Goethe MobiArts 2025: Vier Künstler, elf Länder und ein Kontinent im Aufbruch
Eine panafrikanische Initiative, die die kulturelle Vielfalt feiert und den künstlerischen Austausch durch die darstellenden Künste fördert. Das Projekt, das auch unter dem Namen „Mobile - Grenzüberschreitende Begegnungen für die Vielfalt der darstellenden Künste“ bekannt ist, bringt zwischen Juli und November Künstler aus verschiedenen Ländern und Disziplinen auf einer Kontinentaltournee zusammen.
Für diese Ausgabe wurden vier Künstler ausgewählt, die die künstlerische Vielfalt Afrikas repräsentieren:
Mubba (Jazz) aus Tansania, Estelle Folli (zeitgenössischer Tanz) aus Togo, Angelina Akawa (Performance) aus Namibia und Penboy (Slam Poetry) aus Kamerun.
Die Künstler werden ihre Arbeit in 11 afrikanischen Ländern vorstellen, in denen das Goethe-Institut aktiv ist: Angola, Kenia, Tansania, Demokratische Republik Kongo, Elfenbeinküste, Ruanda, Ghana, Togo, Kamerun, Burkina Faso und Äthiopien.
Mit diesem Programm verstärkt das Goethe-Institut sein Engagement für künstlerische Mobilität, grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die Aufwertung zeitgenössischer afrikanischer Erzählungen.
Tanzworkshop mit Estelle Foli: Körper, Kultur und Afrikanische Verbindung
Im Rahmen des Projekts Goethe-Mobiarts organisierte das Goethe-Institut Angola am 31. Juli einen Tanzworkshop mit der togolesischen Künstlerin Estelle Foli, um den künstlerischen Austausch zwischen afrikanischen Ländern zu fördern.
Der Workshop fand in den Räumlichkeiten des Instituto Guimarães Rosa in Luanda statt und brachte junge Tänzerinnen und Tänzer, Künstlerinnen und Künstler sowie Liebhaber der körperlichen Ausdrucksformen zu einer Entdeckungs- und Kreativreise zusammen. Die Veranstaltung wurde von der angolanischen Tänzerin und Choreografin Aneth Silva unterstützt, deren Anwesenheit eine wesentliche lokale Dimension in die Erfahrung einbrachte.
Gemeinsam führten Estelle und Aneth die Teilnehmenden durch Übungen, die den Körper als Territorium der Erinnerung, Identität und Transformation erforschten. Die Initiative ist Teil des Projekts Goethe-Mobiarts, das darauf abzielt, afrikanische künstlerische Netzwerke zu stärken und die Mobilität von Kreativen auf dem Kontinent zu fördern.
Die Teilnahme von Aneth Silva brachte eine sensible Herangehensweise an angolanische Körperpraktiken in den Workshop ein und ermöglichte den Teilnehmenden, über ihre eigenen Wurzeln und Ausdrucksformen zu reflektieren. Das Treffen war geprägt von intensivem Austausch, aktivem Zuhören und künstlerischer Experimentierfreude.
Über Estelle Foli:
Foli Adjo Delali Estelle, geboren am 9. Mai 1988 in Togo, begann ihre Karriere als Tänzerin im Jahr 2007, unmittelbar nach dem Abschluss der Sekundarschule. Seitdem widmet sie sich kontinuierlicher Weiterbildung und Forschung in verschiedenen Tanzstilen, darunter Moderner Tanz, Zeitgenössischer Tanz, Jazz, Butoh und Klassisches Ballett. Mit einer Laufbahn, die von Vielseitigkeit und der Suche nach neuen Ausdrucksformen geprägt ist, wird Estelle Foli für ihre Fähigkeit geschätzt, Tradition und Innovation zu verbinden und Brücken zwischen Kulturen und bewegten Körpern zu schlagen.