Jemand arbeitet an einer Werkbank. Man sieht ein Lineal, einen Messschieber und Klebeband. © Goethe-Institut


Abschluss und Zeugnis

Mit einem Studium oder einer Berufsausbildung bekommt man in Deutschland normalerweise eine gute Arbeit. Die Berufsausbildung sollte abgeschlossen, also fertig sein. Und man braucht ein Zeugnis. Sie haben Zeugnisse aus Ihrem Heimatland? Lassen Sie sie übersetzen und beglaubigen. 

In einer Küche eines Restaurants arbeiten verschiedene Menschen. © Goethe-Institut

Ablauf einer Ausbildung

Für eine Ausbildung braucht man mindestens einen Hauptschulabschluss. Ohne Abschluss ist es sehr schwer, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. In Deutschland gibt es für die meisten Ausbildungsberufe ein duales System. Man lernt den Beruf direkt bei einer Firma. Und man geht in eine Berufsschule. Hier lernt man die theoretischen Grundlagen für den Beruf. Und man hat auch ein paar allgemeine Fächer wie Deutsch, Politik oder Sport. Üben Sie Ihr Deutsch für den Arbeitsplatz auf der Webseite des Goethe-Instituts.

In der Firma macht man die praktische Ausbildung. Man arbeitet 3 - 4 Tage pro Woche in der Firma und ist 8 - 12 Stunden pro Woche in der Berufsschule. Oder man ist ein paar Wochen in der Firma und ein paar Wochen in der Berufsschule. Eine Ausbildung kann man in vielen Firmen und in fast allen Bereichen machen. Einen Ausbildungsplatz findet man genauso wie einen Arbeitsplatz. Man muss auch eine Bewerbung schreiben (siehe: Arbeitssuche). Während der Ausbildung in einer Firma bekommt man etwas Geld.
 

Dauer einer Ausbildung

Eine Berufsausbildung dauert meistens 2 oder 3 Jahre. Es gibt aber auch Ausbildungen für Berufe, die man in kurzer Zeit lernen kann, zum Beispiel in den Bereichen Kinderbetreuung, Altenpflege, Catering oder Kosmetik. Informieren Sie sich bei der Arbeitsagentur in Ihrer Stadt. 

Auf dem Bild ist eine Bibliothek mit Tischen, an denen man sitzen und arbeiten kann, zu sehen. © Goethe-Institut

Studium

Mit dem Abitur oder einer anderen Hochschulzugangsberechtigung kann man an einer Universität (Uni) studieren. Mit dem Fachabitur kann man an eine Fachhochschule (FH) gehen. Das Studium an einer Fachhochschule ist meist praxisorientierter als an einer Universität. An deutschen Hochschulen (Uni und FH) muss man als Student sehr gut Deutsch können. Wenn Deutsch nicht Ihre Muttersprache ist, brauchen Sie einen Nachweis über Ihre Deutschkenntnisse. Meistens braucht man die „Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang“ (DSH) oder TestDaF. Es kann auch weitere Anforderungen wie einen bestimmten Notendurchschnitt (Numerus clausus) geben. Informieren Sie sich hierzu bei der jeweiligen Hochschule.

Die Studiengebühren hängen vom Bundesland ab. Normale Bachelor- und Masterstudiengänge sind an staatlichen Hochschulen kostenlos. Pro Semester können Kosten für Verwaltung, das Studentenwerk und das Semesterticket anfallen. Informationen dazu gibt es auf www.studieren.de oder www.studis-online.de.

Für den Abschluss Bachelor braucht man 6 - 8 Semester. Nach weiteren 2 - 4 Semestern kann man den Master machen.

Es gibt in jeder Stadt ein Berufsinformationszentrum (BIZ). Sie finden das BIZ über die Arbeitsagentur in Ihrer Stadt. Hier beraten Sie Mitarbeiter zu den Themen: Berufsausbildung, Studium und Weiterbildung.

Häufige Fragen

Haben Sie weitere Fragen? Dann schreiben Sie uns über das Kontaktformular. Wir leiten Ihre Frage anonym an die Beraterinnen und Berater der Jugendmigrationsdienste weiter.

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