücke

Vortrag|Marie Schleefs Theaterpraxis im Kontext der zeitgenössischen dt. Theaterlandschaft

  • Goethe-Institut Taipei Veranstaltungssaal, Taipei City

  • Sprache CH-DE Konsekutivdolmetschen
  • Preis Kostenlos, ohne Anmeldung

Die Ästhetik der Lücke © Christoph Liebentritt

Die Ästhetik der Lücke © Christoph Liebentritt

Ausgehend vom Prinzip der Lücke in Bezug auf Gender und Diversität im deutschsprachigen Theater umfasst dieser Vortrag eine persönliche Analyse von Marie Schleefs bisheriger Theaterarbeit, Praxis und künstlerischer Recherche.

Dabei wird eine Entwicklung aufgezeigt, die von der Inszenierung von Texten marginalisierter Autorinnen* ausgeht und sich bis hin zu einer ganzheitlich ästhetischen Praxis im intersektionalen feministischen Sinne verwandelt hat. Dabei werden die Lücke, the Gap, das Unsichtbare, das Unbekannte und Unbenannte in Bezug zu ihrer künstlerischen Arbeit und der Landschaft, in der sie sich bewegt, gesetzt und anhand einzelner Inszenierungsarbeiten und Projekte besprochen.

Anlässlich ihres Aufenthalts im Rahmen eines Residenzprogramms der Villa Kamogawa in Kyoto/Japan unterstützt das Goethe-Institut Schleefs einwöchigen Besuch in Taiwan, um verschiedene Aspekte asiatischer Kulturen kennenzulernen und einen vertieften künstlerischen Austausch zu ermöglichen.

Marie Schleef

Marie Schleef ist Regisseurin und lebt in Berlin. Sie studierte Theater und Performance am Bard College in New York sowie Schauspielregie an der HfS Ernst Busch in Berlin.

Ihre erste Inszenierung nach dem Studium wurde 2021 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Es folgten Engagements am Schauspiel Köln, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, an den Münchner Kammerspielen, am Staatstheater Wiesbaden und am Burgtheater Wien. 2022 gewann sie den Chanel Next Prize, mit dem weltweit zehn innovative Künstler:innen ausgezeichnet werden, sowie den Kurt-Hübner-Regiepreis. In ihrer künstlerischen Arbeit setzt sie sich vor allem mit Texten und Narrativen von Frauen* auseinander, die im deutschsprachigen Raum noch nicht aufgeführt wurden.

Vom 08. Mai bis 05. August 2025 ist sie Residentin an der Villa Kamogawa, ein Residenzhaus des Goethe-Instituts in Kyoto, wo sie unter dem Titel I Love Japan and Japan Loves Me für die Dauer ihres Aufenthalts mit einem Kuschelroboter zusammenlebt und das Thema der Einsamkeit erforscht.

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