Veranstaltungsreihe

MUSA & Sarah Shakir

Konzert und Workshops|Hip Hop aus Berlin in Luanda

MUS Foto: David Buchholz, © David Buchholz

In der Welt des deutschen Hip Hop steht MUSA für die einzigartige Verbindung von Trap Sound mit erzähenden Lyrics – was zunächst einmal wie ein Widerspruch in sich klingt. Mit dem "conscious trap" findet Musa seine eigene Lösung dieses Problems: Seine Texte legen oft den Finger auf soziale Misstände und scheinen so zunächst einen politischen Anspruch zu haben: Hier setzt sich jemand für politische Minderheiten ein und gibt ihnen eine Stimme. Doch MUSA ist kein verklärter Idealist mit erhobenem moralischen Zeigefinger – er will gar nicht politisch sein, sondern nur seine Geschichte erzählen und seine Gefühle sprechen lassen.

MUSAs Eltern kommen aus Sierra Leone. Er wuchs in Berlin auf, bis er zwölf Jahre alt war. Zu diesem Zeitpunkt liefen die Aufenthaltsgenehmigungen aus und die Familie musste Deutschland verlassen. Nach Aufenthalten in den USA, in Sierra Leone und Guinea kehrte MUSA schließlich nach Berlin zurück. Er erzählt von dieser Odyssee und den damit verbundenen widersprüchlichen Eindrücke in "Berliner Negritude", seinem Debut-Album. Darin kontrastiert er den latenten Alltags-Rassismus in Deutschland mit seinen Erfahrungen in Afrika.

MUSA ist jetzt zusammen mit DJ Sarah Shakir auf Afrika-Tournee. Gemeinsam mit dem Goethe-Institut und verschiedenen lokalen Partnern treten sie in Ouagadougou (Burkina Faso), Harare (Zimbabwe), Windhoek (Namibia) und natürlich auch in Luanda auf: Neben dem Konzert in Sambizanga wird Sarah Shakir auch Workshops zu Marketing-Strategien, Label- und Künstlermanagement sowie Werbe-Kampagnen für Musiker geben.